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Nadja Bergling Nadja Bergling
aktualisiert am 17.09.2020 um 13:51:54

„Ein Gewinn für alle“


Foto: Nadja Bergling
Öfter, schneller und immer direkt - so sollen nach Vorstellung von Landrat Markus Bauer mittelfristig die Züge von der Kreisstadt Bernburg nach Magdeburg und Halle fahren. Vor über einem Jahr formulierte Markus Bauer die Forderung erstmals gemeinsam mit Bernburgs Oberbürgermeister Henry Schütze. Jetzt wendet er sich direkt an Verkehrsminister Thomas Webel.
 
Das entsprechende Schreiben ging vor einigen Tagen raus. Der Landrat sagt: „In 45 Minuten nach Magdeburg, in 50 Minuten nach Halle - das im Stundentakt, zumindest in der Woche. So wird Bahnfahren attraktiv, entspannt und flexibel. So wird Schienenpersonennahverkehr eine echte, preiswerte und umweltfreundliche Alternative zum Auto.“
 
Dafür muss die vorhandene Infrastruktur jedoch zunächst ausgebaut werden. Notwendig sei der Neubau der Verbindungskurve bei Calbe, „für den wir uns seit über zehn Jahren einsetzen“, wie der Landrat sagt. Notwendig sei auch die Auflassung bzw. die technische Sicherung der zahlreichen Bahnübergänge, um die Fahrzeit deutlich zu verkürzen.
 
„Wenn uns das gemeinsam gelingt, rücken die beiden Oberzentren Magdeburg und Halle dank des Salzlandkreises zusammen“, sagt der Landrat. Er ist überzeugt: „Von dieser starken Verbindung können alle profitieren.“ Im Blick hat er dabei natürlich auch den Salzlandkreis, der als Wohn-, Wirtschafts- und Wissenschaftsstandort weiter an Attraktivität gewinnen kann. Das wiederum sei wichtig, um langfristig wachsen zu können. „Wir benötigen das Engagement der Menschen nicht nur im Job, sondern auch im Ehrenamt.“
 
Die Bürgermeister seiner Region weiß der Landrat geschlossen hinter sich. Schließlich gewinnt der ländliche Raum zwischen den beiden Großstädten die Bedeutung, die er strukturell einnehmen kann. In dem gemeinsam mit den Bürgermeistern unterzeichneten Brief an die Landesregierung heißt es: „Wir brauchen die stündliche Direktverbindung der Bahn zwischen Magdeburg und Halle, weil die Menschen hier im Umfeld wohnen und arbeiten. Schnelle Verbindungen zwischen Stadt und Land ermöglichen beides zukunftssicher.“
 
Er erinnert an die Verbindung Magdeburg – Bernburg im Jahr 2013. „Ohne unser regionales, gemeinschaftliches Engagement würde es die Strecke heute nicht mehr geben.“
 
Bernburgs Oberbürgermeister Henry Schütze sagt: „Bei uns leben viele Pendler. Eine stündliche Verbindung wäre für alle ein großer Gewinn.“ So sieht es auch Calbes Bürgermeister Sven Hause. Er sagt: „Wir planen zwei neue Wohngebiete in unmittelbarer Nähe des Bahnhaltepunktes Calbe-Stadt. Mit einer schnellen Taktung wären wir auch für Großstädter deutlich interessanter.“ Könnerns Bürgermeister Mario Braumann sagt: „Könnern ist als Teil des Mitteldeutschen Verkehrsverbunds Richtung Süden gut angebunden. Mit der dann stärkeren Verbindung wären für uns auch die Wege Richtung Norden besser nutzbar.“
 
Die konkrete Forderung lautet jetzt: Das Land und die beauftragte Nahverkehrsservice Sachsen-Anhalt (NASA) GmbH mögen ihrer Verantwortung bei der Planung, Bestellung und Bezahlung des Schienenpersonennahverkehrs nachkommen und im ländlichen Raum einen starken Nahverkehr als preiswerte und umweltfreundliche Alternative zum Auto gewährleisten.
 
Auch die Deutsche Bahn AG muss mit einsteigen und die erforderliche Infrastruktur aufbauen. Die aufwändigen Planrechtsverfahren brauchen alle Partner. Landrat Markus Bauer sagt: „Wenn alle grünes Licht geben und die Weichen stellen zum Ausbau der Bahnstrecke, ist es jetzt unsere gemeinsame Aufgabe, den Zug draufzusetzen und in die richtige Richtung fahren zu lassen.“
 

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