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Wolfgang Gorsboth Wolfgang Gorsboth
aktualisiert am 28.05.2014 um 16:57:04

Schönstes Stadtfest in Deutschland

Arne Lietz und Katja Wartmann sind drei Tage lang Martin Luther und Katharina von Bora, Fabian Matthes und Josefine Hein stellen das Kinder-Lutherpaar dar. Arne Lietz und Katja Wartmann sind drei Tage lang Martin Luther und Katharina von Bora, Fabian Matthes und Josefine Hein stellen das Kinder-Lutherpaar dar.
Foto: Wolfgang Gorsboth Galerie (2 Bilder) Galerie (2 Bilder)
Vom 13. bis 15. Juni wird „Luthers Hochzeit“ zum 20. Mal gefeiert

Wittenberger Renaissancefest von der Stiftung „Lebendige Stadt“ ausgezeichnet.

Wittenberg (wg)
. „Kontinuität und Wandel, Tradition und Moderne sind die Leitmotive unseres Stadtfestes ‚Luther Hochzeit’“, betont Oberbürgermeister Eckhard Naumann (SPD). Gefeiert werde die Eheschließung Martin Luthers mit Katharina von Bora am 13. Juni 1525, und die Stadt lade dazu Gäste aus nah und fern ein. Gäste kommen reichlich: Waren es 1994 circa 30.000 Besucher an drei Tagen, so liegen seit vielen Jahren die Schätzungen bei etwa 100.000.

Zum 20. Mal feiern die Wittenberger „Luthers Hochzeit“ – ein Ereignis, das sich zu einem wirklichen Bürgerfest entwickelt hat. Außergewöhnlich ist dieses Jubiläum allemal, denn es muss mit einem Jahr Verspätung gefeiert werden. Im vergangenen Jahr erzwang das Hochwasser drei Tage vor Beginn die Absage. „Die Entscheidung ist uns sehr schwergefallen, aber sie war richtig“, betont Johannes Winkelmann, Geschäftsführer der ausrichtenden Wittenberg Marketing GmbH. Das Fest gibt es also seit 21 Jahren, doch die 20. Auflage wird erst in diesem Jahr gefeiert.

Dass die Absage einige Unternehmen in Hotellerie, Gastronomie und Handel sowie Vereine in wirtschaftliche Schwierigkeiten brachte, zeige, welche wirtschaftliche Bedeutung das Fest erlangt habe. Rund 1,8 Millionen Menschen erlebten in den vergangenen 19 Jahren das Fest, circa 3,2 Millionen Euro werden pro Jahr an den drei Tagen umgesetzt. Obwohl Luthers Hochzeit 2013 ausfallen musste, wurde Wittenberg von der Stiftung „Lebendige Stadt“ mit dem Anerkennungspreis „schönstes Stadtfest“ ausgezeichnet.

Einen großen Anteil am Gelingen haben die Vereine, knapp 30 sind in den vergangenen Jahren im Zusammenhang mit dem Stadtfest gegründet worden, alle vereint in der guten Absicht, die Geschichte der Stadt lebendig darzustellen. Mehr als 2.000 Darsteller gestalten mit ihren prächtigen historischen Gewändern den Festumzug am Sonnabend - optisch und akustisch ein Höhepunkt, zumal zahlreiche Fanfarenzüge, Musikanten und Chöre den Umzug begleiten, darunter Gäste aus den Partnerstädten Bretten und Haderslev sowie aus Lettland und Belgien.

„Ein Spektakel, das Seinesgleichen sucht“, verspricht Winkelmann, „denn gefeiert wird an den Originalschauplätzen der Reformation.“ Doch schon vor der Premiere 1994 wurden in Wittenberg historische Feste und sogar die Hochzeit des Reformators gefeiert: In Vorbereitung auf das Lutherjahr 1983 wurden „Historische Markttage“ konzipiert, der Termin auf den 7. Oktober, dem Tag der DDR-Gründung gelegt. Luthers Hochzeit wurde zum ersten Mal am 13. Juni 1986 als kleines Museumsfest der Lutherhalle gefeiert, der Rat der Stadt war nicht eben begeistert.

1993 wurde mit einer Festwoche der Verleihung des Stadtrechts vor 700 Jahren gedacht, 300 Brettener schlugen auf dem Schlosshof ein mittelalterliches Lager auf und regten damit viele Wittenberger an, ebenfalls historische Vereine zu gründen. Doch was sollte man nach dem Stadtjubiläum feiern? Die Idee „Luthers Hochzeit“ wurde geboren, es sollte nur das Motto für 1994 sein. Von der Idee waren nicht alle begeistert, die Ungeheuerlichkeit, dass ein Mönch eine Nonne heiratete, war für manchen noch immer ein Stein des Anstoßes, die Hochzeit als ein Volksfest zu inszenieren, galt als geschmacklos.

„Doch um die Inszenierung einer kirchlichen Handlung ging es zu keinem Zeitpunkt“, erklärt Winkelmann. Vielmehr sollte das Thema als Rahmen für ein fröhliches Volksfest dienen mit Brautpaar und Gästen. Nach der erfolgreichen Premiere 1994 war die Kritik schnell verstummt, „Luthers Hochzeit“ wurde akzeptiert und setzte sich schnell als unverwechselbares Markenzeichen durch. Brautpaar in diesem Jahr sind Arne Lietz (37 Jahre) als Martin Luther und Katja Wartmann (39 Jahre) als Katharina von Bora. 

Die Krankenschwester auf der Intensivstation im Herzzentrum Coswig und der Referent von OB Naumann wurden schon im vergangenen Jahr als Luther-Paar nominiert, kamen wegen des Hochwassers aber nicht zum Zuge. Das Kinder-Lutherpaar stellen Josefine Hein und Fabian Matthes dar, auch sie sollten bereits 2013 den historischen Kinderfestumzug anführen. So groß wie bei der 20. Auflage war das Festgebiet noch nie, zu den gewohnten Straßen und Plätzen kommt der Arsenalplatz dazu, hier geben Popmusik und Schlager, Blasmusik und Rock’n’Roll den Ton an.

Info:

Das komplette Programm steht im Internet unter www.lutherhochzeit.de. Es verkehren Sonderzüge unter anderem in Richtung Annaburg, Eilenburg, Bitterfeld und Dessau. Die Preise für die Hochzeits-Plakette sind stabil geblieben: Sie kosten im Vorverkauf acht Euro und ab Freitag dann zehn Euro.

 

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