Aktuelle Ausgabe als E-Paper


Aktuelle Ausgabe als E-Paper


E-Paper Archiv

die letzten drei Ausgaben

E-Paper Archiv E-Paper Archiv E-Paper Archiv

Sehr geehrte Kundinnen und Kunden,


zur Zeit finden Wartungsarbeiten an unserer Online-Anzeigenannahme statt.

Bitte schicken Sie uns Ihre Anzeige per E-Mail oder Fax oder rufen Sie bei uns an.

E-Mail: info@wochenspiegel-halle.de
Fax: (0345) 130 10 61
Telefon: (0345) 130 10 0
Wochenspiegel > Unser Land > Weihnachtsenten aus Priorau >
Mario Wetzel Mario Wetzel
aktualisiert am 07.09.2017 um 10:38:50

Weihnachtsenten aus Priorau

Geschnattert wird im kleinen Dörfchen 
Priorau – einem Ortsteil von Schierau, welcher im 
Biosphärenreservat Mittlere Elbe an der 
Mulde liegt – reichlich. Geschnattert wird im kleinen Dörfchen Priorau – einem Ortsteil von Schierau, welcher im Biosphärenreservat Mittlere Elbe an der Mulde liegt – reichlich.
Foto: Thomas Schmidt Galerie (3 Bilder) Galerie (3 Bilder) Galerie (3 Bilder)
Die Enten und Gänse vom Hofladen in Priorau laufen schön gemütlich und entspannt über die grüne Wiese und neben dem Geschnatter wird auch allerhand Grünes aufgenommen.

Franziska Glück schaut jeden Tag mehrfach nach dem Rechten, die Besitzerin des Hofladens ist mit den Tieren zufrieden. Letztendlich sind das Federgetier, das seit dem Sommer auf den Wiesen entlang watschelt, Bewohner auf Zeit und die Tage quasi gezählt. Für viele Menschen gehört zu Weihnachten ein Festtagsbraten auf den Tisch, aber wenn Fleisch, dann bitte von artgerecht gehaltenen Tieren. Dafür garantieren der Hofladen Priorau und seine Besitzerin Franziska Glück.

Noch herrscht Ruhe und gemütlich pflücken die Enten und Gänse das Grün ab. Demnächst wird das Federtier, das nachhaltig auf den Wiesen des Hofladens Priorau herangewachsen ist, an die Kunden gebracht, die ihre Bestellung bereits aufgegeben haben.

„Die Enten und Gänse werden erst kurz vor Weihnachten geschlachtet”, erklärt Franziska Glück und gibt ehrlich zu, dass das auch für sie keine leichte Aufgabe ist. Im Juli bekommen die Glücks die kleinen Gössel, so werden die Jungtiere genannt. Anfangs werden den kleinen flauschigen Tierchen Brennnesseln und Eier zugeführt, fein säuberlich gehäckselt. „Das werden natürlich die besten Enten und Gänse”, sagt Glück und erklärt, dass ihre Tiere ein glückliches Leben haben, denn sie dürfen sich auf der Wiese frei bewegen und bekommen noch frisches Futter wie Weizen und Gerste.

Die Enten und Gänse sind sehr zutraulich und werden offensichtlich und augenscheinlich verwöhnt. Franziska Glück gibt offen zu, die Aufzucht ist schon ein aufwändiges Geschäft. Zudem müssen die Enten und Gänse nach der Schlachtung geprüft und gerupft werden. „Früher hat man die Federn noch verwenden können, aber jetzt werden sie leider weggeschmissen. Das ist wirklich schade”, sagt die 25-Jährige.

Das Leben der Tiere ist relativ kurz, ca. 22 Wochen. In dieser kurzen Zeit haben sich die Enten ungefähr 3 bis 4 Kilo und die Gänse ca. 6 bis 7 Kilo angefressen. Nach der Schlachtung wiegt eine Ente ungefähr 2 bis 3 Kilo und eine Gans ca. 5 Kilo.
Die Schlachtung wird von einem professionellen Schlachtbetrieb vorgenommen. Bevor die fertig ausgenommenen Tiere wieder zurück kommen, müssen die Federn runter. Dazu werden sie mit Kunstharz eingerieben. Mit dem Harz geht das Rupfen leichter. Außerdem werden nur Enten und Gänse geschlachtet, die auch flügge sind.

„Die Leute wollen die Enten und Gänse sauber geputzt haben, sonst muss man noch mal mit der Pinzette ran”, erklärt Glück und stöhnt, denn das ist wohl eine echte Sisyphusarbeit. Allgemein geht der Trend im Moment weg von der Gans hin zur Ente. Grund dafür ist, dass Gänse in der Regel schwer sind. Doch das ist ganz einfach Geschmackssache und Franziska Glück (Foto) verrät auch noch einen kleinen Zubereitungstrick. „Als erstes ist es immer wichtig die Gans oder Ente zu brühen, dann ab in den Bräter und mit großer Hitze beginnen. Später nur noch bei 80 Grad garen.”


INFO:
Der Hofladen Priorau wird von Franziska Glück betrieben. Hier wird vor allem auf die Regionalität der Produkte geachtet. Saisonabhängiges frisches Ge­­müse und Obst gehören genauso zum Sortiment wie weitere Naturprodukte und Eier aus Freilandhaltung, Honig von Imkern aus der Region, Marmelade aus einheimischen Früchten und Sanddornprodukte. Doch auch Futtermittel für Haus- und Hoftiere, Töpferware und Pferdemist sind im Angebot.

Den Hofladen in Priorau findet man in der Raguhner Straße 6b in 06779 Raguhn-Jeßnitz, OT Priorau. Telefon 034906/23 143.
Geöffnet ganzjährig von Januar bis Dezember von 9 bis 17 Uhr und von Oktober bis März zusätzlich samstags von 9 bis 12 Uhr.

Kommentar schreiben
Name:
Ort:
Kommentar:
  Ja, ich habe die Hinweise zu Kommentaren auf unserer Website gelesen und akzeptiert.
Eingabeverifizierung: Schreiben Sie die untenstehende Ziffern- / Buchstabenkombination in das folgende Feld. Dadurch wollen wir dazu beitragen, unerwünschten E-Mails und automatischen Versendern keine Verbreitungsmöglichkeit zu bieten.
 
 
Die Natur ist die größte Apotheke der Welt Die Natur ist die  größte Apotheke  der Welt In der Raßnitzer Gärtnerei, die von Uwe Melchior (Foto), seiner Frau Monika und Tochter Bianca seit 1992 geführt wird, wachsen im...
Anzeige
Trauerportal
Edle Rinder machen Feinschmecker glücklich Edle Rinder machen Feinschmecker glücklich Der Winter ließ sich Zeit in diesem Jahr. Mitte März zeigt das Thermometer noch minus zwölf Grad. Obwohl die Sonne scheint, kriecht die...
Anzeige
Äpfel & Birnen Äpfel & Birnen In Köthen gibt es eine lange Tradition im Obstanbau. Bereits im Jahre 1794 wurde Anhalts Obstanbau vom bekannten Pomologen Pfarrer Johann Volkmar Sickler...
Anzeige
Unser Land