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Wochenspiegel > Unser Land > Im Grauen Hof gibt es „Aschersleber Hofbräu“ >
Mario Wetzel Mario Wetzel
aktualisiert am 07.09.2017 um 11:18:46

Im Grauen Hof gibt es „Aschersleber Hofbräu“

Vielerorts, so auch in Aschersleben, gibt es Dinge, die sich erst beim zweiten Hinschauen 
erschließen. Es lohnt sich also unbedingt, gerade auf die kleineren Dinge zu achten wie beispielsweise auf das Bier namens „Aschersleber Hofbräu”. Vielerorts, so auch in Aschersleben, gibt es Dinge, die sich erst beim zweiten Hinschauen erschließen. Es lohnt sich also unbedingt, gerade auf die kleineren Dinge zu achten wie beispielsweise auf das Bier namens „Aschersleber Hofbräu”.
Foto: Jens Dammann Galerie (3 Bilder) Galerie (3 Bilder) Galerie (3 Bilder)
In Deutschland dürfte es eine riesige Anzahl an mittleren, besonders aber kleinen und kleinsten Brauereien geben. Die meisten von ihnen haben einen historischen Hintergrund, der oftmals mehrere Jahrhunderte zurück reicht. Nicht selten waren es Mönche, die territorial unterschiedlich den Gerstensaft brauten und dadurch mitunter dem Ort des Entstehens eine ganz besondere Bedeutung verliehen.

In Aschersleben gibt es den Grauen Hof. Der Graue Hof ist einer der ältesten Profanbauten Deutschlands. Hier soll wohl bereits im Mittelalter Bier gebraut worden sein. Ein kleiner Blick in die Geschichte: Bis ins 13. Jahrhundert reicht die Geschichte des Aschersleber Bieres zurück.

Vor über 700 Jahren, am 24. August 1309, übereignet Graf Otto II. von Aschersleben einen Hof in der Stadt an das Kloster Michaelstein.

Die Zisterziensermönche brach­­ten neben Künsten, Wissenschaft und intensiver Landkultur in Form von Landwirtschaft, Fischzucht, Mühlenbewirtschaftung und Gartenkultur, auch die Bierbrauerei als wichtige handwerkliche Fähigkeit mit ein. Man kann auch annehmen, dass die Mönche im Grauen Hof den Hopfenanbau in der fruchtbaren Gegend zwischen Wipper und Eine vorantrieben und das Brauhandwerk schon 1309 im Wirtschaftshof des Klosters, dem Grauen Hof, betrieben. Der Hopfenanbau in der Gegend um Aschersleben prägte die Region über Jahrhunderte hinweg. Jetzt ist aber davon nicht mehr viel übrig. In diesem Zusammenhang ist auch die damalige Entstehung der Braukultur in Aschersleben zu sehen. An der Verbreitung der Braukunst waren die Mönche wesentlich beteiligt und Bier war zu dieser Zeit auch ein wichtiges Handelsgut der Hanse, welcher Aschersleben von 1426 bis 1518 angehörte.

Heute ist der Graue Hof in Aschersleben ein äußerst wichtiger Anlaufpunkt in Sachen Kunst und Kultur. Betrieben wird er durch den Aschersleber Kunst- und Kulturverein (AKKU). Dessen Vorsitzender Ernst Karl vom Böckel (Foto Seite 39) erklärt, dass sein Verein das Objekt seit 1993 wieder mit viel Engagement aufgebaut hat. Entstanden ist das Kunstquartier, aber auch eine attraktive gastronomische Einrichtung. Hier im Hause wird natürlich das Aschersleber Bier, das „Aschersleber Hofbräu” ausgeschenkt.

„Wir bieten es zwar hier im Grauen Hof an, aber wir brauen es nicht selber. Dazu fehlen uns wichtige technische und organisatorische Voraussetzungen. Deshalb haben wir uns vor geraumer Zeit einen Partner gesucht. Fündig geworden sind wir in einer kleinen Brauerei, zwischen Halle und Leipzig gelegen. Dort wird unser ‚Aschersleber Hofbräu’ nach einer gemeinsam entwickelten, wohl so ähnlich überlieferten Rezeptur gebraut”, erklärte Ernst Karl vom Böckel während eines Gesprächs.

Der „Schwarze Rabe” und das „Urquell 1309” sind handwerklich hergestellte, naturbelassene, hefetrübe und unfiltrierte Bierspezialitäten vom Aschersleber Hofbräu. Biere wie ihre Heimat. Ursprünglich, ehrlich und charaktervoll. Sie entsprechen selbstverständlich dem alten Reinheitsgebot (in Fortsetzung des bayrischen Erlasses von 1516). Die erlesene Auswahl von geröstetem Malz ist hoch, was zu einer höheren Stammwürze führt, diese verleiht den Bieren ihren typischen Charakter und sein feines Malzaroma.
 
Und wie beim Wein, sind auch die Biere vom Aschersleber Hofbräu durch ein eigenes Bukett gekennzeichnet, welches die Genießer am besten wahrnehmen, wenn sie es aus dem passenden, kelchartigen Glas trinken. „Genießen Sie das Bier aus dem Grauen Hof, verkosten Sie es allein oder in geselliger Runde in der traditionellen Bügelverschlussflasche oder vom Fass. Sie werden beim Genuss feststellen, dass es, bei seiner Herkunft wenig verwunderlich, zu beidem taugt”, sind sich die Macher einig.
„Bier kann wie Wein sehr komplex und differenziert sein, wenn es Herkunft und Gesicht hat.”

Auf die Frage, wie Ernst Karl vom Böckel denn das „Aschersleber Hofbräu” selbst einschätzen würde, meinte der Vositzende nur kurz und knapp: „Wunderbar!”


Info:
Kunstquartier Grauer Hof
Am Grauen Hof 1, 06449 Aschersleben
Telefon: 03473/80 90 79
Web: www.grauerhof.de

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