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Wochenspiegel > Mansfelder Land > Heimatgeschichten > Neue Ausstellung in Luthers Sterbehaus >
Jacqueline Dallmann Jacqueline Dallmann
aktualisiert am 23.05.2019 um 17:50:10

Neue Ausstellung in Luthers Sterbehaus

Zu der feierlichen Eröffnung der Sonderausstellung „ARS MORIENDI – Ein zeitgenössischer Blick“ kamen am Dienstag rund 50 Kunstinteressierte aus der ganzen Region in Luthers Sterbehaus. Im Beisein der Künstlerinnen führten Stiftungsdi-rektor Dr. Stefan Rhein und die Kuratorin Jutta Jahn in die Ausstellung ein, die nun bis zum 3. November in Eisleben zu sehen ist.
Sterben ist ein biologisches Ereignis, das schon immer kulturell beeinflusst war. Dementsprechend unterlag der Umgang mit ihm im Laufe der Zeit einem stetigen Wandel. So verstanden die Menschen im Mittelalter und der frühen Neuzeit den Tod als integralen Bestandteil des Lebens und akzeptierten ihn. Sie starben in i-rem alltäglichen Umfeld im Beisein ihrer Familie und Freunde. Heute jedoch sind der Tod und das Sterben aus der Wahrnehmung unserer Gesellschaft gerückt. Mehr und mehr wird so das Sterben tabuisiert und ausgeblendet.
„Während man im 15. und 16. Jahrhundert vorbereitet sterben wollte, also seinen Tod hinsichtlich Seelenheil, Abschiednehmen und Hinterlassenschaft geregelt wissen wollte, möchten wir heute lieber jäh und plötzlich sterben und uns nicht vorher mit unserem eigenen Tod auseinandersetzen“, sagte Stefan Rhein. „Dieses Thema passt wunderbar in unser Museum Luthers Sterbehaus, da wir uns hier mit unserer Dauerausstellung auch mit der Sterbekultur beschäftigen“.
Dieses sensible Thema greift die Sonderausstellung „ARS MORIENDI – Ein zeit-genössischer Blick“ auf und fragt nach dessen Bedeutung in unserer Gegenwart und in der heutigen Kunst. Dafür präsentiert die Sonderausstellung 13 beeindru-ckende Werke von Künstlerinnen aus Halle/Saale, Leipzig, Salzatal, Berlin und Potsdam. Sie setzen sich mit dem Sterben und dem Tod auseinander und drücken ihre individuellen Zugänge zu diesem Thema künstlerisch mit verschiedenen Fo-men und Stilen aus. Entstanden sind bewegende Kunstwerke, darunter Fotogra-fien, Installationen, Drucke, Zeichnungen und Objekte, die dazu auffordern, sich mit dem unumgänglichen Schlusspunkt jeder menschlichen Existenz auseinanderzusetzen – und ihm im besten Fall etwas von seinem Schrecken zu nehmen.
„Ich erhoffe mir, dass die Gäste durch ihren Besuch der Ausstellung dazu angeregt werden, sich mit ihrem eigenen Weggang zu beschäftigen und dass sie, so lange sie die Möglichkeit haben, ihre Dinge ordnen“, so die Kuratorin Jutta Jahn.

 

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