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Mario Wetzel Mario Wetzel
aktualisiert am 19.04.2017 um 17:05:47

Milch ist nicht gleich Milch!

In der pasteurisierten Milch bleiben nicht nur 90 Prozent Vitamine und Mineralstoffe erhalten – 
auch der natürliche Geschmack der Milch bleibt bestehen. Nicht homogenisierte Milch behält außerdem ihre natürliche Fettstruktur und ist leichter verdaulich. In der pasteurisierten Milch bleiben nicht nur 90 Prozent Vitamine und Mineralstoffe erhalten – auch der natürliche Geschmack der Milch bleibt bestehen. Nicht homogenisierte Milch behält außerdem ihre natürliche Fettstruktur und ist leichter verdaulich.
Foto: Sebastian Köhler Galerie (7 Bilder) Galerie (7 Bilder) Galerie (7 Bilder) Galerie (7 Bilder) Galerie (7 Bilder) Galerie (7 Bilder) Galerie (7 Bilder)
Milch ist nicht gleich Milch! Sicher, es gibt sie von allen möglichen Tieren, von der Ziege und sogar vom Esel. Sprichwörtlich soll es sogar möglich sein, Mäuse zu melken. Am gängigsten ist aber die Milch der Kühe. Was aus deren Euter kommt, wird am Ende eines durchdachten Produktionsprozesses getrunken oder für die Zubereitung von Speisen oder auch Eis verwendet sowie für die Herstellung von Joghurt oder Käse.

Die Verarbeitung der Milch erfolgt in einer Molkerei. In Pfaffendorf bei Gröbzig im Landkreis Anhalt-Bitterfeld steht eine solche im Kleinformat. Sie nutzt einen Teil der Milch, die mehr als 700 Holsteiner Milchkühe gleich nebenan im Hof Pfaffendorf produzieren.Abgefüllt in typischen Ein-Liter-Papp-Packungen landet sie vor allem in Märkten der Region. Kaum im Laden, kommt sie auch gleich in den Verkauf. Gut acht Tage kann sie gekühlt lagern und bleibt frisch. Das ist auch das entscheidende Merkmal und der Unterschied zu großen Industriemolkereien. In Pfaffendorf läuft nur Frischmilch vom Band.

Leicht verdauliche Frischmilch

Die Frischmilch hat einen Fettgehalt von 3,7 Prozent, sie ist nur pasteurisiert, aber nicht homogenisiert. Das bedeutet zum einen, dass die Fetttröpfchen der Milch nicht extrem verkleinert werden. Durch den etwas höheren Fettgehalt können die in der Milch enthaltenen Nährstoffe besser transportiert werden.

Pfaffendorfs Molkereigeschäftsführer Frederick Meurer (Foto)  erklärt das so: „H-Milch ist ultrahocherhitzt bis 130 Grad. Unsere Frischmilch wird nur pasteurisiert, also bis 72 Grad erhitzt. Dadurch bleiben 90 Prozent Vitamine und Mineralstoffe erhalten, und der natürliche Geschmack. Da wir unsere Milch nicht homogenisieren behält sie ihre natürliche Fettstruktur und ist leichter verdaulich.“

Neben Frischmilch produziert die kleine Molkerei inzwischen auch Joghurt in den Geschmacksrichtungen Natur, Mango, Erdbeere, Heidelbeere, Vanille und Stracciatella sowie Vollfettquark und verschiedene Frischkäse, zum Beispiel mit Kräutern.

Das Melkhaus liegt wie erwähnt direkt neben der Molkerei. Durch eine Ringleitung im Boden gelangt die Milch zunächst in die Molkerei, wo sie für 20 Sekunden auf 72 Grad erhitzt und anschließend auf vier Grad abgekühlt wird. Dieser Vorgang nennt sich Pasteurisieren, benannt nach dem französischen Chemiker Louis Pasteur. Mikroorganismen sterben durch dieses Verfahren ab und machen die Produkte haltbarer. Danach kommt die Milch in einen Stapeltank und von da aus über die Abfüllanlage in Tetrapacks. Großabnehmer wie Gaststätten oder Cafés erhalten die Milch übrigens in größeren Milcheimern abgefüllt. Produziert wird in der Molkerei Hof Pfaffendorf fast jeden Tag. Montags und donnerstags entstehen Frischmilch, Joghurt und Quark und am Dienstag beziehungsweise am Mittwoch Frischkäse.

Besonders erwähnenswert nennt Molkereichef Meurer die Herstellung der Produkte. So schöpfen die Pfaffendorfer ihren Quark von Hand. Dem Frischkäse setzen sie lediglich Kräuter zu. Um alles so natürlich wie möglich anzubieten, kommen beispielsweise auch echte Früchte und Kulturen in den Joghurt.

Da es sich um Lebensmittel handelt, gehören auch entsprechende Untersuchungen dazu. Frederick Meurer: „Es gibt Eigenkontrollen, die wir in festgelegten Abständen von einem externen Labor durchführen. Dabei werden unter anderem Abklatschproben im Produktionsraum genommen und Produkte auf Keime untersucht.“ Zudem kontrolliert das Veterinäramt mal mit und mal ohne Ankündung. Vier Leute sind aktuell in der Hof Pfaffendorf Molkerei beschäftigt, drei von ihnen in der Produktion und Verarbeitung sowie eine Person, die ausliefert.

Regional zu fairen Preisen

Das Credo des Betriebes fasst Geschäftsführer Meurer zusammen: „Wir möchten eine Frischmilch anbieten, die den Namen Frischmilch auch wirklich wieder verdient. Regional produziert, zu fairen  Konditionen gehandelt und vor allem in der Natürlichkeit und Frische, die man von Milch erwartet.“ So gehört die Molkerei inzwischen zur Regionalmarke Mittelelbe. Sie ist zudem Bestandteil der Milch- und Käsestraße Sachsen-Anhalt, bei der sich Hof- und Dorfkäsereien von handwerklich hergestellten Molkereidelikatessen und Käsespezialitäten zusammengeschlossen haben.

Infos:
Hof Pfaffendorf Molkerei GmbH
www.hof-pfaffendorf-molkerei.de

Milch- und Käsestraße Sachsen-Anhalt
www.hofkaese.de

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