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Wochenspiegel > Unser Land > Ein Straußenhof in Stichelsdorf >
Mario Wetzel Mario Wetzel
aktualisiert am 26.04.2016 um 10:31:52

Ein Straußenhof in Stichelsdorf


Foto: Karin Schalow
Der Strauß ist der größte noch lebende Vogel der Erde. Sein Fleisch gilt als Delikatesse
und wegen seines hohen Eiweiß- und geringen Fett- und Cholesteringehalts als sehr gesund.
Aber auch Straußen-Eier, -Federn oder -Leder sind begehrt.

Ein Fremder im Gehege? Nichts wie weg! Aber schon nach wenigen Minuten haben sich die Küken wieder beruhigt. Die Neugier siegt. Gerade einmal sechs Wochen sind die „Kleinen“ alt, die sich an den Eindringling heranwagen. Aber selbst hinter einem ausgewachsenen Puter könnten sie sich kaum noch verstecken.

Auf dem Straußenhof Scholz in Stichelsdorf ist er zu Hause: der größte noch lebende Vogel der Erde. Rund 2,50 Meter groß, 150 Kilogramm schwer und 60 Jahre alt kann er werden, weiß Hofbesitzerin Sabine Scholz. Seit 2005 gilt laut Bundestierschutzgesetz der Strauß in Deutschland als Nutztier. Und genau so lange gibt es den Straußenhof in Stichelsdorf.

Um seine großen, dicht bewimperten Augen würde den Strauß wohl jede Diva beneiden. Fliegen kann er trotz beeindruckender Flügelspannweite nicht. Dafür ist der Strauß ein Hochleistungssportler in Sachen Sprint. Ein Hingucker auf jeden Fall, wenn Sabine Scholz einmal im Monat zu einem Tag des offenen Hofes einlädt. Rund 200 Besucher zählt sie dabei durchschnittlich.

Aber: Die Straußen in Stichelsdorf sind keine Zoo-, sondern Nutztiere. Ihr Fleisch, rot und mager wie Rindfleisch und mit 114 statt 282 kcal pro 100 Gramm sogar noch viel kalorienärmer, gilt als Delikatesse. Und wegen seines hohen Eisen- und Eiweiß- und dabei geringen Fett- und Cholesteringehaltes dazu als äußerst gesund. Wer einmal das Straußensteak vom Grill  bei einem solchen Hoftag gekostet hat, gönnt sich, der Familie oder den Freunden,  vielleicht einmal ein solches Steak oder ein köstliches Straußen-Filet für zuhause. 

Im Hofladen ist es zu haben. Genauso wie, Straußenwurst, -Eier, und -Eierlikör, oder künstlerisch gestaltete Straußen-Eierschalen, Straußen-Federn, -Seife, -Leder oder Taschen und Gürtel aus Letzterem. Kaum ein Nutztier wird so vollständig verwertet wie der Strauß! Dazu gibt es ein kleines Sortiment von Naturprodukten von Direkterzeugern der Region.

Dabei darf der Straußenliebhaber darauf vertrauen, dass die Vögel in Stichelsdorf stressfrei aufwachsen dürfen und genügend Auslauf auf ihren großzügigen Weiden (immerhin zweieinhalbtausend Quadratmeter allein für die Zuchttiere) haben. Und müssen für die Reserven im Winter Körner zu gefüttert werden, dann ist das Kraftfutter frei von Medikamenten oder Zusatzstoffen.

Ob die in Afrika beheimateten Vögel mit dem mitteleuropäischen Klima zurecht kommen? Problemlos, meint Sabine Scholz, selbst bei -15 Grad Celsius würden die großen Laufvögel lieber auf der Weide als im Unterstand schlafen.

Übrigens: Ein einziges Straußenei macht eine ganze Großfamilie satt. Bis zu 1,8 Kilogramm schwer,  ersetzt es 20 bis 25 Hühnereier und schmeckt dabei nicht viel anders als ein Hühnerei. Jeden zweiten Tag kann eine Straußenhenne in der Legesaison von März bis August ein Ei legen. Und das ist das eigentliche Kapital von Sabine Scholz. Sie hält nicht viel von der Massentierhaltung.  Von den 40 Straußen auf ihrem Hof sind gerade einmal 12 Schlachttiere.

Die Straußenzucht, die 2005 mit einem Zuchttrio begann, ist das A und O auf dem Straußenhof Stichelsdorf. Rund 100 Küken werden jährlich an Straußenfarmen der Region abgegeben.

Regelmäßig ist der Straußenhof auf den Märkten der Region vertreten. Dazu lädt Sabine Scholz nicht nur zu den Hoftagen zu Erlebniskauf, Führungen und Verkostungen auf dem Straußenhof ein. Interessiert? Einfach anrufen!

Kontakt: Straußenhof Scholz
Stichelsdorfer Straße, 06188 Landsberg/OT Stichelsdorf
www.straussenhof-scholz.de, Tel. 0171 - 78 14 733
 

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