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Mario Wetzel Mario Wetzel
aktualisiert am 26.04.2016 um 10:25:59

Veganer Trend aus Sachsen-Anhalt

Die Firma LeHA in Laucha an der Unstrut produziert mit wachsendem Erfolg vegane Nischenprodukte. Begonnen hat alles mit „Schlagfix“, einer Alternative zu Sahne. In den letzten Jahren ist das Portfolio des kleinen Unternehmens stetig gewachsen. Gelingt jetzt auch der Sprung nach Amerika? Die Firma LeHA in Laucha an der Unstrut produziert mit wachsendem Erfolg vegane Nischenprodukte. Begonnen hat alles mit „Schlagfix“, einer Alternative zu Sahne. In den letzten Jahren ist das Portfolio des kleinen Unternehmens stetig gewachsen. Gelingt jetzt auch der Sprung nach Amerika?
Foto: Martin Schumann
Vegan ist „in“. Rund 900.000 Menschen in Deutschland verzichten nicht nur auf Fleisch und Wurst, sondern auch auf alle tierischen Produkte wie Eier, Milch oder Käse. Was einst als belächelter Großstadt-Trend begann, hat sich zu einem ernstzunehmenden Lebensmodell entwickelt. Allein 2014 sind 70 neue Vegan-Kochbücher erschienen. Die ge­­samte Branche verzeichnet jährliche Zuwächse um die 30 Prozent.

Ein Teil dieses Wachstums wird in Laucha erwirtschaftet, hier hat die Firma LeHA ihren Sitz. LeHA, das steht für Lebensmittel Hartung. Kirsten Hartung (Foto) ist die Geschäftsführerin und sie kam eher per Zufall in die Branche. 2002 hatte die studierte Sportwissenschaftlerin die Idee, eine laktosefreie Schlagsahne zu produzieren. „Wir hatten Fälle von Laktoseintoleranz in der Familie“, erinnert sich die 45-Jährige. Sie lernte einen bulgarischen Hersteller kennen, der laktosefreie Produkte für Bäckereien herstellte. Aus dieser Zusammenarbeit wurde „Schlagfix“ geboren. Dieses Grundprodukt gibt es mittlerweile in mehreren Varianten, auch sprühfertig aus der Dose.

Mit den Jahren kamen mehr und mehr Produkte für den veganen Markt hinzu - dabei stand dieser Anfangs gar nicht im Mittelpunkt. „Wir waren schon vegan, da ging’s noch gar nicht um vegan“, sagt Kirsten Hartung. Das sei zunächst nur ein Nebeneffekt gewesen. Ebenso wie die Einstufung der meisten Produkte als „koscher parve“, also für orthodoxe Juden geeignet, und „halal“, also für die muslimische Ernährung geeignet. Nicht umsonst generiert LeHA rund 18 Prozent seines Umsatzes mit Exporten - Tendenz steigend. Ganz oben auf der Liste der Abnehmer steht Israel, aber auch nach Frankreich, Holland, Polen und Großbritannien werden die LeHA-Produkte verschickt.

Derzeit streckt Kirsten Hartung ihre Fühler in Richtung USA aus. Auch dort wächst der vegane Markt und die jüdischen Gemeinden sind eine große Zielgruppe für koschere Produkte. Mit ihrem kleinen Team von zehn Mitarbeitern ist sie flexibel. Neue Ideen werden in regelmäßigen Meetings geboren und der Weg bis zum fertigen Produkt ist meist nicht so lang wie bei großen Konzernen. Die meisten Produkte werden gemeinsam mit der Hochschule Anhalt entwickelt, zum Teil auch mit den verschiedenen Herstellern. Selbst produziert LeHA nicht, dafür sind die Mengen zu gering.

Mittlerweile gehören Mayonnaise, Margarine, Ketchup, Nuss-Nougat-Creme und Kaffeeweißer zum Sortiment von LeHA. Jährlich zwei neue Produkte auf den Markt zu bringen, ist das Ziel von Kirsten Hartung. Das jüngste Produkt ist Eis, seit dem Sommer ergänzen fünf Sorten das Portfolio. Und die sind nicht nur vegan, sondern auch geschmacklich extravagant. Neben Schoko und Vanille sollen die Geschmacksrichtungen Gurke, Avocado und Mango-Basilikum die Kunden neugierig machen.

Um viele Kunden zu erreichen, setzt die Firma vor allem auf Messeauftritte. Von der Grünen Woche in Berlin bis hin zu kleinen aber speziellen Vegan-Messen präsentiert LeHA seine Produkte. Gemeinsam mit dem veganen Star-Koch Björn Moschinski ist ein Schlagfix-Kochbuch in Planung.

Mittlerweile bekommt man LeHA-Produkte in zahlreichen Supermärkten zu kaufen, mehr und mehr Händler erkennen den veganen Trend und listen die entsprechenden Produkte. Darüber hinaus betreibt LeHA einen eigenen Onlineshop und einen Regionalmarkt in Laucha, der neben den eigenen Produkten auch Lebensmittel, Getränke und Waren des täglichen Bedarfs verkauft.

Info: www.schlagfix.de

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