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Thomas Schmidt Thomas Schmidt
aktualisiert am 30.09.2015 um 09:17:24

Selber filmen und Kunst erleben

Die Kindergartenkinder des Christophorushauses in Wolfen-Nord drehen in einer Wahrnehmungsschule ihren eigenen Dokumentarfilm.   Die Kindergartenkinder des Christophorushauses in Wolfen-Nord drehen in einer Wahrnehmungsschule ihren eigenen Dokumentarfilm.
Foto: Thomas Schmidt
Eine Kreative Woche im kindlichen Spektrum als offene Kunst. Sehen, hören, fühlen und kindlich im eigenen Umfeld umsetzen.

Wolfen (ts).
Kreative Kunst für Kinder in einer kulturarmen Region? Sicher nicht ganz, doch Bitterfeld-Wolfen kann man nicht mit Halle, Leipzig oder Berlin vergleichen. Um Kindern einen Zugang zur Kunst näher zu bringen, gibt es das Projekt Kunstwelten. Für Maria Mohr ist es selbstverständlich, vor allem Kindern Kunst in einer Region näher zu bringen, wo dies nicht selbstverständlich ist.

Die freischaffende Künstlerin studierte Architektur und Film. Letzteres hat die Wahlberlinerin den Kindergartenkindern des Christophorushauses in Wolfen-Nord vermittelt. Gemeinsam drehten Sie einen Dokumentarfilm rund um das Thema "Stadt-Träume" - Mohr vermittelt eine reale Wahrnehmungsschule, die manchmal surreal daherkommt. Dabei wurden Alltagsgeschehnisse mit der Kamera eingefangen.

Ganz vereinfacht geht es um Überraschungen, staunen und genau hinschauen oder sehr genau hinhören. Die Kinder sollten hier ihr ganz persönliches und eigenes Umfeld kindlich aufnehmen und wirklich und dokumentarisch analysieren. Zu den Filmsequenzen wurden auch noch Tonsequenzen erstellt. Im Filmschnitt werden dann Filmteile mit Tönen hinterlegt, die gar nicht zueinander gehören oder passen. Hier sollen die Sinneswahrnehmungen sensibilisiert und vor allem die kreative Fantasie angeregt werden.

Das Ergebnis der Wahrnehmungsschule, schauen sich Maria Mohr und die Kindergartenkinder des Christophorushauses gemeinsam am 15. Oktober an.

Maria Mohr: 1974 in Mainz geboren, studierte in Paris und Darmstadt Architektur und an der Universität der Künste in Berlin Experimentelle Mediengestaltung sowie Kunst und Medien. Für ihren Abschlussfilm Cousin und Cousine (2005) wurde sie u. a. mit dem Deutschen Kurzfilmpreis 2005 (Silber) und dem 3sat-Förderpreis bei den Internationalen Kurzfilmtagen in Oberhausen ausgezeichnet. Sie war 2011 Villa-Serpentara-Stipendiatin und 2013 Berlin-Stipendiatin der Akademie der Künste.

 

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