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Wochenspiegel > Unser Land > Wenn der Rhabarber wächst >
Mario Wetzel Mario Wetzel
aktualisiert am 11.04.2018 um 14:40:31

Wenn der Rhabarber wächst


Foto: Béatrice Haas Galerie (2 Bilder) Galerie (2 Bilder)
Seit November 2009 vermarktet die Familie Bütof bäuerliche und regionale Produkte der Region. Diese werden fast ausschließlich von Höfen, Familienbetrieben und kleinen Manufakturen aus der Region erzeugt.

Urig, ländlich und gemütlich wirkt das Lädchen namens „Das Landei“ inmitten des Dessauer Ortsteils der Doppelstadt Dessau-Roßlau.Ein kulinarischer köstlicher Duft empfängt jeden Gast. Täglich werden frische Salate und eine Suppe zubereitet. Zudem hält das „Landei“-Team mit kleinen Snacks wie belegten Brötchen und Würstchen vor. Auch an Nachtisch fehlt es nicht.

Online ist der wöchentliche Speiseplan schnell ersichtlich.Über 50 Lieferanten beliefern „Das Landei“ regelmäßig. Ein sorgfältiger Blick auf das Sortiment erschließt Vielfalt: Schafs- und Ziegenkäse, geräucherter Fisch, verschiedene Wurstwaren, frisches Biobrot, Eier vom Huhn und der Wachtel.

Besonders in der Weihnachtszeit ergänzen Enten, Gänse, Wild und Rindfleisch das Sortiment. Neuerdings gibt es auch Fleisch vom Heckrind und Pferd.

Neben den Frischeprodukten sind hier zudem Waren unterschiedlicher Regionalerzeuger zu finden, darunter Libehna-Säfte aus Raguhn, Honig aus Mitschkes und Schwalbes Imkerei, Süßwaren wie Halloren oder Wikana-Naschwerk aus Wittenberg sowie Nudeln aus Walternienburg, Spreewalderzeugnisse, Saale-Unstrut-Weine, Gebrautes aus Wörlitz und vieles mehr. Kleine Geschenkartikel runden die Vielfalt ab.

Obst und Gemüse werden je nach Gartenjahr angeboten; so auch ab dem Frühjahr der Rhabarber, ein vielseitig verwendbares Gemüse, welches jedoch aufgrund seiner Verwendung und Zubereitung im Volksmund als Obst gilt.

Der gemeine Rhabarber (Rheum rhabarbarum) ist eine Pflanzenart aus der Familie der Knöterichgewächse (Polygonaceae), erklärt das Onlinelexikon Wikipedia. Robust wachsend gedeiht er sehr gut auf einem sonnigen Areal. Auch im Schatten ist der Rhabarber zu finden; lockere Erde lässt die Wurzeln gut atmen.

Optimal eingewurzelte Pflanzen benötigen nicht viel Wasser. Bei trockener Witterung sollten sie jedoch ausreichend mit Wasser versorgt werden, sonst wird der Rhabarber holzig.

In der Regel weisen die Stiele eine rötlich-grüne bzw. grünliche Färbung auf. Die Farben geben Aufschluss über den Geschmack: Rotstieliger Rhabarber mit grünem Fruchtfleisch mundet weniger sauer, dafür aber herber als der grünstielige. Zarte rotfleischige Rhabarberstängel können gut und gern komplett verwertet werden, während die älteren grünfleischigen Stiele meist zu schälen sind. Die Fäden lassen sich leicht mit einem Messer abziehen.

Allerdings wird Rhabarber mit steigendem Alter holziger. Deswegen ein Tipp an die Verbraucher: Sobald sich die Blätter entfaltet haben, sollten die Stängel geerntet werden. Dies ist nicht nur dem Geschmack dienlich, sondern erhöht auch den Ertrag.

Übrigens: Die Blattstiele sind reich an Inhaltsstoffen wie Vitamin C, Vitamin A, B1, B2, Eisen, Magnesium u.a. Der Energiewert beträgt 54 KJ (13 kcal). Wichtig für den Geschmack erweisen sich die Fruchtsäuren: die Äpfel- und Zitronensäure in Verbindung mit Zucker (Wikipedia).

Als Ertragsstichtag gilt St. Johannis, der 24. Juni. Danach findet für gewöhnlich keine Ernte mehr statt. Zum einen müssen sich die Pflanzen erholen, zum anderen steigt auch der Oxalsäure-Gehalt in den Stängeln und mundet somit nicht. Erwies sich die Ernte als reichlich, lässt sich der Rhabarber gut einfrieren und hält somit ca. ein Jahr.

Gerlinde Bütof (Foto) vom Dessauer „Landei“ empfiehlt folgende Verarbeitung und Verwendung:

Rhabarbersirup (für ca. 1 Liter)

Gut 1 kg Rhabarber waschen, in Stücke schneiden, in einem Topf mit 250 g Zucker und 400 ml Wasser aufkochen und bei kleiner Hitze mit Deckel ca. 30 Minuten köcheln lassen, Saft durch ein Sieb in einen Topf abgießen, Sirup in heiß ausgespülte Flaschen oder Einmachgläser füllen und gut verschließen. Haltbarkeit: ungeöffnet und dunkel gelagert ca. 4–6 Monate.


Rhabarberstreuselschnitten

Zutaten:
Für die Streusel: 200 g Mehl, 100 g Zucker, 100 g Cornflakes, 200 g kalte Butter.
Für den Teig: 100 g gemahlene Mandeln, 1,5 kg Rhabarber, 1 reife Banane, 200 g Butter, 250 g Zucker, 2 Eßl. Zitronensaft, 1 Tl. abgeriebene Schale Zitrone, 4 Eier, 200 g Mehl, ½ Päckchen Backpulver.

Zubereitung:
1. Für die Streusel: Mehl, Zucker, Cornflakes und die kalten Butterstückchen krümelig verkneten, zugedeckt kühl stellen.
2. Mandeln in heißer Pfanne ohne Fett rösten, Backofen auf 200 Grad vorheizen.
3. Rhabarber waschen, schälen, in Stücke schneiden, Banane schälen und zerdrücken, mit Butter, Zucker, Zitronensaft und -schale und Eiern schaumig rühren, Mehl, Mandeln und Backpulver unterheben.
4. Teig auf dem Backblech verstreichen, Rhabarberstücke auf den Teig verteilen. Streusel darauf verteilen, etwa 35 Minuten backen, auskühlen lassen und servieren.

Guten Appetit!


Info
„Das Landei“ – Gerlinde Bütof
Web: www.landei-dessau.de

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