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Wochenspiegel > Naumburg > Kultur > Das 12. „Women in Jazz“-Festival setzt auf Künstlerinnen aus Amerika, Asien und Afrika: Jazz kennt keine Grenzen >
Susanne Christmann Susanne Christmann
aktualisiert am 13.03.2017 um 20:00:27

Das 12. „Women in Jazz“-Festival setzt auf Künstlerinnen aus Amerika, Asien und Afrika: Jazz kennt keine Grenzen

Kein „Women in Jazz“-Festival ohne Cristin Claas. Einen kleinen Vorgeschmack auf die 2017-er Ausgabe gab sie am Montag im Stadthaus mit Christoph Reuter am Klavier. Er schreibt auch die Arrangements für das Big-Band-Abschlusskonzert.     Kein „Women in Jazz“-Festival ohne Cristin Claas. Einen kleinen Vorgeschmack auf die 2017-er Ausgabe gab sie am Montag im Stadthaus mit Christoph Reuter am Klavier. Er schreibt auch die Arrangements für das Big-Band-Abschlusskonzert.
Foto: S. Christmann Galerie (10 Bilder) Galerie (10 Bilder) Galerie (10 Bilder) Galerie (10 Bilder) Galerie (10 Bilder) Galerie (10 Bilder) Galerie (10 Bilder) Galerie (10 Bilder) Galerie (10 Bilder) Galerie (10 Bilder)
Halle (sc). Zwölf Jahre haben die Kultur- und Finanzleute in den Magdeburger Ministerien gebraucht, um den Wert des „Women in Jazz"-Festivals in Halle nicht nur mit warmen Worten zu betonen, sondern es auch finanziell zu unterstützen. Das erste Mal in der Festivalgeschichte kann Festivalinitiator und -Organisator Ulf Herden mit der Landesunterstützung arbeiten, deren genaue Höhe er nicht nennen mochte, die er aber als „angenehme Summe" bezeichnete. Er nutzt sie umgehend auch dafür, die Preise für die Konzerte vom 22. April bis 1. Mai etwas zu senken. Wobei man von vornherein einfach sagen muss: diese charis-matischen Jazz-Damen, die Herden unter dem Motto „Triple A - Begegnung mit dem Jazz aus Amerika, Afrika & Asien" nach Halle eingeladen hat, sind alle ihr Geld mehr als wert!

Das fängt bei der amerikanischen Jazzsängerin Lisa Simone, der Tochter der großen Nina Simone, im Eröffnungskonzert an und hört bei Cristin Claas, die dieses Mal beim Abschlusskonzert Jazz mit einer Big Band präsentieren wird, nicht auf. Als „Artist in Residence" wird die mosambikanische Sängerin Isabel Novella nicht nur ein eigenes Festivalkonzert gestalten, sondern auch beim erstmals aufgelegten Jazz-Gottesdienst n der Pauluskirche mit dabei sein und bei einem Workshop ihre Kenntnisse an interessierte Jazzfreunde weitergeben. Gespannt sein darf man auch auf das mit „Lieblingslieder" übertitelte Konzert mit Anna Maria Sturm. So mancher dürfte die singende Schauspielerin aus den „Polizeiruf 110"-Filmen an der Seite von Matthias Brandt kennen. Nun kommt die ge-rade Mama Gewordene als Sängerin mit ihrem Quintett und ihrem ursprünglich gar nicht zur Veröffentlichung vorgesehenen Debüt-Album „Tales of Woe" zum Festival „Women in Jazz", genauer nach Teutschenthal ins dortige Schloss.

Mit der Pianistin Aki Takase aus Japan kommt eine Free-Jazzerin der Extraklasse zum Festival. Seit fast 40 Jahren gibt sie Konzerte, mehr als 30 Alben hat sie eingespielt. Aki Takase bringt ihren Duett-partner Han Bennink (Drums, Perkussion) mit - das Konzert mit den Beiden sei für „Liebhaber des freien Jazz ein absolutes Muss", schreibt der Veranstalter im Programmheft. Mit dem Attribut „ausgefallen" kann man das Konzert mit dem „Naqsh Duo" aus dem Iran kennzeichnen. Die Musikerinnen Golfam Khayam und Mona Matbou Riahi schöpfen aus der persischen Musiktradition und präsentieren sie im zeitgenössischen Gewand. Ungewöhnlich auch ihre instrumentale Be-setzung: klassische Gitarre trifft hier auf Klarinette.

Mit Younee aus Korea kann man beim Festival Solo-Pianospiel zwischen Jazz, Klassik und Pop erleben. Sie soll ein Multitalent sein - als vir-tuose Pianistin, Sängerin und Songschreiberin. Richtig exotisch dürfte der Jazz für europäisch-hallesche Ohren mit Oum werden. Denn die marokkanische Jazzsängerin bringt ein Stück Wüstenmagie mit zum Festival. Sie hat ihr 2016 erschienenes Album „Zarabi" mit ihrer Band draußen in einer Wüsten-Oase aufgenommen, nicht im Studio. Mit Meshell Ndegeocello aus den USA kommt, so verspricht es der Veranstalter, ein absoluter Weltstar nach Halle. Die Multiinstrumentalistin spielt hautpsächlich Bass und singt natürlich.

Mit Tia Fuller aus den USA werden Feuer und Drive von Beyoncès Saxofonistin das Festival bereichern. Fullers musikalischer Ansatz ist es, sowohl die klassischen als auch modernen Sounds einzufangen und sie in ihrem ei-genen Stil zu vereinigen. Ku-banisch-karibischen Sound mit Swing, Blues und Pop kommt mit Addy Mercedes nach Halle. Schließlich darf Festival-Liebling Cristin Claas, wie schon gesagt, zum Ab-schlusskonzert mit ihrem Trio und dem Berlin Jazzorchestra & Mark Secara den schon lange gehegten Traum vom Jazz im Big-Band-Sound wahr werden lassen.

Das komplette Programm - inklusive Opening auf dem Hauptbahnhof, SaaleJazz auf der Peißnitz und die Jazz-Stadtrundgänge mit Volkhard Brock - gibt es im Netz unter www.womeninjazz.de

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