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Mario Wetzel Mario Wetzel
aktualisiert am 20.04.2017 um 16:05:43

Aus Buchenholz wird Grillkohle

Seit einem Jahr qualmt es in der Dübener Heide wieder, das Ehepaar Austinat stellt Qualitätsholzkohle in der Köhlerei Eisenhammer her. Seit einem Jahr qualmt es in der Dübener Heide wieder, das Ehepaar Austinat stellt Qualitätsholzkohle in der Köhlerei Eisenhammer her.
Foto: Antje Weiß Galerie (3 Bilder) Galerie (3 Bilder) Galerie (3 Bilder)
Der Eisenhammer, inmitten der Dübener Heide an der B 2, ist ein Ortsteil von Tornau und er hat eine Köhlerei – die letzte Köhlerei der Dübener Heide. Auch wenn kein Meiler brennt, liegt in der Gegend Schwelgeruch in der Luft: „Unsere Kohle ist gefragt“, freut sich Köhler Jörn Austinat, dass es viele Stammkunden gibt, die die Qualitätskohle schätzen.

Grillkohle zu fertigen ist körperlich harte Handarbeit. Verwendet wird Buchenholz aus der Region. Die Stämme müssen ein Jahr lang trocknen, dann werden sie auf einen Meter Länge gesägt. Für die Produktion stehen vier Schamottöfen und sechs Stahlglocken zur Verfügung: „Das Holz muss eine Woche bei 500 bis 600 Grad verschwelen und eine Woche auskühlen. Gute Holzkohle raucht nicht und brennt ohne Flammen, weil die flammenbildenden Gase schon bei der Verkohlung entwichen sind“, erklärt Jörn Austinat. Aus einer Tonne Buchenholz lassen sich 100 Kilogramm Holzkohle gewinnen. Seit April 2016 sind er und seine Frau Norma die stolzen Besitzer der Köhlerei. Mit 37  Jahren sind sie wohl mit die Jüngsten ihrer Zunft.

Das Ehepaar gaben mit dem Kauf der Köhlerei ihr altes Berufsleben in Leipzig auf. „Wir haben uns damit ganz schön was vorgenommen. Doch wir haben Ideen und Visionen, wo wir mit der Köhlerei hinwollen.“ Erfahrungen mit der Herstellung von Holzkohle sammelte Jörn schon als Kind: „Ich stamme aus der Gegend, in meiner Jugendzeit habe ich oft in der Köhlerei mitgeholfen.“ Und weil Norma das einzig wahre Köhlerliesel der Dübener Heide ist, wurde sie im August beim Holzskulpturen-Wettbewerb  in Tornau auch offiziell zur Köhlerliesel gewählt.

Entstehen soll auf dem 11 000 Quadratmeter großen Gelände ein Ort der Begegnung mit Köhlerei-Museum, Schau-Meiler und Riesenspielplatz. Es soll Führungen durch das urige Waldgebiet geben, Projekte für Schulklassen, Kindergeburtstage und auf der neuen Waldbühne sollen Musikabende stattfinden. Die Waldbühne  wurde beim ersten Köhlereifest im August eingeweiht. „Der Hof war voll, mit so viel Zuspruch hatten wir nicht gerechnet.“

Das Köhlereifest soll nun zur festen Tradition werden – immer am dritten Samstag im August. Mittlerweile wurde auch der Imbiss mit Holzkohlegrill, der zehn Jahre geschlossen war, wieder zum Laufen gebracht. Norma Austinat kommt dabei ihr Organisationstalent aus dem früheren Job als Projektmanagerin zugute. „Doch hier bin ich mein eigener Herr, mitten im Wald zu arbeiten, ist schon ein Traum.“

Info:
Die Holzkohle ist das ganze Jahr über erhältlich. Der Imbiss hat von März bis Oktober an den Wochenenden von 11.30 bis 19 Uhr geöffnet. Der Erlebnisgrill ist auch für Familienfeiern geeignet.

Termine für Gruppen können unter Telefon 034243/2 54 49 vereinbart werden.

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