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Mario Wetzel Mario Wetzel
aktualisiert am 26.04.2016 um 10:28:19

Erholung pur in Dessauer Naturbädern


Foto: Sebastian Köhler

Dessau-Roßlau ist reich an Freibädern. Sie befinden sich in privaten Händen oder in der Verantwortung von Vereinen. Es gibt zwei besondere Kleinode, die mitten in der Natur liegen und so ein besonderes Flair ausstrahlen – das Naturbad Mosigkau und das Naturbad Kühnauer See.


Naturbad Mosigkau

In diesem Jahr wird das Mosigkauer Naturbad 80 Jahre alt. Die Mitglieder des Vereins bereiten die neue Saison vor und hoffen auf einen ebenso schönen Sommer wie im letzten Jahr. Da gab es Tage mit bis zu 400 großen und kleinen Badegästen, die von Andreas Burghardt, Badaufsicht, Schwimmlehrer und Reinigungskraft in einer Person, betreut wurden.

Bewegt war die Geschichte des Bades, den traurigsten Höhepunkt fand es wohl in den 90er Jahren. Nachdem das Naturbad 1992 unter der Mithilfe vieler Mosigkauer Bürger und Freunde des Bades komplett entschlammt worden war, wurde es 1995 geschlossen. 1996 und 1997 wusste man nicht, woran man war. Zum Teil wurde „schwarz“ gebadet. Am 5. Dezember 1997 gründete sich der Förderverein Naturbad Mosigkau, der dann in den „Naturbad Mosigkau e. V.“ überging. Heute zählt der Verein 74 Mitglieder. Das Gelände und die Seefläche sind von der Stadt Dessau gepachtet.

Der heutige Schwimmbadbereich hat eine Tiefe von vier Metern. Neben dem Schwimmer- und Nichtschwimmerbereich ist auf dem See noch Platz für Wassertreter und Boote. Das Wasser wird regelmäßig während der Badesaison im Abstand von vier Wochen untersucht. Die dabei kontinuierlich erreichte Qualitätsstufe 2 entspricht der geforderten Norm. Im See konnten sich so viele Fischarten und Krebse ansiedeln.

Das Bad ist nicht nur Treffpunkt für junge und alte Wasserratten aus Dessau und der näheren Umgebung. Viele Besucher aus Köthen, Osternienburg oder Aken suchen im idyllisch gelegenen ehemaligen Mühlteich Erholung und Entspannung.


Naturbad Kühnauer See

„Die Kühnauer Badeanstalt am Nordufer des Kühnauer See ist im Sommer ein gut angenommener Ort der Erholung und bietet den zahlreichen Gästen neben Vereinszimmer, gemütlicher Terrasse, Campingplatz und Übernachtungshütten sogar einen separaten FKK-Bereich“, so berichtet es Ortsbürgermeister Fred Kitzing.

Im Jahr 2000 hat Wolfgang Höll das in einem Landschaftsschutzgebiet liegende Bad von der Stadt Dessau gepachtet. Ihm ist überliefert, dass es mit einem Einlasshäuschen mit Kasse und sanitären Einrichtungen begann.
In den 1950er Jahren entstand ein Gebäude mit Zimmern in erhöhter Bauweise (Hochwasser verträglich). Stück für Stück wurde erweitert und ausgebaut. Unter anderem hat der damalige Bademeister in diesem Gebäude gewohnt.

Höll fing 2000 mit einem Toilettencontainer an, das Gebäude in dem schon der Bademeister wohnte, war eine Ruine. In vielen Stunden Eigenleistung wurde es saniert und zwei Ferienwohnungen (3 bis 4 Personen) eingebaut. Diese Ferienwohnungen stehen zur Vermietung und sind bisher auch gut ausgelastet. Ebenso entstand ein Partyraum für 35 Personen, der für Feiern gemietet werden kann. Dazu kamen vordringlich die Toilettenanlagen.

Im Bad bestimmt die Natur, es wurden an den vorherrschenden natürlichen Voraussetzungen so wenig wie möglich Veränderungen vorgenommen. Das Motto lautet: „Das Vorhandene pflegen und erhalten, manchmal auch ergänzen oder ersetzen“. Das betrifft vor allem die vielen schönen Bäume, die zwar im Herbst Laub abwerfen, im Sommer aber als ideale Schattenspender fungieren. So braucht Wolfgang Höll zum Ausleihen auch nur Liegen vorzuhalten. Schirme sind unnötig, wer Schatten sucht der findet auch genug. Und es mangelt auch nicht an vorhandenen Bänken.

Nur die Liegewiese zu pflegen, das erfordert schon eine gewisse Zeit. Immerhin sind im Sommer wöchentlich 22.000 Quadratmeter Rasenfläche zu mähen. Immer mehr entdecken auch Vereine und Verbände das Großkühnauer Bad für sich. Neben den Drachenbootrennen sind es vor allem Zeltlager, die hier in den Schulferien aufgestellt werden. So ist die Dessau-Roßlauer Jugendfeuerwehr mit ihrem Camp hier Stammgast, ebenso die Kinderfreizeit Krötenhof. Und auch die evangelische Landeskirche hat hier schon ihr Kinder-Kirchen-Camp aufgestellt.

Nicht vergessen sein sollen hier die Radtouristen auf dem Elberadwanderweg. Sie finden hier einige Stunden Ruhe, können über Nacht auch mal ihr Zelt aufschlagen und von Großkühnau aus die Stadt Dessau-Roßlau erobern. Ebenso führen der Fürst-Franz-Weg und andere Wanderwege zum See.

Einen Überblick bekommen Interessierte auf den Internetseiten www.kuehnauer-see.de (mit Hinweisen zur Anfahrt) und www.großkuehnau.de.

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