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Wochenspiegel > Unser Land > Hochprozentig Harz >
Mario Wetzel Mario Wetzel
aktualisiert am 02.09.2016 um 15:14:52

Hochprozentig Harz

Die Harzer Likör-Manufaktur Quedlinburg ist eine beliebte Regionalmarke im Harz. Die Harzer Likör-Manufaktur Quedlinburg ist eine beliebte Regionalmarke im Harz.
Foto: Michael Randhahn-Schülke Galerie (4 Bilder) Galerie (4 Bilder) Galerie (4 Bilder) Galerie (4 Bilder)

Granatapfel, Blutorange und Chili – dazu Wasser, Alkohol und Zucker, das sind die Zutaten für das jüngste Produkt aus der „Harzer Likör-Manufaktur Quedlinburg“. Schon wenige Tage nach der Markteinführung Mitte Juli erfüllt sich die Hoffnung von Inhaberin Nicole Tondera: Der „Mephisto“-Likör reiht sich in die klangvolle Ahnenreihe des 1953 in Quedlinburg als „Harzer Likörfabrik“ gegründeten Unternehmens ein.
Wie die wiederholt ausgezeichneten „Typisch Harz“-Erzeugnisse der Halbbitterlikör „Ritter Bodo“, der Kräuterlikör „HexenBitter“ und der Kräuterdestillatlikör „Walpurga“ wur­­­­de das Rezept im eigenen Haus ersonnen und bis zum Produktionsstart im Sommer immer wieder verkostet und verfeinert.

Denn die Likörherstellung – auf die sich die Quedlinburger im Ortsteil Gernrode bestens verstehen – funktioniere im Prinzip „wie ein Backrezept im Großformat“. Das erzählt Nicole Tondera (Foto) bei den fast täglichen Verkostungen in dem gerade frisch renovierten Verkaufs- und Verköstigungsraum am Wellbachweg 26a. Die 42-Jährige hatte Anfang des Jahres das Unternehmen samt Likör-Rezepten von Helga Rolle gekauft, die Mitte der 90er die Geschäfte gemeinsam mit ihrem Mann am Standort in Gernrode aufnahm. Tondera investierte in den Umbau des Ladengeschäftes und erneuerte das Flaschendesign. Zudem änderte die gelernte Steuerfachangestellte den Na­­men ihrer Firma: Aus der „Harzer Likörfabrik“ wurde am 2. Januar 2016 die „Harzer Likör-Manufaktur“. Mit Recht, 90 Prozent der Produktion ist eben reine Handarbeit – vom Ansatz, über die Abfüllung, die Etikettierung und die Verpackung in die Kartons. Die gehen dann auf die Reise und stehen im Umkreis von bis zu 60 Kilometern in den Regalen bei Edeka, Rewe oder Kaufland und bei immer mehr regionalen Läden.

Viele Käufer aber finden den Weg zum Hersteller. Denn nur in der „Harzer Likörmanufaktur“ kann das Produkt – egal ob Kräuterliköre, Fruchtsaftliköre, Brände und Destillate – vor dem Kauf verkostet werden.
„Ritter Bode wurde als Spirituose zur Eröffnung der Kabinenbahn in Thale 1973 erfunden“, verrät Nicole Tondera dann doch schon mal. Heute sind es immer mehr Geburtstage oder Firmenanlässe, für die die „Harzer Likörmanufaktur“ ihre Spirituosen bereits in kleinen Stückzahlen mit exklusiven Etiketten versieht.

Neben den Verkaufsschlagern  Rhabarber-Likör (17 % vol.), Ritter Bodo (52 % vol.) und Schoko Diavolo (51 % vol.) leben im Unternehmen eigene Legenden weiter: Sowohl „Harzer Juwel“, „Roter Schlossberger“ oder die Weinbrände „Kastell“ oder „Chateau“ stehen im Regal  und werden noch immer gern gekauft.

Info:
www.harzer-likoerfabrik.de

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