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Wochenspiegel > Unser Land > So macht Mittelalter Spaß - der Merseburger Dom >
Mario Wetzel Mario Wetzel
aktualisiert am 26.04.2016 um 10:27:04

So macht Mittelalter Spaß - der Merseburger Dom

Vor einem Jahr feierte Merseburg seinen 1000-jährigen Kaiserdom, dessen  Grundstein im Mai 1015 gelegt wurde und der noch heute majestätisch - zusammen mit dem Merseburger Schloss - von einer Hochfläche am linken Ufer der Saale grüßt. Vor einem Jahr feierte Merseburg seinen 1000-jährigen Kaiserdom, dessen Grundstein im Mai 1015 gelegt wurde und der noch heute majestätisch - zusammen mit dem Merseburger Schloss - von einer Hochfläche am linken Ufer der Saale grüßt.
Foto: Susanne Haslbeck

Der Merseburger Dom gilt als einer der bedeutendsten Kathedralbauten Deutschlands. Für das einzig heiliggesprochene Kaiserpaar des Deutschen Reiches, Heinrich II. und Kunigunde, war Merseburg neben Bamberg einer ihrer Lieblings-Orte. Besondere Projekte für Kinder, Schüler und Familien locken bereits die Kleinsten in den vielbesuchten Dom St. Laurentius und Johannes. Dessen mehr als tausendjährige Geschichte wird im „KinderDomusMerseburch“ erlebbar gemacht.

Merseburg war im Mittelalter eine der Lieblingsstätten deutscher Kaiser und Könige. Der Dom mit seinem angrenzenden Kapitelhaus und das Schloss bilden ein einzigartiges Kulturensemble. In der Barockzeit als Hofkirche der Herzöge von Sachsen-Merseburg größtenteils umgestaltet, lassen sich dennoch viele Bauelemente der Romanik und Gotik erkennen.

Der Bischof und Chronist Thietmar von Merseburg mach­­te mit seiner Chronik das Bistum Merseburg berühmt und die beschriebenen Kaiser Otto I., Otto II. und Heinrich II. unsterblich. Die „Merseburger Zaubersprüche“ sind weltweit bekannt und einer der Höhepunkte des Besuchs. Geschichte zum Anfassen erleben die Schüler mit Rudolf von Rheinfelden und seiner rätselhaften mumifizierten Hand. Ein klingender Schatz ist die Ladegastorgel, eine der berühmtesten romantischen Orgeln Deutschlands.

Bei kindgerechten Führungen, museumspädagogischen Projekten oder den beliebten Familien-Samstagen können im Merseburger Dom Brücken in die Vergangenheit geschlagen werden. „Unsere vielfältigen Angebote können auf jede Gruppe altersgerecht zugeschnitten und individuell abgestimmt werden“, sagt Domführerin Beate Tippelt, die unter anderem die Führungen für Schulklassen leitet.

„Diese sind auf das Alter der Schüler zugeschnitten und können je nach Lehrplan auf spezielle Themen ausgerichtet oder mit den museumspädagogischen Projekten kombiniert werden“, erläutert sie. Auch, wer nur wenig Zeit investieren möchte, kann zum Beispiel schon in 60 Minuten erfahren, was eine Wasserflasche, ein Drachen und eine Krone im Dom zu suchen haben...

Viele große und kleine Dinge spielen während dieser ungewöhnlichen Führung eine Rolle, wenn es gilt, den Dom zu erkunden. Zwei Stunden Zeit sollten alle Kinder mitbringen, die sich für eines der Projekte im Rahmen des „KinderDomusMerseburch“ entscheiden. Themen sind hier die Krönung Heinrichs II. in Merseburg, die Merseburger Zaubersprüche, Musik bitte! Willkommen in der Merseburger Hofkirche, das Rätsel der mumifizierten Hand, das Geheimnis der Krypta und Entdeckungstour im Turm.

In originalgetreu nachgefertigten Kostümen und mit vielen Requisiten ausgestattet, gehen die jungen „Forscher“ auf dem Domgelände, im Dom selbst und auf den Türmen auf Entdeckertour.

Dabei gelangen die Kinder auch zum wertvollen Grab Rudolfs von Schwaben im Dom, das von der traurigen Geschichte eines Gegenkönigs zeugt. Das Domkapitel verwahrt seit Jahrhunderten eine mumifizierte Hand in einem kleinen Kästchen auf. Ist diese Kostbarkeit wirklich seine abgeschlagene Hand und welches Geheimnis umgibt sie? Mit Kostümen und Theaterspiel wird der Streit zwischen König und Papst im 11. Jahrhundert nachgespielt, dabei schlüpfen die Jungen und Mädchen in die Rollen des Königs und der Herzöge.

Auf den Spuren der Merseburger Zaubersprüche - den einzigen in Deutschland erhaltenen heidnischen Beschwörungsformeln, die in Merseburg entdeckt und bis heute verwahrt  werden - tauchen die Kids ab in eine Zeit, als die Menschen noch an Wunder glaubten. Doch warum faszinieren uns diese magischen Sprüche noch nach 1000 Jahren?     

Wenn es hingegen heißt: „Musik bitte! Willkommen in der Merseburger Hofkirche“ stehen Pfeifen, Register, Prospekt und der wunderbare Klang der großen, berühmten Merseburger Ladegastorgel im Mittelpunkt.
Die „Königin der Instrumente“ hat in Merseburg extra für die Kinderprojekte eine kleine „Verwandte“ erhalten - die spezielle Kinder-Domorgel, gebaut von einem Naumburger Orgelbaumeister. Es darf musiziert werden!

Ein besonders spannendes Projekt dreht sich um das Geheimnis der Krypta, das die Beteiligten mit der Art des Bauens vor 1 000 Jahren bekannt macht. Wichtige Regeln bestimmten schon damals das Baugeschehen. Die korrekte Ausführung kann man noch heute im Dom zu Merseburg „kontrollieren“.

Wer die „Entdeckungstour im Turm“ wählt, muss viele Stufen hinauf zum Aussichtspunkt auf dem Südwestturm über den Dächern der Stadt Merseburg. Auf der Königstreppe geht es vorbei an den Hinterlassenschaften der Hand­­­­werker und der ehemaligen Schüler des Domgymnasiums. Auf dem Dachboden über dem Gewölbe des Domes wird verraten, was es mit dem Himmelsloch auf sich hat...

Kontakt:
Alle Anfragen zu den Projekten des KinderDomusMerseburch beantwortet der Besucherservice des Merseburger Doms.

Domplatz 7
06217 Merseburg
Telefon: 03461/21 00 45
Fax: 03461/72 06 21
E-Mail: fuehrung@merseburger-dom.de.
Internet: www.merseburger-dom.de
 

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