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Mario Wetzel Mario Wetzel
aktualisiert am 02.09.2016 um 15:15:46

Wie der Kürbis wächst & schmeckt

Wenn es um Kürbisse geht, da kennen sich Udo Weiß und seine Tochter ganz gut aus. 
Seit 25 Jahren beschäftigt sich der Gemüsebauer aus Zerbst damit. Mit dem Gelben Zentner, 
einem Speisekürbis, hat 1991 alles angefangen. Wenn es um Kürbisse geht, da kennen sich Udo Weiß und seine Tochter ganz gut aus. Seit 25 Jahren beschäftigt sich der Gemüsebauer aus Zerbst damit. Mit dem Gelben Zentner, einem Speisekürbis, hat 1991 alles angefangen.
Foto: Sebastian Köhler Galerie (1 Bild)

Heute wachsen und gedeihen auf einem Bruchteil der 20 Hektar großen Gesamtfläche neben den Speisekürbissen auch Zierkürbisse. Gerademal einen halben Hektar nehmen sie ein. Kürbisse, sagt Bauer Weiß, waren eigentlich nur ein Nebenprodukt. Vielmehr bestimmen Salate, Kohl, Radieschen, Rote Bete, Gurken, Kräuter, Schnittlauch, Erdbeeren, Sellerie, Porree und anderes mehr den Tag des Selbstvermarkters.
Aber die Kürbisse strahlen neben allen anderen Gemüsen nach wie vor eine gewisse Faszination aus. Im Vergleich hält sich der Kürbis durchaus pflegeleicht, obwohl von der Aussaat bis zur Ernte durchaus etliche Arbeit drin steckt.

Zunächst sucht Udo Weiß die Kürbissamen aus. Das überlässt er jedoch nicht dem Zufall, sondern er baut auf Empfehlungen und vor allem auf seine Erfahrungen. Unterstützt wird er nicht selten von seiner Tochter Julia Gommlich-Weiß (Foto), die sich nicht minder mit Kürbissen auskennt.

Die Kerne (Samen) kommen in kleine Blumentöpfe und sprießen dann im Gewächshaus. Nach den Eisheiligen im Mai wird gepflanzt, gedüngt und regelmäßig gegossen. Je nach Wetter kann es passieren, dass schon Mitte August die ersten Kürbisse geerntet werden. „Die eigentliche Erntezeit ist im Herbst und nicht im Juli, wie einige Discounter meinen“, betont Bauer Weiß und setzt sich für eine entsprechende Aufklärung ein.
Die meisten kennen Kürbisse sicher vom Halloweenfest, wenn in den orangenen Speisekürbis Gesichter geschnitzt werden und im Inneren brennende Kerzen leuchten.

Zierkürbisse erfreuen sich immer größerer Beliebtheit. Diese weisen unterschiedliche Farben und Formen auf und sind meistens nicht so groß wie ihre essbaren Verwandten. Zierkürbisse enthalten oft den giftigen Bitterstoff Cucurbitacin, der mitunter Übelkeit und Bauchschmerzen verursachen kann. So dienen die meist hübscheren aber weniger schmackhaften Kürbisse gern als Herbstschmuck.

Speisekürbisse hingegen sind genießbar, obwohl ihr Ge­­schmack eher neutral daherkommt. Wie und ob es am Ende schmeckt, ist die Kunst des Koches, meint der Kürbisbauer aus Zerbst. Auf jeden Fall ist der Hokkaido ein Renner unter den Speisekürbissen. Er schmeckt nussartig, hat eine leuchtend orange Schale und orange- bis gelbfarbenes Fleisch. Vom Füllen und Überbacken bis hin zur Suppe, als Püree und sogar als süßes Dessert reicht seine Verwendung.

Ebenfalls beliebt in der Küche ist der blassgelbliche und lang gezogene Butternut (auch Butternuss genannt). Er besitzt viel Fleisch, hat wenig Kerne und schmeckt süßlich bis cremig. Mit Kürbisfleisch lässt sich eine Menge anfangen. Im Hofladen von Bauer Weiß stehen sogar Gläser mit süßem Apfel-Kürbis-Brotaufstrich. Sohn Oliver hat hier das Sagen und hält zudem eine Menge Wissenswertes für Interessierte bereit. Dem Ideenreichtum, was die Verarbeitung von Speisekürbissen angeht, sind praktisch keine Grenzen gesetzt. Suppe, Kompott, Marmelade, Salate – alles ist möglich.

Die Zubereitung kann süß oder herzhaft sein. Als Gewürze eignen sich zum Beispiel Ingwer, Zimt, Nelken, Curry, Paprikapulver, Zitronen- und Obstessig, Orangensaft, Cayennepfeffer, Salz. Auch Zwiebel, Knoblauch, Paprika, Kräuter, Majoran und Basilikum veredeln den Geschmack.
Den Speisekürbis roh zu verzehren muss jeder für sich selbst entscheiden. Essbar sind fast alle, aber nicht jeder Kürbis schmeckt auch. Sein wahres Aroma entfaltet sich erst beim Kochen, Braten, Backen oder gedünstet in Butter.

Die Robustheit der Kürbispflanze machen sich Gemüsebauern übrigens auch anderweitig zunutze. So werden beispielsweise Gurken auf Kürbispflanzen veredelt. Bauer Weiß erklärt, dass die Gurke hierdurch fester wird.
 
 

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