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Wochenspiegel > Dessau-Roßlau > Im Irrgarten Altjeßnitz gemütlich Lustwandeln >
Thomas Schmidt Thomas Schmidt
aktualisiert am 25.05.2014 um 16:51:28

Im Irrgarten Altjeßnitz gemütlich Lustwandeln

Alljährlich wird im barocken Park von Altjeßnitz herrschaftlich gelustwandelt, dabei finden die barocken Kleider und Kostüme bei Jung und Alt großen Anklang. Alljährlich wird im barocken Park von Altjeßnitz herrschaftlich gelustwandelt, dabei finden die barocken Kleider und Kostüme bei Jung und Alt großen Anklang.
Foto: Thomas Schmidt
Einen herrschaftlicher Park und ein Labyrinth sowie eine kleine Feldsteinkirche mit grünen Daumen. Im Barock-Park von Altjeßnitz finden alljährlich zahlreiche Höhepunkte statt.

Altjeßnitz (red/ts).
Im kleinen und idyllischen Örtchen Altjeßnitz findet man einen wahrlich grünen Schatz. Inmitten des Ortes befindet sich eine grüne Oase. Ein Park mit Deutschlands ältesten und größten barocken Irrgarten. Auf einer Fläche von etwa 2.600 Quadratmetern gilt er als ältester noch erhaltener historischer Irrgarten. Eingebettet liegt er inmitten eines knapp vier Hektar großen Parks. Der Ursprung des Irrgartens geht auf den Landpfarrer Johann Peschel (1535-1599) zurück. Sein Urentwurf aus der späten Renaissance wurde allerdings erst etwa 150 Jahre später verwirklicht.

Im Jahre 1694 erwarb Hans Adam Freiherr von Ende (1633-1706) das alte Rittergut aus dem Besitz der Herren von Reppichow. Mit dem Bau eines neuen Schlosses und der Parkanlage im Stil eines späten Barock wurde im Jahr 1699 begonnen. Eine bedeutende konzeptionelle Änderung war die Verlegung des Eingangs von der Süd- auf die Westseite des Irrgartens zwischen 1845 und 1894. Das entspricht der heutigen Struktur des Irrgartens von Altjeßnitz. Die ursprünglich axial angelegte barocke Gartenanlage enthielt neben dem Irrgarten weitere gestalterische Elemente und Gartenbereiche wie eine Parterre, einen Küchengarten und die sogenannten Kindergärtchen. Dabei zeigten diese Bereiche eine reiche Ausstattung an Sommerblumen, exotischen Pflanzen sowie Skulpturen.
Dabei ließ es sich herrschaftlich Lustwandeln und weil die Herrschaften damals schon Lust auf Veränderung verspürten, wurde der Garten mehrmals im Laufe der Jahrhunderte umgestaltet.

So wurde zum Beispiel eine Vielzahl an fremdländischen nur teilweise exotischen Gehölzen eingeführt. Vom alten Gutshof sind heute noch die Tordurchfahrt mit dem imposanten Torturm und die Gutsnebengebäude erhalten. Die kleine Feldsteinkirche, der Parkwald und der Teich mit Halbinsel gehen bis auf das zwölfte Jahrhundert zurück. Der Gutspark ist in einer malerischen Muldeaue gelegen. Damit ist eine gute Versorgung mit Feuchtigkeit von unten, eine optimale Voraussetzung für ein gutes Wachstum, da der malerische Baumbestand mit den dendrologischen Besonderheiten, üppigen Wiesen und geschwungenen Spazierwegen, laden zum verweilen ein und dürften relativ einzigartig sein.

So zieren u.a. zwei gewaltige Blutbuchen und ein ca. 40 Meter hoher Tulpenbaum mit zweieinhalb Meter Stammumfang das Parkgelände. Stolz ist man auch auf eine imposante morgenländische Platane. Doch auch Esskastanien Eichen, Buchen, Ahorn und Linden sind im Barockgarten zu finden. Extra im Park angelegt und im romanischen Stil erbaut, ziert eine kleine Feldsteinkirche umgeben von Parkgehölzen die gepflegte Anlage. Diese altehrwürdige Schönheit aus dem zwölften Jahrhundert, beherbergt mittelalterliche Wandmalereien und einen kostbaren spätgotischen Schnitzaltar.

Für den barocken Irrgarten wurden bis zu zwei Meter hohe Hainbuchenhecken angelegt. Die gepflegten Wege des Heckenlabyrinths sind so angelegt, dass es keine Sackgasse gibt. Problematisch war in früheren Jahren das Verhalten einiger Gäste, die Abkürzungen selber kreierten und somit Löcher in den Hecken verursachten. Deswegen verhindert ein unsichtbarer Maschendrahtzaun das Durchdringen der kostbaren Hecken. Am Eingang des Labyrinths steht auf einem Sockel leicht erhöht Ceres, die in Stein gehauene römischen Göttin der Feldfrüchte, sie versinnbildlicht die Fruchtbarkeit. Inmitten des Labyrinths steht eine Büste von Plato, für viele Besucher eine gute Orientierung im Labyrinth. Alljährlich strömen tausende Besucher nach Altjeßnitz, um diese Naturschönheit zu besuchen und um sich zu vergnügen.

Neben dem Irrgarten finden auch zahlreiche kulturelle Veranstaltungen wie zum Beispiel das barocke Hoffest statt.
Dieses Parkfest gibt für die zahlreichen Besucher alljährlich den Blick auf die Herrschaft von damals frei. In barocken Kleidern und Kostümen gibt man sich gelassen herrschaftlich.

Dazu gesellen sich einfaches Volk, Soldaten und andere Majestäten sowie natürlich barocke Musik und barocke Spiele. Organisiert wird das alljährliche Spektakel vom Förderverein Irrgarten Altjeßnitz. Ein Besuch des barocken Gutspark mit seinem herrschaftlichen Irrgarten lohnt sich auf alle Fälle. Zu finden inmitten von Altjeßnitz direkt an der Hauptstraße.

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