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Wochenspiegel > Wittenberg > Aktionsjahr: Typisch Sachsen-Anhalt > Verschmolzen vor Stahlgiganten >
Wolfgang Gorsboth Wolfgang Gorsboth
aktualisiert am 12.02.2014 um 16:10:04

Verschmolzen vor Stahlgiganten

Die Stahlgiganten sorgen auf der in den Gremminer See ragenden Halbinsel für eine einmalige Kulisse. Die Stahlgiganten sorgen auf der in den Gremminer See ragenden Halbinsel für eine einmalige Kulisse.
Foto: Ferropolis GmbH Galerie (2 Bilder) Galerie (2 Bilder)
Drei Tage feiern vor der unvergleichlichen Kulisse von Ferropolis

Das Melt!-Festival lockt vom 18. bis 20. Juli etwa 20.000 Besucher in die Baggerstadt.

Gräfenhainichen (wg).
Das 1995 gegründete Ferropolis ist ein Ort der Kontraste mit einer bewegten Vergangenheit und einer in die Zukunft orientierten Gegenwart: Die Stadt aus Eisen war Energie und Technik, heute ist sie mit ihrer Arena ein buntes, kulturelles Zentrum, das bei Großveranstaltungen bis zu 25.000 Zuschauern Platz bietet. Die fünf schweren Braunkohle-Tagebaugiganten, drei Bagger und zwei Absetzer, stehen als Relikte einer vergangenen Zeit auf der Halbinsel mitten im Gremminer See - als erlebbares Industriemuseum und als eine einzigartige Kulisse für Musikfestivals:Ein bemerkenswerter Wandel, der typisch ist für Sachsen-Anhalt.

Das ambitionierte Konzept für die kulturelle Nachnutzung einer Bergbaufolgelandschaft war eines der herausragenden Projekte für den Korrespondenzstandort der Weltausstellung Expo 2000. Heute sind die fünf eisernen Titanen Sinnbild des „Industriellen Gartenreiches" im Städtedreieck Dessau-Wittenberg-Bitterfeld - und Europas größte Stahlskulptur. „Es ist diese Kulisse, die Melt! von anderen Festivals unterschiedet", erklärt Ferropolis-Geschäftsführer Thieß Schröder. Seit 1999 ist Ferropolis die Heimat des Melt!, und die Veranstalter wissen um die Einzigartigkeit ihrer Location. 

Obwohl die Kapazität des Geländes mit 20.000 Besuchern fast an ihre Grenzen stößt, gibt es keine ernsthaften Überlegungen, das Festival an einen anderen Ort zu verlegen: „Melt! und Ferropolis sind untrennbar miteinander verknüpft." Zudem gehört das Festival bei den Künstleragenturen europaweit zu den zehn beliebtesten Events dieser Form, weil es den Musikern in Erinnerung bleibt. Mehrfach wurde es ausgezeichnet, unter anderem mit dem „Live-Entertainment-Award." Im Melt!-Office laufen die Vorbereitungen für das Spektakel in Ferropolis vom 18. bis 20. Juli auf Hochtouren. Ein blitzendes Lichtermeer und pulsierende Beats, die Stadt aus Eisen erwacht aufs Neue, drei Tage und drei Nächte wird gefeiert. 

Mehr als 120 Bands, DJ's und Solokünstler werden erwartet, die auf insgesamt fünf Bühnen auftreten, wobei Pyrotechniker und Video-Artisten die Kulisse der Baggerstadt kunstvoll inszenieren. Newcomer und internationale Größen treffen unter den Stahlgiganten aufeinander, auch die 14. Auflage wartet mit einem erstklassigen Programm auf. Ganz besonders freut sich der Ferropolis-Geschäftsführer über die Zusage von „Portishead“, die das Festival mit einer ihrer rar gesäten Performances beehren wird. Das Dreiergespann aus Bristol formt seit Mitte der 90er Jahre die Musiklandschaft maßgeblich mit. Ebenfalls dabei sind „Röyksopp and Robyn" mit skandinavischem Elektropop und der Melt!-Enthusiast der ersten Stunde Fritz Kalkbrenner. 

„Das Festival ist der Star und nicht die teuerste Band", beschreibt Schröder die Philosophie von Melt!. Die Qualität zählt und die Mischung der verschiedenen Stilrichtungen, die einmal mehr Fans der Indie-, Techno-, Rock-, Pop- und Elektronikszene zusammenbringt. Während vor wenigen Jahren die Festivalbühnen noch allein Rock- und Popbands vorbehalten waren und sich die Technoszene mit Rave-Veranstaltungen ihr Gegenkonzept entworfen hatte, treffen bei Melt! in Ferropolis die früheren Parallelwelten aufeinander, verschmelzen Avantgarde und Tradition ganz im Sinne des Festivalnamens, denn „Melt!" heißt „Schmilz!". 

„40 Prozent unserer Besucher stammen aus dem Ausland", unterstreicht Schröder die Entwicklung von Melt! von einem Geheimtipp zu einem der schönsten und renommiertesten Festivals in Europa. Der Ferropolis-Geschäftsführer, der an der TU Berlin Landschaftsplanung studierte und Inhaber eines Verlages ist, sieht in Ferropolis eines der wichtigsten Referenzprojekte der europäischen Industriekultur. Vom 18. bis 20. Juli wird er jeden Tag vor Ort sein, und das nicht nur in seiner Funktion als Geschäftsführer: „Melt! verspricht ein tolles Musikerlebnis, das Publikum ist qualitätsbewusst, die Atmosphäre international und das Ambiente außergewöhnlich."

 

Leserkommentare:


scharnowski uwe, ruhpolding:
"als ehemaliger arbeiter im tagebau golpa-nord finde ich es sehr gut das diesem industriedenkmal so gutes kulturelles intresse geschenkt wird"


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