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 Lothar Hanke Lothar Hanke
aktualisiert am 22.01.2014 um 09:31:40

Hugo Junkers - mehr als nur eine Ju 52

Das von Hugo Junkers entworfene Stahlhaus. Fünf Versuchsbauten wurden davon gefertigt.    Das von Hugo Junkers entworfene Stahlhaus. Fünf Versuchsbauten wurden davon gefertigt.
Foto: Detlef Barth Galerie (3 Bilder) Galerie (3 Bilder) Galerie (3 Bilder)
380 Patente meldete Hugo Junkers während seiner Schaffenszeit an

Dessau (db). Im Dessauer Technikmuseum „Hugo Junkers" e. V., welches sich in der Kühnauer Straße in Dessau befindet, können sich interessierte Besucher über das Lebenswerk Hugo Junkers und die Junkerswerke als wichtigen Bestandteil der Industriegeschichte der Stadt Dessau anhand zahlreicher Exponate umfassend informieren. Der „Star" unter den Ausstellungsstücken ist eine in Norwegen geborgene „Ju 52/3m", die über viele Jahre nahezu authentisch rekonstruiert wurde, aber leider nicht flugfähig ist.

Doch für die Mitglieder des Technikmuseums ist Hugo Junkers nicht nur der Flugzeugpionier, denn für Professor Hugo Junkers stehen insgesamt 380 Patente, stehen Neuerungen für die Arbeits- und Lebensumwelt, für ihn stehen vor den Flugzeugen auch die Erfindung des Kalorimeters, die erste Gastherme oder die Entwicklung des Stahlhauses.

Und genau das ist es, was im Museum hochgehalten werden soll. „Allein die Erfindung des Kalorimeters, welches es erstmals möglich machte, die Heizwerte von Gasen zu bestimmen und aufzuzeichnen, revolutionierte die Welt der Verbrennungsmaschinen. Diese Erfindung, da war er noch junger Gasmotoreningenieur bei Oechelhaeuser, meldete Junkers 1892 zum Patent an und 1893 erhielt er dafür auf der Weltausstellung in Chicago eine Goldmedaille", erklärt Vorstandsmitglied Klaus Lehr. Fast daneben steht im Ausstellungsbereich ein Durchlauferhitzer aus dem Jahr 1903. Junkers entwickelte 1894 seinen ersten Gasbadeofen und dieser Durchlauferhitzer bildet den Durchbruch in den deutschen Badezimmern der damaligen Zeit. Besonders die ausgeklügelte Sicherheitstechnik, die verhinderte das die Flamme brannte ohne das Wasser lief, war revolutionär. Es musste immer erst der Wasserhahn geöffnet werden, bevor der Gashahn geöffnet werden konnte. Umgekehrt musste erst der Gashahn geschlossen werden, bevor das Wasser abgestellt werden konnte. Dass in heutigen Wohnungen Gasheizungen eingebaut werden können, ist dieser Erfindung von Hugo Junkers zu verdanken. Zu Zeiten der DDR wurde das Prinzip in den „Forster-Heizungen" ebenso angewandt.

Für die Technikfans sehr interessant ist auch der Jumo 205 (Junkersmotor). Hierbei handelt es sich um einen Gegenkolbenmaschine, die auf dem Zweitaktprinzip basiert. Integriert ist hier schon ein Turbolader und die Landeluftkühlung. 1929 wurde dieser Junkers Flugdiesel (Jumo) 4 in einer F 24 erstmals flugerprobt. Die Serienausführung flog später als Jumo 205 z. B. in der Ju 86. Diese Motoren wurden dann auch in Flugzeugen anderer Hersteller verwendet.

Ein weiteres Forschungsgebiet von Hugo Junkers war, Stahlblech für den Wohnungsbau zu nutzen. Er entwickelte das „Junkers-Stahlhaus". 1999 konnte das Technikmuseum das einzige, 1931 gebaute, noch erhaltene Stahlhaus, in München erwerben und in die Museumshalle umsetzen. Seine Idee war, Stahlhäuser im Baukastensystem als reine Blechbauten zu entwickeln. Sie sollten zum Bespiel den Wohnraummangel in den Entwicklungsländern und in dicht besiedelten Gebieten vermindern. Technikmuseumsgeschäftsführer Gerd Fucke fügt bei geführten Rundgängen hinzu: „Das war Junkers Verständnis vom bezahlbaren Wohnen". Insgesamt wurde fünf Versuchshäuser gebaut. Hier im Museum kann man sehen, wie zum Beispiel verschiebbare Innenwände oder die Wärmedämmung geplant waren.

Doch das Technikmuseum ist nicht nur Museum, sondern übernimmt auch die Rolle der Bildung. So waren im letzten Jahr über 400 Schülerinnen und Schüler aus Dessauer Schulen beim „Geschichts- und Techniktag" dabei. Geschäftsführer Gerd Fucke bietet den Besuch des Technikmuseums immer gern Schulklassen und Lernaktive zur Bereicherung des Unterrichtes an.

Bei rechtzeitiger Anmeldung steht eine kompetente Führungsperson für den Rundgang bereit.

Kontakt und Infos

Förderverein Technikmuseum „Hugo Junkers" Dessau e. V., Dessai-Roßlau, Kühnauer Str. 161a, 06846 Dessau-Roßlau, Telefon: 0340 6611982

Internet: www.technikmuseum-dessau.de,

Öffnungszeiten: tgl. von 10 bis 17 Uhr, Eintritt: Erwachsene 4,00 Euro, Kinder 1,50 Euro; Familien 9,00 Euro und Fotoerlaubnis 1,00 Euro.

Museumsführungen bitte vorher anzumelden.

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