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Mario Wetzel Mario Wetzel
aktualisiert am 19.04.2017 um 17:05:09

Vom Kalten Hund bis zum Bio-Keks

Das Traditionsunternehmen „Wikana“ in der Lutherstadt Wittenberg. Das Traditionsunternehmen „Wikana“ in der Lutherstadt Wittenberg.
Foto: Frank Neßler Galerie (2 Bilder) Galerie (2 Bilder)
Mit neuem Logo und in neuem Design präsentiert sich die Produktpalette der Wittenberger Keksfabrik Wikana. Aus Anlass seines 110. Geburtstages spendierte das Traditionsunternehmen aus der Lutherstadt dem eigenen Sortiment einen modernen Look. Umfang- und abwechslungsreich ist die Wikana-Produktpalette. Neben den vor allem im Osten Deutschlands beliebten und geschätzten Marken wie Othello, Butter- und Hansa- Keksen, Mürbchen, Wikinger, Kalter Hund und Lutherbrodt präsentiert das Unternehmen auch seine Bio-Produkte in neuem Outfit.

„Bio, vegan und fair“, lautet ein Motto in der Wittenberger Keksfabrik mit 130 Mitarbeitern, die seit gut zehn Jahren auch das Knowhow für die Herstellung von Fairtrade-Gebäcken haben. Durch fairen Handel werden die Arbeits- und Lebensbedingungen der Lebensmittelproduzenten in den Entwicklungsländern verbessert. Schon früh haben die Wittenberger auf Kekse mit Zutaten aus ökologischem Anbau gesetzt. „2001 haben wir unsere ersten Bio-Produkte kreiert“, erinnert sich Wikana-Geschäftsführerin Yvonne Böhm (Foto rechts). Es war der Beginn einer Erfolgsgeschichte.  

Das Wittenberger Unternehmen hat sich zu einem Spezialisten in der Herstellung von Biokeksen und -gebäck entwickelt. In regelmäßigen Abständen wird die Qualität der beim Backen eingesetzten Rohstoffe überprüft und zertifiziert. Was eigentlich als Nischenprodukt gedacht war, hat sich am Markt bewährt. Kontinuierlich wird deshalb das Wikana-Bio-Segment erweitert. Immer zu erkennen an der grünen Verpackung, ist doch sonst das WIKANA-Sortiment leuchtend rot.

Jährlich finden ein oder zwei neue Keks- oder Gebäckvarianten aus der hauseigenen Probierküche den Weg in die Produktion. Dazu gehört auch das Premiumgebäck „Original Wittenberger Lutherbrodt“. Das Gebäck ist eine echte Spezialität nach historischer Rezeptur und ein leckerer Vorgeschmack auf das Reformationsjubiläum in diesem Jahr.

Mehr als ein Jahrhundert lang werden an der Elbe in Wittenberg bereits Nahrungsmittel hergestellt. Die heutige Keks- und Nahrungsmittel GmbH wurde 1906 als Kant Chokoladenfabrik AG gegründet. Das Unternehmen stellte zunächst Schokoladen- und Kakaoerzeugnisse her. Eine der seinerzeit bekanntesten Spezialitäten war die „Kant Schokolade“. Während des Zweiten Weltkrieges wurde die Produktion von Lebensmitteln eingestellt. Maschinen und Anlagen zum großen Teil nach Tangermünde ausgelagert. Die Kant-Belegschaft arbeitete in den Rüstungsfabriken der Lutherstadt. Nach dem Krieg wurde am alten Standort wieder mit der Herstellung von Nahrungsmitteln begonnen. Produziert wurde alles, was in den Nachkriegsjahren dringend be­­nötigt wurde. Dazu gehörten Kunsthonig, Haferflocken, Kaffeeersatz und Nudeln.

Erst Ende der 1940er Jahre wurden wieder Süßwaren produziert. 1950 wurde der Grundstein für das heutige Produktionsprogramm mit der Übernahme des Sortiments der Firma „Nadena“ aus Auerbach gelegt. Kant stellte Dauerbackwaren her. 1953 wurde das Wittenberger Nahrungsmittelunternehmen verstaatlicht und später in VEB umbenannt. Der Name Wikana entstand aus der Geschichte der Firma: Wi-Wittenberg, Ka-Kant und Na-Nadena. Daraus leitet sich der heute bekannte Name ab. Wikana steht für Wittenberg, Kant und Nadena. Der Wittenberger Betrieb war nach dem Nahrungsmittelkombinat Wurzen die zweitgrößte Keksfabrik der DDR. Bis 1989 waren in Wikana rund 500 Mitarbeiter beschäftigt.

Mit der Wiedervereinigung Deutschlands stand Wikana vor der Schließung. Gerettet wurde das Unternehmen 1992 durch die Privatisierung der Firma mit zunächst 20 ehemaligen Mitarbeitern. Wolfgang Fischer baute und richtete das Unternehmen neu aus. Aus Fördermitteln des Landes und der EU wurden drei Millionen Euro in neue Produktionsanlagen investiert. Es wurde in eine Sandwichanlage, die Füllungen zwischen Kekse spritzen kann, investiert. Insgesamt werden in Wikana 36 Kekssorten hergestellt. Mehr als 5 000 Tonnen Keksköstlichkeiten verlassen mittlerweile jährlich die modernen Anlagen von Wikana an der Elbe in der Lutherstadt. Bereits die Hälfte seines Umsatzes generiert das Unternehmen aus dem Biosegment.

Info:
www.wikana.de

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