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Wochenspiegel > Aschersleben > Sport > Am 31. Juli vor 40 Jahren lief Waldemar Cierpinski zu seinem 1. Marathon-Olympiasieg >
Susanne Christmann Susanne Christmann
aktualisiert am 29.07.2016 um 19:01:08

Am 31. Juli vor 40 Jahren lief Waldemar Cierpinski zu seinem 1. Marathon-Olympiasieg

Familie Cierpinski (links Falk, 2. v. links Waldemar) 2008 beim Antritt zur halben Distanz beim Mitteldeutschen Marathon 2008.  Familie Cierpinski (links Falk, 2. v. links Waldemar) 2008 beim Antritt zur halben Distanz beim Mitteldeutschen Marathon 2008.
Foto: S. Christmann
Halle (sc). „Nur" einen Olympiasieg zu erringen, genügt der nach immer neuen Spitzenleistung strebenden Sportwelt heutzutage fast nicht mehr. Es muss dann schon ein Triple her, wenn man in der Welt als eine ganz große Sportgröße wahrgenommen werden will. Halles „Marathon-Man" (Filmtitel aus dem Jahre 1976, bei dem Dustin Hoffmann die Hauptrolle spielte) Waldemar Cierpinski hätte das Triple damals schon schaffen können. Denn nachdem er 1976 in Montreal (am 31. Juli genau vor 40 Jahren) und 1980 in Moskau jeweils als Erster nach den 42,195 Kilometer über die Ziellinie lief, wäre er nicht nur mit dem unbedingten Willen, sondern auch dem sportlichen Können in Los Angeles angetreten, um erneut das gesamte Feld der olympischen Marathon-Läufer hinter sich zu lassen.

Aber daran hinderte ihn der politische Olympia-Boykott der Sowjetunion, dem sich die DDR anschloss. Heulend auf dem Sofa, bekannte er später, sah er sich den Marathon-Lauf in Los Angeles im Fernsehen an. Den Laufbettel hingehauen hat er aber bis heute nicht. Laufen gehört, wie er immer wieder betont, zu seinem Leben wie Sonnenlicht und Atemluft. Die Glücksgefühle, die ihm das Laufen verschafft, hat er sich bis heute bewahrt. Und er ist unermüdlich dabei, sie einer großen Läuferschaar immer wieder aufs Neue zu vermitteln. Vor allem beim von ihm ins Leben gerufenen und heute von Sohn Andre gemanagten Mitteldeutschen Marathon.

Der ruft übrigens am 9. Oktober zum 15. Mal an den Start und zwar wieder in Leipzig! Zwischen 2002 und 2006 war das schon einmal der Fall und zu diesen städteverbindenden Wurzeln kehrt man 2016 zurück. Denn das war auch die ursprüngliche Idee für dieses volksportliche Groß-Ereignis: Einen Marathonlauf nach antikem Vorbild zwischen zwei Orten zu installieren und nach vielen Jahren eine Fortsetzung des 1. Marathons der deutschen Leichtathletik zu starten, der im Jahr 1925 zwischen Leipzig und Halle stattfand.

Zur umfassenden läuferischen Konsequenz Cierpinskis gehört es wohl auch, dass er einst mit Maritta Politz eine erstklassige 800-Meter-Läuferin geheiratet hat. Und dass beide ihre „Läuferherzen" vererbt haben. An Andrè, der den Mitteldeutschen Marathon managt. Natürlich an Falk, der über die „Umwege" Duathlon und Triathlon zur klassischen Lauf-Distanz seines berühmten Vaters kam. Der ist neben dem Laufen im reiferen Alter wieder zur Sportart seiner Kindheit zurückgekehrt, dem Fußball.Die Alten Herren des FSV 67 freuen sich über seine „Mitwirkung", die sicherlich auch mit dazu beigetragen hat, dass Cierpinski heute von sich sagen kann, weit über 250 000 gelaufene Kilometer in den Beinen zu haben.

Dass Cierpinski bis heute noch bekannt wie ein bunter Hund ist, hängt auch mit den Begleiterscheinungen seiner beiden Olympiasiege zusammen. Beim ersten 1976 in Montreal hatte er bei Kilometer 34 seinen ärgsten Konkurrenten, den Favoriten Frank Shorter aus den USA, überholt und ihn dann plötzlich im Stadion VOR sich auftauchen sehen. Warum? Cierpinski war eine nicht geplante Runde zu viel gelaufen, weil eine Tafel ihm das angezeigt hatte. Shorter wartete indes im Ziel auf Cierpinski, um ihm zum Sieg zu gratulieren.

Cierpinskis zweiter Olympiasieg in Moskau ist untrennbar verbunden mit Sportreporter Heinz-Florian Oertel. Der kommentierte den Zieleinlauf mit den legendären Sätzen „Liebe junge Väter oder angehende, haben Sie Mut! Nennen Sie Ihre Neuankömmlinge des heutigen Tages ruhig Waldemar. Waldemar ist da!". Mindestens zwei Familien sollen damals auf Oertel gehört haben.

Ein junger Waldemar liegt dem Senior-Waldemar aber ganz besonders am Herzen: sein erster Enkel Roman Waldemar, der 2012 das Licht der Welt erblickte und dessen Eltern - Sohn Martin und Frau - den frischgebackenen Opa mit dieser Namensgebung überrascht hatten.

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