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Wochenspiegel > Unser Land > Natur im Glas - Sachsen-Anhalts Imker >
Mario Wetzel Mario Wetzel
aktualisiert am 26.04.2016 um 10:32:30

Natur im Glas - Sachsen-Anhalts Imker


Foto: Anke Katte
Als Sachsen-Anhalts jüngster Imker wurde Andreas Schultz aus Wadendorf im Landkreis Anhalt-Bitterfeld im Alter von gerade einmal 14 Jahren in Fachkreisen bekannt. 2004 startete er sein Hobby mit zwei Bienenvölkern als Mitglied des Imkervereins Zörbig.

Heute summen und brummen in den Sommermonaten rund fünf Millionen fleißige Bienen unter der Regie von Andreas Schultz (Foto). 65 Völker werden von ihm und seiner Familie gehegt und gepflegt. „Zu einem Volk gehören ungefähr 80.000 Bienen“, erklärt der junge sympathische Berufsimker im Teilerwerb, der in den Wintermonaten im fernen Australien auf einer riesigen „Bienenfarm“ arbeitet. Und ganz „nebenbei“ ist er auch noch Tischlermeister und staatlich geprüfter Restaurator im Handwerk.

Die von ihm bewirtschafteten Bienen gehören zur Sorte Carnica, die in Sachs­en-Anhalt am häufigsten verbreitet ist. Mit ihrer Hilfe stellt Andreas Schultz im Laufe des Jahres die Honigsorten Raps, Robinie, Linde und Sonnenblume her. Wobei „Herstellen“ eigentlich der falsche Begriff ist, denn im Grunde besorgen die fleißigen Insekten die Arbeit. Der Imker entnimmt viermal im Jahr die Waben und schleudert sie. Danach wird das Ganze gesiebt oder je nach Sorte cremig gerührt. Der fertige Honig kommt ins Glas, zurück bleibt Wachs. Honig ist also ein reines Naturprodukt, das laut Deutscher Honigverordnung keine Zusätze enthalten darf.

Das flüssige Gold bietet Andreas Schultz in 500 Gramm Gläsern an. Den größten Teil verkauft er direkt an seine inzwischen recht große Stammkundschaft. Aber auch einige Geschäfte und Bäckereien im Umkreis von Bitterfeld-Wolfen haben den Honig aus Wadendorf im Sortiment.

Der durchschnittliche Honigertrag liegt bei 50 kg pro Volk. „Dank guter Zuchterfolge hatte ich schon Jahre, in denen ich 90 und sogar einmal 150 kg ernten konnte“, erzählt Andreas Schultz. Als Mitglied der Zuchtgemeinschaft Carnica beschäftigt er sich auch ausgiebig mit der ziemlich aufwendigen Zucht von Königinnen. Dabei geht es vor allem darum, durch gezielte Auswahl, resistente Bienen zu züchten. Jedes Bienenvolk hat eine Königin, die über ein paar Tausend Arbeitsbienen und einige Hundert Drohnen herrscht.

In den Wintermonaten ist der Sachsen-Anhalter in Down Under unterwegs. 2013/14 arbeitete er für Australiens größte Bio-Imkerei, die sich vor allem auf Wachs- und Propolisprodukte für die Kosmetikindustrie und die Medizin spezialisiert hat. Andreas Schultz: „Das sind da ganze andere Größenordnungen. Die Imkerei hat 4.500 Völker, die palettenweise mit Gabelstaplern transportiert werden und deren Honig maschinell verarbeitet wird. Sehr gefragt ist zum Beispiel der Manukahonig, der nicht für den Verzehr bestimmt ist, sondern als Naturheilmittel verwendet wird. Der überwiegende Teil geht in den Export.“ Auch jetzt war Andreas Schultz wieder in einer australischen Großimkerei im Einsatz, wo er gemeinsam mit dem Inhaber 800 Völker bewirtschaftet hat. Neben gängigen Honigsorten entstehen dort auch Teebaum-, Lavendel- oder Karottenhonig.  Und wie oft wurde er schon von einer Biene gestochen? „Inzwischen merke ich das gar nicht mehr. In Australien hatte ich mal 100 Bienenstiche auf einmal. Mir passiert dabei nichts, ich bin schon immun. Gefährlich wird es nur für Menschen, die allergisch auf Bienengift reagieren.“

Info:
Andreas Schultz
Dorfstr. 37
06780 Zörbig, OT Wadendorf
Tel. 03494 33182


 

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