Aktuelle Ausgabe als E-Paper


Aktuelle Ausgabe als E-Paper


E-Paper Archiv

die letzten drei Ausgaben

E-Paper Archiv E-Paper Archiv E-Paper Archiv

Sehr geehrte Damen und Herren,


zur Zeit bereiten wir eine neue Anzeigenannahme vor.

Schicken Sie Ihre Anzeige bitte vorübergehend an folgende E-Mail-Adresse:
info@wochenspiegel-halle.de

Telefon: (0345) 130 10 0
Fax: (0345) 130 10 61
Wochenspiegel > Unser Land > Der Kaffee ist fertig! >
Mario Wetzel Mario Wetzel
aktualisiert am 04.05.2016 um 14:04:55

Der Kaffee ist fertig!

Der gelernte Funkmechaniker Torsten Vogel nimmt all seinen Mut zusammen und eröffnet in Köthen eine Kaffeerösterei – mit Erfolg. Unter dem Namen Hannemann werden heute Kaffeebohnen aus aller Welt verarbeitet. Der gelernte Funkmechaniker Torsten Vogel nimmt all seinen Mut zusammen und eröffnet in Köthen eine Kaffeerösterei – mit Erfolg. Unter dem Namen Hannemann werden heute Kaffeebohnen aus aller Welt verarbeitet.
Foto: Sebastian Köhler

Der verführerische Duft nach Kaffee umschmeichelt die Gäste der Bachstadt Köthen in der Ölmühlenstraße. Kein Wunder, die Kaffeerösterei Hannemann hat vor einigen Jahren ihr Quartier in der Seitengasse aufgeschlagen.

Inhaber Torsten Vogel (Foto) kennt sich aus mit dem schwarzen Trunk. Seine Bohnen stammen aus der ganzen Welt. Und einige Kaffeesorten, wie die Schalaune 44 - eine der möglichen Adressen, in dem der große Musikus Johann Sebastian Bach während seiner Köthener Zeit gewohnt haben könnte - hat er selbst kreiert.

Mit dem Kaffee aus dem Supermarkt und Co geht der heutige Experte hart ins Gericht. „Ein ‚echter‘ Kaffee schmeckt nicht bitter“, meint er zum Beispiel. „Fragen Sie mal nach, warum jemand seinen Kaffee mit Zucker trinkt. Im Regelfall wird die Antwort sein, weil er sonst zu bitter schmeckt. Aber das ist nur der industriellen Verarbeitung geschuldet“, tadelt der Kaffeeröster.

Gegen einen Schuss Milch im Koffeingetränk hat er hingegen nichts einzuwenden, denn es gibt einige Kaffeesorten, die sehr gut damit korrespondieren.

Der gelernte Funkmechaniker und nebenberufliche Discjockey (DJ) ist aus purem Zufall zum Kaffeeröster und -liebhaber geworden.
                 
„Ich habe mich des Öfteren darüber geärgert, dass man in manchen Cafés oder Restaurants Kaffee vorgesetzt bekommt, der stundenlang auf der Heizplatte stand. Bei einem Ostseeurlaub sind meine Frau und ich auf eine kleine Kaffeerösterei gestoßen, die uns mit ihrem Duft und ihrer Atmosphäre sofort begeistert hat.“

Zunächst hörte sich das Paar auf der Nahrungsmittelmesse in Köln um und erwarb dann eine Trommelröstmaschine, in der Kleinstmengen bis zu fünf Kilo geröstet werden können.
Anfangs wurden die Röstergebnisse im Freundes- und Bekanntenkreis getestet. In der Zwischenzeit absolvierte Torsten Vogel ein Seminar an der Berlin School of Coffee, welches vom Vorsitzenden der Deutschen Röstergilde geleitet wurde.

Die Suche nach geeigneten Geschäftsräumen erwies sich als nicht ganz so einfach, doch heute bereut Kaffeeröster Torsten Vogel den Schritt nicht.

Mit viel Liebe und Sorgfalt röstet er in Köthen erlesene Rohkaffees, die er über Bremen und Hamburg aus Guatemala, Nicaragua, Peru, Brasilien, Mexiko, Kolumbien, Ecuador, Papua Neuguinea u. a. bezieht. Besondere Raritäten kommen vom Fuße des Himalaya oder den Galapagos-Inseln. Hierbei ist schon das Herkunftsland für den Geschmack entscheidend – bis hin zu fruchtig reicht die Vielfalt der Aromen.

Das Besondere an dem schonenden Trommelröstverfahren ist, dass kleine Kaffeemengen bei maximal 220 Grad bis zu 25 Minuten geröstet werden. So haben die Kaffeebohnen genügend Zeit, ihre Aromen vollständig auszubilden und Bitterstoffe abzubauen, erklärt der Fachmann den Unterschied zum industriellen Verfahren, bei dem große Tonnagen ein Heißluftverfahren in zwei, drei Minuten durchlaufen.

Der Hannemann-Kaffee aus Köthen hat sich herumgesprochen. Es gibt ihn nicht nur in der Rösterei, sondern u. a. auch bei Edeka in Köthen, Halle, Dessau, Zerbst, Bobbau, Schönebeck und Wittenberg sowie in einigen Regionalgeschäften. Ebenso kann in vielen Cafés der Marke „Schäfers“ und „Lantzsch“ bei einem echten Tässchen Hannemann geplaudert werden.
 
Und wie kommt die Kaffee­rösterei nun zu dem Namen Hannemann, der nichts mit dem Köthener Homöopathen Hahnemann zu tun hat? „Das ist quasi eine Ehrerweisung an meinen Großvater Paul Hannemann, der 1933 eine Gaststätte in Köthen eröffnete, deren Namen noch viele kennen“, würdigt Torsten Vogel seinen Vorfahren.

Info:
www.hannemann-kaffee.de

Kommentar schreiben
Name:
Ort:
Kommentar:
  Ja, ich habe die Hinweise zu Kommentaren auf unserer Website gelesen und akzeptiert.
Eingabeverifizierung: Schreiben Sie die untenstehende Ziffern- / Buchstabenkombination in das folgende Feld. Dadurch wollen wir dazu beitragen, unerwünschten E-Mails und automatischen Versendern keine Verbreitungsmöglichkeit zu bieten.
 
 
Alte Heimatrezepte modern zubereitet Alte Heimatrezepte modern zubereitet Hier und da werden sie noch zubereitet, die überlieferten Heimatrezepte aus Anhalt. Angehende Köche, die im Berufsschulzentrum „Hugo...
Anzeige
Unser Land
Käse von glücklichen Kühen und Ziegen Käse von glücklichen Kühen und Ziegen Haben Sie schon einmal echten Harzer Käse probiert? Nein, nicht den handelsüblichen. Kaum einer vermutet es, doch in der kleinen Harzgemeinde...
Anzeige
Kräuter – grüne Medizin geht auch durch den Magen Kräuter – grüne  Medizin geht auch durch den Magen Nahezu ein Kilogramm Gewürze verzehrt ein Bundesbürger jährlich. Vor 20 Jahren war es erst ein Pfund. Wenn es draußen kalt und grau ist,...
Anzeige
Trauerportal