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Wochenspiegel > Naumburg > Auf dem Weg zum Welterbe > Leserbrief - Essen wie im Mittelalter >
Cord Gebert Cord Gebert
aktualisiert am 18.06.2014 um 12:53:00

Leserbrief - Essen wie im Mittelalter


Foto: privat
Schleberoda (red). Im Rahmen des Naturpark-Wettbewerbes „Meine WELT. Mein ERBE. Alles handgemacht“, erlebten Schleberodaer Kinder im Alter von 6 bis 13 Jahren einen etwas anderen Tag.
Die 20 jungen Teilnehmer sollten erleben, wie mühselig es in der Gründerzeit ihres Heimatortes Mitte des 13. Jh. war, Nahrungsmittel herzustellen oder zu finden und satt zu werden. Dazu trafen sie sich bereits einige Wochen zuvor, um unter fachkundiger Anleitung Teller und Becher zu töpfern. Dann waren alle zur Stelle, selbst und auf alte Art und Weise Butter, Quark, Brot und einen Fruchtaufstrich, sowie Holunderblütenbrause herzustellen.

8 Uhr am Morgen begann der Mittelaltertag. Auf dem Sportplatz wurde ein schattiges Lager aufgeschlagen, um gemeinsam die selbst hergestellten Erzeugnisse zu verzehren. Im Anschluss daran wurden in und um das Dorf wildwachsende Heil- und Würzkräuter gesucht. Natürlich musste nun auch gleich das Mittagessen über offenem Feuer vorbereitet und selbst gekocht werden. Zur Wahl standen Brennnesselsuppe und Hirsebrei. Neugierig, wie die Kinder waren, probierten tatsächlich alle die natürlich nicht wie Mamas Sonntagssuppe aussehende Brennnesselsuppe. Einigen schmeckte sie sogar so gut, dass sie sich einen Nachschlag holten.

An diesem Tag wurde allerdings nicht nur gekocht und gegessen, die Kinder lernten zum Beispiel auch den altgermanischen Weidezaun der Familie Wuttke kennen und dessen aufwendige Erhaltung. Zudem konnten sie sich im Wolle Spinnen versuchen. Natürlich gönnten sie sich auch einmal eine Spielpause oder hörten Märchenerzählern zu.

Den Kindern hat besonders das gemeinsame Kochen gefallen, selbst den älteren Jungen. Fasziniert stellte zudem ein Mädchen fest, dass man auch ohne elektrischen Strom auskommen kann. Da dieser lehrreiche Tag niemals ohne Hilfe geglückt wäre, soll an dieser Stelle allen Sponsoren von Lebensmitteln, Kesseln und Gerätschaften, sowie natürlich allen Helfern gedankt werden. Ein ganz besonderes Dankeschön geht dabei an die Familie Gesch, welche nicht nur ihren leckeren Honig spendierte, sondern auch mit Rat und Tat den Organisatoren jederzeit beiseite stand.

Lisa Zawada und Birgit Hofmann, Heimaltverein Schleberoda e.V.

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