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Wochenspiegel > Wittenberg > Aktionsjahr: Typisch Sachsen-Anhalt > ​Ein langes Leben für den Sport >
Wolfgang Gorsboth Wolfgang Gorsboth
aktualisiert am 01.04.2014 um 21:28:42

​Ein langes Leben für den Sport

Große Freude: Klaus-Uwe Kothe (Bildmitte mit Moderator Andreas von Thien) wurde auf der Sport-Gala des Wittenberger Kreissportbundes von Ministerpräsident Reiner Haseloff (ganz rechts) mit dem „Sport-Oscar“ für sein Lebenswerk geehrt. Große Freude: Klaus-Uwe Kothe (Bildmitte mit Moderator Andreas von Thien) wurde auf der Sport-Gala des Wittenberger Kreissportbundes von Ministerpräsident Reiner Haseloff (ganz rechts) mit dem „Sport-Oscar“ für sein Lebenswerk geehrt.
Foto: Privat Galerie (2 Bilder) Galerie (2 Bilder)
Klaus-Uwe Kothe ist ein „Sportverrückter“ im positiven Sinne

25 Jahre Vorsitzender von Blau-Rot Coswig, Kapitän wird 70 - und geht noch nicht von Bord.

Coswig (wg).
Zwei große Höhepunkte wird es in diesem Jahr für Klaus-Uwe Kothe geben: Am 29. August feiert er seinen 70. Geburtstag und am 1. Dezember ist er 25 Jahre lang Vorsitzender des SV Blau-Rot Coswig. Kothe ist im besten Wortsinn ein sportverrückter Mensch, eine Institution in Coswig und im Kreis Wittenberg, der 55 Jahre seines Lebens dem Sport gewidmet hat. Dafür wurde er Ende Januar 2014 auf der 15. Sport-Gala des Kreissportbundes Wittenberg für sein Lebenswerk ausgezeichnet: Ehrengast Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) überreichte Kothe den „Wittenberger Sportring“, kurz auch „Sport-Oscar“ genannt.

„Es war eine tolle Veranstaltung, toll auch deshalb, weil an diesem Abend unser Verein noch drei weitere Auszeichnungen erhielt“, blickt Kothe zurück, der sich vor allem darüber gefreut hatte, dass sich der Ministerpräsident persönlich vom Tisch der Coswiger verabschiedete. Dass wenig später Bürgermeisterin Doris Berlin (parteilos) und Stadtratsvorsitzender Albrecht Hatton (CDU) ihm persönlich zum „Sport-Oscar“ gratulierten, unterstreiche das gute Verhältnis zwischen Kommunalpolitik und Sport.

„Sport braucht Politik, Politik braucht Sport“, betont Kothe. Ohne eine gute Sportpolitik könne sich kein guter Leistungs- und Breitensport entwickeln, denn die Politik schaffe die notwendigen Voraussetzungen wie Infrastruktur. Auch Sponsoren seien wichtig, ohne sie wäre die finanzielle Säule der Vereine nicht gesichert. Sport wiederum sei der Kitt, der die Gesellschaft zusammenhalte; in kaum einem anderen Bereich seien so viele Ehrenamtliche tätig. Wer schon als Kind oder Jugendlicher Sport betrieben habe, werde davon ein Leben lang geprägt: „Sport steht für Werte wie Fairness, Teamfähigkeit und Verantwortung“, betont Kothe. Deshalb sei es immer sein Ziel gewesen, jungen Menschen den Sport nahezubringen.

Und das mit großem Erfolg, denn von den 454 Mitgliedern sind 40 Prozent Kinder und Jugendliche. Der Vereinsvorsitzende hat einen guten Draht zum Nachwuchs, fördert dessen Eigenständigkeit und Leistungsorientierung. Auch die soziale Verantwortung wird großgeschrieben: „Unsere Türen sind immer offen für Ausländer und Asylbewerber, sie können bei uns trainieren und Mitglied werden.“ Sechs Abteilungen gibt es bei Blau-Rot Coswig, mit 213 Mitgliedern sind die Handballer die stärkste, gefolgt von den Fußballern mit 131. Weitere Abteilungen sind Turnen, Gesundheitssport und Gymnastik, Kegeln, Volleyball und Kraftsport.

„Wir sind gut über die Wende gekommen und blieben als Mehrspartenverein erhalten“, resümiert der Vorsitzende. Lediglich die Wassersportler haben sich 1990 selbständig gemacht und die Abteilung Tischtennis ist nach Griebo gewechselt, weil mit Schließung des Gymnasiums die Aula als Trainingsort entfiel. Am 1. Dezember 1989 wurde Kothe Vorsitzender der damaligen BSG Chemie Coswig, die 1990 in den SV Blau-Rot Coswig umbenannt wurde. Keine leichte Zeit, denn der Verein musste ohne den finanzstarken Großbetrieb im Rücken auskommen. Kothes sportliche Laufbahn begann bereits 1959 bei der SG Dynamo Grimmen in Mecklenburg-Vorpommern als aktiver Ringer. 

In Grimmen machte er Abitur und nach der Armeezeit kam er der Ausbildung wegen nach Coswig, wo er Chemiefacharbeiter lernte. In Magdeburg absolvierte er ein Studium zum Ingenieur für chemische Technologie und arbeitete bis 1992 im Coswiger Chemiewerk, unter anderem in der Forschung und als Laborleiter.
Seit 1970 ist er für den Coswiger Sport tätig, maßgeblich wirkte er am Neuaufbau der Sektion Leichtathletik mit. 18 Jahre war er stellvertretender Vorsitzender des Trainingszentrums Leichtathletik, 14 Jahre Sektionsleiter des Trainingszentrums Leichtathletik und Leitungsmitglied der BSG Chemie. 

„Wir haben großen Wert darauf gelegt, die jungen Sportler langsam aufzubauen und nicht vorzeitig zu verbrennen“, sagt Kothe. In dieser Zeit pflegte er enge Kontakte zu Manfred Kuschmann, Goldmedaillengewinner bei den Europameisterschaften 1974 in Rom, und Wademar Czierpinski, zweifacher Olympiasieger im Marathon.
Viele Jahre engagierte sich Kothe im Kreissportbund (KSB) Roßlau, dann im KSB Zerbst und nach der letzten Kreisgebietsreform von 2007 bis 2009 auch als Vorstandsmitglied im KSB Wittenberg. Kothe hat alle Auszeichnungen des Landessportbundes, darunter die Ehrennadel in Gold und die Eintragung ins Ehrenbuch. 

Er hat sich immer dafür eingesetzt, dass im Verein und in den Sportbünden organisatorisch und finanziell alles reibungslos verläuft. „Die Auszeichnung mit dem ‚Sport-Oscar’ ist Ansporn für weitere erfolgreiche Arbeit im Team“, erklärt Kothe. Eigentlich wollte er mit 70 Jahren aufhören, aber wenn im November 2014 Vorstandswahlen anstehen und sich bis dahin kein Nachfolger findet, wird Kothe noch einmal für zwei Jahre zur Verfügung stehen – der Kapitän bleibt an Bord.


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