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Wochenspiegel > Quedlinburg > Aktionsjahr: Typisch Sachsen-Anhalt > Wiege über der Selke >
Michael Randhahn Michael Randhahn
aktualisiert am 13.01.2014 um 14:27:02

Wiege über der Selke

Der Bergfried mit einem Durchmesser von 9,5 Metern diente als letzte Zuflucht bei einem Angriff. Die zweischaligen Mauern des etwa 27 Meter hohen Turms im Süden der Kernburg waren drei Meter dick. Der Bergfried mit einem Durchmesser von 9,5 Metern diente als letzte Zuflucht bei einem Angriff. Die zweischaligen Mauern des etwa 27 Meter hohen Turms im Süden der Kernburg waren drei Meter dick.
Foto: and
Landkreis (and). Die Burg Anhalt liegt 150 Meter über dem Selketal. Besser gesagt: die Reste des einst so imposanten Bauwerkes, das dem Land Anhalt den Namen gab. Wer sich heute dorthin aufmacht, läuft einen gut be-schilderten Waldpfad zwischen Eichen und Buchen hinauf. Diesen 1,3 Kilometer Fußmarsch auf dem Hohlweg haben vor 800 Jahren schon die Askanier genommen. Heute ist er Teil des Naturpark Harz.

Die Burg Anhalt wurde zu Beginn des 12. Jahrhunderts von Graf Otto von Ballenstedt auf dem Großen Hausberg rund fünf Kilometer von Mägdesprung errichtet. Nur wenige Jahre später, im Jahre 1140 wurde sie bereits bei einer Fehde zwischen dem Welfenherzog Heinrich der Löwe und dem Askanier Albrecht der Bär zerstört. Albrecht ließ sie in der Folgezeit größer und schöner als Fürstenresidenz wieder aufbauen und reformierte dabei den Burgenbau. Unter Verwendung des neuen Baumaterials Backstein entstand eine der prächtigsten Burgen der damaligen Zeit. Die repräsentative Burg Anhalt - der Name leitet sich aus dem Althochdeutschen „Aneholt" (ohne Holz) ab - war fast so groß wie die Wartburg. Seit dem 14. Jahrhundert war die Burg unbewohnt und begann zu verfallen.

Herzog Alexius von Anhalt-Bernburg ließ im Jahre 1822 einen Burgbrunnen ausgraben. Die verwahrloste Ruine wurde im Zuge der patriotischen Rückbesinnung auf die Landesgeschichte 1827 erstmals in Teilen be-räumt. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts erfolgten weitere Restaurierungen. Teile des mehrgeschossigen Pal-as, des repräsentativen Saal- und Wohnbaus mit unverglasten großen Bogenfenstern, wurden von 1902 bis 1907 ausgegraben, was erstmals zu einem genauen Plan der Burg führte. Der ge-plante Wiederaufbau der Burg scheiterte aber an den knappen Finanzen des anhaltinischen Fürstenhauses, heißt es auf einer Hinweistafel.

Heute ist die Burg Anhalt ein Gedenkort. Das Fundament der Burg besteht aus Grauwacke, einem Harzer Granitstein. Die Gebäude wurden aus Ziegelstein errichtet. Diese leuchtend rote Burg muss einst imposant ausgesehen haben.

Dass die Reste der „High-Tech-Burg" aus im Selketal gebrannten Ziegeln im historischen Klosterformat heute wieder erlebt werden können, verdanken sie auch dem 800. Geburtstag Anhalts vor zwei Jahren. In einem Großprojekt wurden Wege verlegt, Sichtachsen etwa zur Burg Fallenstein existieren wieder und die kleine Kapelle im nördlichen Teil der Kernburg ist dokumentiert. Die Mauerreste von Kapelle, Wohntrakt, Bergfried und Ringmauer werden den Besuchern unter dem Motto „ANHALT(en) im Naturpark Harz" auf Schautafeln leichtverständlich erläutert.

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