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Wochenspiegel > Wittenberg > Aktionsjahr: Typisch Sachsen-Anhalt > Die Kröten wandern wieder >
Wolfgang Gorsboth Wolfgang Gorsboth
aktualisiert am 12.03.2014 um 19:32:14

Die Kröten wandern wieder

Die Gelbbauchunke ist der Lurch des Jahres 2014, ihr gilt in diesem Jahr das besondere Augenmerk der Naturschützer. Die Gelbbauchunke ist der Lurch des Jahres 2014, ihr gilt in diesem Jahr das besondere Augenmerk der Naturschützer.
Foto: NABU/B. Scheel Galerie (1 Bild)
Autofahrer müssen runter vom Gas und Rücksicht nehmen

Milde Temperaturen locken Amphibien aus ihren Winterquartieren.

Wittenberg (wg).
In diesem Jahr kommt alles früher: Die Schneeglöckchen, die Krokusse, die Pollenallergie – und die Krötenwanderung. Seit dem freundlichen Wochenende haben sich auch bei Fröschen, Kröten und Molchen Frühlingsgefühle breit gemacht. Massenhaft starten sie jetzt ihre Reise zum Laichen in jene Gewässer, in denen sie geboren wurden. Doch die uralten Routen werden mittlerweile häufig von Straßen durchschnitten. „Autofahrer sollten auf Hinweisschilder achten und auf gewässernahen Straßen das Tempo drosseln“, empfiehlt NABU-Kreisvorsitzender Jürgen Berg. Vor allem bei leichtem Regen zwischen Dämmerung und Mitternacht sind die Amphibien bevorzugt unterwegs. Nicht nur das Überfahren mit dem Autoreifen ist tödlich, sondern auch die Druckluft, die bei Geschwindigkeiten von mehr als 30 Stundenkilometern entsteht, kann die Tiere beim Vorbeifahren töten.

Um die Kröten vor dem fast sicheren Roadkill zu bewahren, wurden im Kreis Wittenberg rechtzeitig Krötenzäune aufgestellt, sie zwingen die Tiere, an diesen unüberwindlichen Zaun entlang zu wandern. Dabei fallen sie in einen von zahlreichen eingegrabenen Eimern, von wo sie täglich von aktiven Naturschützern eingesammelt und in Sicherheit wieder ausgesetzt werden. Das Jahr der Erdkröte kennt insgesamt drei Wanderzeiten: Aus den Winterquartieren machen sich die Tiere zwischen März und April auf die Laichwanderung zu den Gewässern, Wärme und Regen motivieren hierbei besonders stark. Danach setzt eine Ruhephase ein mit anschließender Wanderung ins Sommerquartier, und ab September werden wieder die Winterquartiere aufgesucht. 

„Hunderttausende Amphibien in Deutschland verdanken ihr Weiterleben und die Chance, für Nachwuchs zu sorgen, den ehrenamtlichen Tierfreunden, die Fangzäune aufstellen, die Tiere einsammeln und sie über die Straße bringen“, betont Berg, „diese Einsätze leisten einen wichtigen Beitrag zum Artenschutz.“ Erfreulicherweise seien im Kreis Wittenberg in den vergangenen Jahren an vielen Brennpunkten im Zuge der Straßensanierungen neue stationäre Einrichtungen wie Krötentunnel eingebaut worden.

Info:

Trotz aller Schutzmaßnahmen werden die Autofahrer gebeten, an den beschilderten Strecken entlang der Krötenzäune erhöhte Vorsicht walten zu lassen und dort die Geschwindigkeit deutlich zu reduzieren. Außerdem bittet der NABU Autofahrer, überfahrene Amphibien zu zählen und zu melden. Seit 2002 dokumentiert der NABU das bundesweite Wanderungsgeschehen tagesaktuell im Internet, inzwischen beteiligen sich mehr als 400 Naturschutzgruppen. Termine zum Amphibienschutz wie Seminare, Vorträge und Exkursionen sind im NABU-Terminkalender enthalten.

 

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