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Wochenspiegel > Unser Land > Der Geschmack der Kindheit - Der Bonbonmann aus Zeitz >
Mario Wetzel Mario Wetzel
aktualisiert am 20.04.2017 um 09:36:38

Der Geschmack der Kindheit - Der Bonbonmann aus Zeitz

Bereits als Kind liebte Dirk Lawrenz den Geschmack und den Geruch von Lakritz und Kräuterbonbons. Er wollte ergründen, was sich hinter dem bunten Naschwerk versteckt hält. Vor 25 Jahren machte er sich deshalb auf Entdeckungsreise in das Land der Bonbons. Bereits als Kind liebte Dirk Lawrenz den Geschmack und den Geruch von Lakritz und Kräuterbonbons. Er wollte ergründen, was sich hinter dem bunten Naschwerk versteckt hält. Vor 25 Jahren machte er sich deshalb auf Entdeckungsreise in das Land der Bonbons.
Foto: Margit Herrmann Galerie (10 Bilder) Galerie (10 Bilder) Galerie (10 Bilder) Galerie (10 Bilder) Galerie (10 Bilder) Galerie (10 Bilder) Galerie (10 Bilder) Galerie (10 Bilder) Galerie (10 Bilder) Galerie (10 Bilder)
„Es war nicht leicht, meine Neugier zu stillen“, erinnert sich der Bonbonmann Dirk  Lawrenz (Foto) aus Zeitz. „Den Beruf Zuckerbäcker gibt es seit dem Jahr 1970 nicht mehr; Süßigkeiten werden fast nur noch industriell hergestellt.“

Dennoch erhielt er eine Antwort auf seine Frage. Die Bonbonfertigung ließ ihn seit dem nicht mehr los und er erlernte das alte Handwerk von einem Bekannten. Am Anfang seiner Karriere verkaufte der gelernte Industriemechaniker die zuckersüßen Spezialitäten bis er vor zehn Jahren selbst seine erste klebrige Masse anrührte.

„In den vielen Jahren habe ich viele Erfahrungen gesammelt“, kommentiert er seine Vergangenheit. „Das Bonbonmachen ist kein leichtes Handwerk, aber es macht unendlich viel Spaß.“ Das sieht man dem Zeitzer auch an. Mit einem Lächeln auf den Lippen rührt er Zucker und Glukose zusammen. In seinem Show-Wagen, mit dem er auf Märkten unterwegs ist, hat er alle Gerätschaften dabei, die er braucht. An der Konsistenz der Blubberbläschen erkennt Dirk Lawrenz, wann es an der Zeit ist, die teigähnliche Masse auf eine Granitplatte zu betten und mit Zitronensäure zu bestreuen.

Dabei ist die Temperatur extrem wichtig. Bei niedrigen Temperaturen entsteht eine weiche Masse, die für Kuchenglasuren geeignet ist. Bei mittlerer Temperatur kann die Masse zum Kandieren von Früchten verwendet werden und bei hohen Temperaturen um die 150 Grad entstehen feste Produkte, wie Bonbons. Für Himbeerbonbons verwendet er roten Farbstoff. „Die Leute lieben knallige Farben. Ein Bonbon, der gut aussieht, schmeckt auch automatisch besser“, berichtet er von einem durchgeführten Test, bei dem nur das Aussehen der Bonbons geändert wurde. Das Aroma wird beim Handwerk traditionell beim Abkühlvorgang untergerührt.

Nicht wie in der Industrie bereits beim Kochvorgang. „Das hat den Vorteil“, erklärt der „süße Mann“, „dass der Geschmack viel intensiver ist.“ Während seiner Arbeit kommt Dirk Lawrenz nie in die Versuchung zu naschen. „Qualitätskontrolle“, nennt er schmunzelnd das Führen der bunten Knollen in den Mund.

„Ich habe immer wieder Verlangen nach etwas Süßem. Vor allem nach einer kleinen Pause im Sommer habe ich regelrechten Heißhunger.“ Nachdem die Masse die benötigte Konsistenz erreicht hat, geht es ans Ziehen. Dabei wird der „Bonbonteig“ mit Hilfe eines Hakens und der eigenen Muskelkraft immer und immer wieder gezogen bis kleine Luftbläschen entstehen. Dann sind der Fantasie von Dirk Lawrenz keine Grenzen gesetzt. Rund 150 verschiedene Sorten bietet der Bonbonmann online seinen Kunden an. Anderthalb Stunden braucht er für die Herstellung von sechs bis acht Kilogramm Ware. Doch sein Steckenpferd ist die Vorführung seines Handwerkes auf Märkten. „Ich glühe dafür, Menschen meine Arbeit zu zeigen. Wenn ich dann noch das Lächeln meiner Zuschauer ernten darf, bin ich rundum glücklich.“

Er ist sich sicher, durch das Zeigen des Handwerks auch das Qualitätsbewusstsein der Menschen zu steigern. Selbst Kinder würden lernen, die Handarbeit zu schätzen. Natürlich haben seine Süßigkeiten keinen Supermarkt-Preis, doch das sei richtigen Genießern egal. Sie wissen, welches hochwertige Produkt sie auf der Zunge zergehen lassen. Die Kostbarkeiten sind bei trockener und kühler Lagerung mindestens ein Jahr haltbar. Sein Lieblingsbonbon ist der Rockbonbon: „Er ist sehr intensiv im Geschmack und knusprig in der Konsistenz. Für dieses Jahr hat er neue süße Pläne: „Ich möchte Kissenbonbons mit Kokos- oder Schokoladenfüllung herstellen“, verrät er. Sein kritischster Kunde ist sein neunjähriger Sohn. Er berät Papa und entfacht in ihm immer wieder neue Ideen. „Kirsch-Chilli und Salz-Lakritz sind eine meiner verrücktesten Kreationen.“ Doch nicht nur der Geschmack bietet viele Entfaltungsmöglichkeiten, auch die Größe ist sehr variabel. Sein größter Lolli, an dem er einmal arbeitete, wog 7 Kilogramm und hatte eine Breite von einem Meter. Wir sind gespannt, welche süße Ideen er noch entwickelt.

Zuckerstangen und Lutscher

Aussehen und Geschmack zeichnen die von Dirk Lawrenz handgefertigten Leckereien aus. Die Verbindung von alter Herstellungstradition in Kombination mit besten Aromen und Zutaten garantieren einen außergewöhnlichen Genuss.

Rocks

Wer kennt sie nicht? Die feinen Bonbons mit der „Blume“.  Zumindest die etwas Älteren unter den Süßigkeitenliebhabern werden sich mit Freude daran erinnern,  als sie in ihrer Kindheit bei besonderen Anlässen diese feine Süßigkeit genießen durften.

Zuckerfreie Bonbons

Ein großer Teil von Süßwaren wird aufgrund der hohen Kundennachfrage ohne Zucker hergestellt. Der Grund, Zuckeraustauschstoffe zu nutzen, ist der geringere Kaloriengehalt und der niedrigere glykämische Index, wodurch sie eine geringere Auswirkung auf den Blutzuckerspiegel haben. Entgegen langläufiger Meinung sind Zuckeraustauschstoffe keine Intensivsüßstoffe. Doch zu beachten ist, welche Süßstoffe verwendet werden. Nicht alle sind gut verträglich und haben keinen Einfluss auf den Geschmack.

Info:
www.bonbonmann.de

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