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Wochenspiegel > Naumburg > Kultur > Emil Nolde: Der Magier der Farben >
Susanne Christmann Susanne Christmann
aktualisiert am 09.07.2019 um 13:19:51

Emil Nolde: Der Magier der Farben

Vor allem an Noldes Ölgemälde „Abendmahl“ schieden sich damals die Geister. Weil er es gewagt hatte, religiöse Motive mit solch' radikaler Bildsprache darzustellen.    Vor allem an Noldes Ölgemälde „Abendmahl“ schieden sich damals die Geister. Weil er es gewagt hatte, religiöse Motive mit solch' radikaler Bildsprache darzustellen.
Foto: S. Christmann
Halle (sc). Vor 100 Jahren hat die hallesche Moritzburg als Kunstmuseum sieben Werke des Expressionisten Emil Nolde angekauft. Und avancierte damit zum Vorreiter der Moderne in Deutschland.
Denn nicht nur Noldes Malerei war damals heiß umstritten, sondern auch die Frage, ob zeitgenössische Kunst im Museum überhaupt etwas zu suchen habe. Der damalige Direktor der Moritzburg, Max Sauerlandt, aber war Noldes Magie der Farben längst erlegen und löste mit dem Ankauf (unter Rückendeckung von Oberbürgermeister Richard Robert Rive) einen Skandal aus. Vor allem an Noldes religiösen Bildern stieß sich selbst ein Künstler wie Max Liebermann. Mit solch radikaler Bildsprache und den aus der Kindheit erworbenen Bibel-Phantasien und Visionen kam man nicht klar. Nur die „Brücke“-Maler bewunderten und unterstützen ihn. Als später Noldes Bemühungen, von den Nationalsozialisten als Künstler anerkannt zu werden, nichts nützten, zog er sich nach Sebüll an die damalige dänische Grenze zurück. Er bekam Malverbot und seine Werke wurden als entartete Kunst gebrandmarkt.
In der am Samstag in der Moritzburg eröffneten Schau wird der große Maler des 20. Jahrhunderts mit drei seiner bevorzugten Themen präsentiert: den frühen, farbenprächtigen Gartenbildern, den religiösen Gemälden und orientalischen Szenen sowie den exotischen Stilleben und Südseebildern. Zum ersten Mal seit 76 ist dabei das „Abendmahl“, an dem sich seinerzeit die Gemüter erhitzten, wieder in Halle zu sehen. Dabei leiht der Besitzer - das Kopenhagener Statens Museum - das Ölgemälde eigentlich ob seiner Empfindlichkeit nicht aus. Aber für Halle hat man eine Ausnahme gemacht, weil es sich hier um eine besondere Geschichte handelt. Die Schau „Emil Nolde. Farben heiß und innig“ ist bis zum 28. Juli zu sehen.

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