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Mario Wetzel Mario Wetzel
aktualisiert am 06.09.2017 um 10:41:35

Köstlicher Fisch aus dem Geiseltal

Im Müchelner Ortsteil Sankt Micheln steht bei Dirk und Yvonne Schmidt die Forelle im 
Mittelpunkt ihrer Arbeit. Rund 20 Tonnen Fisch (Forellen und andere Arten) gehen bei Schmidts jährlich über die Ladentheke. Im Müchelner Ortsteil Sankt Micheln steht bei Dirk und Yvonne Schmidt die Forelle im Mittelpunkt ihrer Arbeit. Rund 20 Tonnen Fisch (Forellen und andere Arten) gehen bei Schmidts jährlich über die Ladentheke.
Foto: Susanne Haslbeck Galerie (5 Bilder) Galerie (5 Bilder) Galerie (5 Bilder) Galerie (5 Bilder) Galerie (5 Bilder)
Schon vor rund 7 000 Jahren lebten an Elbe und Saale Fischerstämme. Vor mehr als 1 000 Jahren gründete sich in Halle die erste Fischerei-Innung unserer Region.

Eines der ersten europäischen Fachbücher über das Fischen erschien 1599 in Wittenberg. Der Autor Johannes Colerus räumte darin mit zahlreichen Mythen auf. Zum Beispiel dem, das Aale aus Schlamm entstehen.

Heute fangen rund 30 Fischereibetriebe in Sachsen-Anhalt jedes Jahr rund 650 Tonnen Fisch. Rund 90 Prozent – also der Löwenanteil – stammt aus Aquakultur. Er wird von den Firmen meist selbst vermarktet. Im Müchelner Ortsteil Sankt Micheln steht bei Dirk und Yvonne Schmidt die Forelle im Mittelpunkt ihrer Arbeit. Rund 20 Tonnen Fisch (Forellen und andere Arten) gehen bei Schmidts jährlich über die Ladentheke. Die familiengeführte Forellen-Anlage an der Apostelstraße gibt es seit 1983. Die Teiche, in denen die Fische herangezogen werden, sind mit Wasser aus den nahen Apostelquellen gespeist. Dieses sehr saubere, kalk- und sauerstoffhaltige Quellwasser ist sehr kalt – das lieben Forellen.

Den Werdegang des Familienbetriebes könnte man mit „Von der Hobbyfischzucht zur Direktvermarktung” umschreiben. Dirk Schmidt, der die Fischzucht unterstützt von seiner Frau Yvonne betreibt, übernahm die Anlage von seinem Vater. Dank der in den 1980er Jahren in Mücheln betriebenen Binnenfischerei wurde jährlich abgefischt und der Betrieb konnte neben dem „normalen” Beruf geführt werden.

Doch mit der politischen Wende hieß es: umdenken! Nicht zuletzt, weil die Ära der Binnenfischerei in Mücheln beendet war. So begann schließlich die Direktvermarktung auf dem eigenen Grundstück. Familie Schmidt verbrachte immer mehr Zeit mit der Arbeit „am Fisch”.

Die Teiche, die schon im 18. Jahrhundert dem damaligen Hoflieferanten dienten, wurden befestigt und weiter in das Gelände und die Gebäude investiert. „Was anfänglich nur als Hobby betrieben wurde, entwickelte sich im Laufe der Jahre zur hauptberuflichen Aufgabe. Mit der sehr guten Fischqualität der Forellen-Anlage konnten Kunden auch aus benachbarten Regionen angelockt werden”, blickt Dirk Schmidt heute zurück.

Von 1998 bis 2000 besuchte der eigentlich gelernte Schmied die Fischereischule Königswartha bei Bautzen und übernahm im gleichen Jahr den Betrieb seines Vaters. Im Dezember 2001 konnte die neue Verarbeitung und Vermarktung in Betrieb genommen werden.

Ganzjährig frische Forellen aus direkter Quellwasseraufzucht sind heute das Aushängeschild des Betriebes. Die Apostelquellen liefern sehr sauberes, kalk- und sauerstoffhaltiges, kaltes Wasser, was den Forellen-Verkauf ganzjährig möglich macht.

Im hauseigenen Fischverkauf sind die Forellen die Verkaufsschlager. Unter den mehreren Dutzend Fischvariationen ist natürlich hausgemachter Matjes- und Bismarckhering sowie Brathering, der schon mit DLG-Gold ausgezeichnet wurde, zu finden. Auch Butterfisch, Heilbutt, Rotbarsch, Schillerlocken, Lachs und hausgemachte Salate, Fischfrikadellen und vieles mehr, liegen verlockend in der Auslage. Wer es ausgefallener mag, kann beispielsweise Wakame-Seegras als grasgrünen Salat probieren. Beliebt sind aber auch geräucherte Garnelen oder geräucherte Grünschalen-Muscheln. Jede Woche ist der Räucher-Ofen mindestens ein Mal in Betrieb. Der Hofladen ist mittwochs bis samstags geöffnet (im Sommer bis 19 Uhr). Hier unterstützen Ilka Teuber und Doris Lützkendorf im Verkauf.

Seit 2008 wird die Forellen-Anlage zweimal im Jahr für Besucher geöffnet. Immer am 1. Mai und am 3. Oktober, beides Feiertage, wird zum großen Fischerfest für die ganze Familie eingeladen.

Kulinarisches, Unterhaltung, Live-Musik und gute Laune sind die „Zutaten“ dafür und natürlich sind viele der Besucher wegen der Vielfalt an angebotenen Fischspezialitäten auf dem idyllischen Gelände zu Gast. Vom Fischbrötchen (mit Hering, Matjes, Lachs, Brathering  & Co. lecker belegt) über Räucherfisch, bis zur Fischsuppe und Fischfilets aus der Pfanne reicht dann das kulinarische Menü mit „Köstlichkeiten aus Neptuns Reich”. Auch am Müchelner Stadthafen ist Dirk Schmidts Forellen-Anlage mit einer Fischgaststätte, passenderweise heißt diese „Zur Forelle“, seit Mai 2016 vertreten. Und ab 2018 kocht hier voraussichtlich kein Geringerer als Sachsen-Anhalts bester Nachwuchskoch 2017: Johannes Schmidt. Der jüngere Sohn von Dirk und Yvonne Schmidt wurde Sieger bei den 26. Jugendmeisterschaften der gastgewerblichen Ausbildungsberufe in der Kategorie „Koch”. Danach will der 19-Jährige, der im Gasthaus „Pretzsch” in Zscheiplitz bei Freyburg/Unstrut sein Handwerk erlernt, im Oktober 2017 zur Deutschen Meisterschaft der Nachwuchsköche in Bonn durchstarten.

Info:
www.forellenanlage-schmidt.de

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