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Wochenspiegel > Unser Land > Bad Kösen - Kurstadt mit Tradition >
Mario Wetzel Mario Wetzel
aktualisiert am 20.04.2017 um 09:34:11

Bad Kösen - Kurstadt mit Tradition

Neben klassischen Kur-Anwendungen setzt Bad Kösen mehr und mehr auf Wellness. Eine große Bandbreite an Angeboten lockt immer mehr Gäste an. Neben klassischen Kur-Anwendungen setzt Bad Kösen mehr und mehr auf Wellness. Eine große Bandbreite an Angeboten lockt immer mehr Gäste an.
Foto: Martin Schumann Galerie (3 Bilder) Galerie (3 Bilder) Galerie (3 Bilder)
Eine Meeresbrise in Mitteldeutschland? Gibt es nicht, meinen Sie? Gibt es doch! Ein leises Plätschern kündet von dem salzhaltigen Wasser, das die Schwarzdornreiser herunterrieselt um zu verdunsten. 325 Meter lang ist das Gradierwerk in Bad Kösen. Einst diente es zur Salzgewinnung, heute zur Erholung und zur Gesunderhaltung. Die Salzkristalle legen sich in die Atemwege, nehmen Flüssigkeit auf und entschleimen.

Dazu muss man sich nicht einmal bewegen, doch ohne Spaziergang rund um das Gradierwerk könnte man einige Sehenswürdigkeiten verpassen. Das Doppelfeldgestänge beispielsweise, eine knarrende und quietschende Holzkonstruktion, die, vom Wasser der Saale angetrieben, die Kraft überträgt, mit deren Hilfe die salzhaltige Sole aus den Tiefen der Erde heraufgepumpt wird. Betrieben wird das Gradierwerk heute, genau wie die Radinsel und das neu eröffnete Kurmittelzentrum „Kösalina“ von der Kurbetriebsgesellschaft, der „Kubi“. Die orientiert sich neu, stellt sich für die Zukunft auf, will weg vom etwas piefigen Image des Kurbetriebs. „Das Kösalina steht allen Besuchern offen, nicht nur mit Krankenschein“, sagt Uwe Gebhardt von der „Kubi“. Ob Solebecken, Sauna, Massagen oder Entspannung in der Salzgrotte – die Grenzen zwischen Kur und Wellness sind längst fließend.

Natürlich spielt die Rehabilitation nach Erkrankungen oder Operationen noch immer eine große Rolle in Bad Kösen. Zwei Reha-Kliniken und eine Kinder-Rehaklinik haben sich auf die verschiedensten Fachgebiete spezialisiert. Und auch im Kösalina selbst haben verschiedenste Therapien, Kurse und Gruppen, beispielsweise die Rheumaliga, ihren festen Platz neben den Wellnessangeboten.

Doch Bad Kösen ist mehr als nur Kur und Wellness, Bad Kösen bietet Erlebnis, Genuss und Erholung. Spaziergänge durch den Kurpark, ein Bummel durch den Tierpark, eine Schifffahrt auf der Saale – Besucher finden zahlreiche Möglichkeiten zur Freizeitgestaltung. Saalecksburg und Rudelsburg thronen „stolz und kühn“ als beliebte Ausflugsziele in unmittelbarer Nähe auf Kalksteinfelsen und lieferten so die Vorlage für das Volkslied „An der Saale hellem Strande“.

Im nahegelegenen Kloster Pforta, das noch heute die gleichnamige Landesschule beherbergt, kelterten einst Mönche Wein und kultivierten die Landschaft. Noch heute hat das Landesweingut Kloster Pforta seinen Sitz in Bad Kösen, ein Umzug an die ursprüngliche Stätte ist in Planung. Wein und Genuss lassen sich in Bad Kösen sehr gut mit Aktivtourismus verbinden, etwa bei einer Wanderung durch die Weinberge oder einer ausgedehnten Radtour. In wenigen Minuten gelangt man so beispielsweise auch nach Naumburg zum Dom mit seinen berühmten Stifterfiguren.

Mehrere Hotels in Bad Kösen bieten Pakete an. Übernachtung, Dinner, Wellness – wie wäre es beispielsweise mit einem romantischen Tag zu zweit, einem entspannenden Rotwein-Salz-Bad im Kösalina und einem ausgedehnten Spaziergang um das Gradierwerk? Das kann man nicht nur von unten besichtigen, sondern zu bestimmten Zeiten auch besteigen. Ende April wird in der Regel die Kursaison eröffnet, die dann bis in den Oktober hinein dauert. Regelmäßige Veranstaltungen vom Kurkonzert über Drachenbootrennen und Brunnenfest bis zu Halloween im Tierpark bieten Abwechslung für jeden Geschmack.

Info:
Öffnungszeiten April–Oktober
Mo.–Fr.: 10–18 Uhr
Sa.: 10–15 Uhr
So./Feiertag: 10–13 Uhr

Web-Adressen:
www.badkoesen-heilbad.de
www.koesalina.de
www.tierpark-badkoesen.de
www.saaleschifffahrt.de

Tourist-Info Bad Kösen
Telefon: 03445/27 31 24

 

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