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Wochenspiegel > Mansfelder Land > Kultur > Hettstedts Stadtgeschichte in neuer Dauerausstellung zu sehen >
Jacqueline Dallmann Jacqueline Dallmann
aktualisiert am 11.03.2020 um 13:51:56

Hettstedts Stadtgeschichte in neuer Dauerausstellung zu sehen

Ein Blick in die Ausstellungsräume. Ein Blick in die Ausstellungsräume.
Foto: Jacqueline Dallmann Galerie (5 Bilder) Galerie (5 Bilder) Galerie (5 Bilder) Galerie (5 Bilder) Galerie (5 Bilder)
Am 2. Juli 1046 wurde Hettstedt das erste mal als „ locus Heiczsteten“ erwähnt. Wie die Stadt zu ihrem Namen kam, ist aber unklar. Es gibt verschiedene Theorien. Welche das sind, erfahren interessierte Besucher in der Dauerausstellung „Die Kupferstadt Hettstedt“. Die Ausstellung im Mansfeld-Museum im Humboldt-Schloss zur Stadtgeschichte Hettstedts beginnt vor 250 Millionen Jahren. „Da lagen weite Teile Europas unter Meer. Dort entstand das Kupfer, das Hettstedt Millionen Jahre später zur Blüte brachte “, erklärt Sebastian Görtz vom Erlebniswelt Museen e.V.
Erlebniswelt Museen ist ein regionaler Museumsverbund in Mansfeld-Südharz. Görtz war für die inhaltliche Ausgestaltung der Ausstellung verantwortlich. Gut anderthalb Jahre wurde an der Konzeption und Umsetzung gearbeitet. Der erste Teil wurde im Frühjahr 2019 eröffnet, der zweite Teil, „Hettstedt von der Frühindustrialisierung bis zur Gegenwart", vor wenigen Tagen.

In der Ausstellung  werden drei Themen gezeigt: Die Bergbaugeschichte, die Geschichte der Familien von Dacheröden und von Humboldt auf dem Gut Burgörner und die Stadtgeschichte Hettstedts.

Frühe Besiedlungsspuren, Minerale, Mansfelder Schlacke, aber auch Alltagsgegenstände aus den verschiedenen Jahrhunderten sind zu sehen. Die Ausstellung ist hell und einladend. Die Exponate sind reduziert und bewusst ausgewählt. Sie stehen im Mittelpunkt und erzählen die Epochen.
Die Geschichte gibt es nicht nur zum Nachlesen auf Tafeln, sondern auch zum Anschauen auf Bildschirmen. So ist die Legende von Nappian und Neucke oder die „Hettstedter Feuermaschine“, die erste Dampfmaschine von 1785, bildlich nacherzählt. Lucie Göpfert aus Halle hat beides illustriert. Der Streifzug durch die Geschichte Hettstedts wird daher nie langweilig.

Der technische Fortschritt, die Silbergewinnung aber auch die Probleme beim Abbau mit Wassereinbrüchen werden erzählt. „Den Tiefpunkt hat Hettstedt im Dreißigjährigen Krieg erlebt. Da gab es 2.100 Einwohner und 1.000 Mann Besatzung. Am Ende des Krieges 1648 lebten noch 502 Einwohner“, so Sebastian Görtz.

Das Gut Burgörner war der Familiensitz der  Familien von Dacheröden. Tochter Caroline war mit Wilhelm von Humboldt verheiratet. Das Paar lebte in den ersten Ehejahren hier. Ein originaler Brief von Wilhelm von Humboldt an seine Caroline ist auch ausgestellt.

Dass Hettstedt einen Kurbetrieb hatte, ist vermutlich nur wenigen bekannt. Die Ausstellung beleuchtet diese zehn Jahre in der Mitte des 19. Jahrhunderts. Körperliche Leiden wurde mit Schlackewasser behandelt.
Der Mansfelder Schlacke und ihrem Einsatz als Pflasterstein in halb Europa ist ein Bereich gewidmet, ebenso wie dem  20. Jahrhundert mit den beiden Weltkriegen und der DDR-Zeit. Für viele Besucher ist ein Modell des Mansfeld Kombinats im Zustand von 1988 ein Exponat, an dem sie lange verweilen. 21.000 Menschen lebten damals in Hettstedt.
Doch auch das ist Stadtgeschichte: Der Weltmeisterpokal des  Hettstedter Spielmannszug „Blau-Weiß“ Flüchtlinge, die in die Kupferstadt kamen.

Veranstaltungen
Geöffnet ist die Ausstellung Mittwoch bis Sonntag  11 bis 17 Uhr. Um Besucher mehrmals in die Ausstellung zu locken, hat man das Programm „1 zu 15“ ins Leben gerufen. Jeden letzten Donnerstag im Monat, immer 11 Uhr, gibt es eine 15-minütige Kurzführung, bei dem ein Ausstellungsobjekt im Detail vorgestellt wird. Das erste Mal am Donnerstag, 26. März.

In „Außer der Reihe“ stehen in unregelmäßigen Abständen Themen im Museum an, die nichts mit dem Bergbau zu tun haben. So gab es schon einen Spinnerei-Kurs, ist ein Filzkurs am 8. April, 11 bis 14 Uhr, (Filzen für den Osterstrauß), am Samstag, 11. April, 11/13/15 Uhr, Geschichten auf der Treppe (Veranstaltung für Kinder von 3 bis 5 Jahren und Familien) und am Ostersonntag, 12. April, soll auf der Humboldt-Wiese ein Osterpicknick stattfinden.

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