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Wochenspiegel > Unser Land > Ohne Fischerprüfung kommt kein Fisch an die Angel >
Mario Wetzel Mario Wetzel
aktualisiert am 11.04.2018 um 14:41:50

Ohne Fischerprüfung kommt kein Fisch an die Angel

„Wer in Deutschland angeln möchte, braucht dazu eine behördliche Erlaubnis, den sogenannten Fischereischein und eine Fischereierlaubnis. Ersterer wird ausgestellt von der zuständigen Fischereibehörde. Welche das ist, richtet sich nach dem Wohnort. Der Fischereibehörde muss man einen Nachweis über die bestandene Fischerprüfung vorlegen.

Grundlage sind das Fischereigesetz, die Fischereiordnung und die Fischerprüfungsordnung. Die Fischereierlaubnis erteilt der für die jeweiligen Gewässer zuständige Anglerverband oder der Eigentümer des Gewässers. Sie wird für maximal ein Jahr ausgestellt. Man erhält sie automatisch als Mitglied in einem Anglerverband oder erwirbt eine Gastkarte, die unter anderem auch in Angelfachgeschäften erhältlich ist.

In Sachsen-Anhalt können drei verschiedene Fischerprüfungen abgelegt werden:

Jugendfischerprüfung

Mädchen und Jungen können bereits mit acht Jahren die Jugendfischerprüfung ablegen. Viele regionale Angelvereine bieten Vorbereitungskurse an. Sie nehmen auch die Prüfung ab, die mündlich durchgeführt wird. Die Fragen werden altersgerecht von den Prüfern gestellt und beinhalten Themen wie Fischkunde, Gewässerkunde, Gerätekunde und Rechtskunde. Die Prüfung dauert pro Prüfling etwa zehn Minuten. Bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres ist der Jugendfischereischein gültig. Es darf nur auf Friedfische geangelt werden.


Friedfischfischerprüfung

Bereits mit 13 Jahren können Jugendliche die Friedfischfischerprüfung ablegen. Die bestandene Prüfung  gilt auf Lebenszeit,  allerdings darf mit dem Friedfischfischereischein, den man für verschiedene Laufzeiten nach bestandener Prüfung beantragen kann, nur in Sachsen-Anhalt geangelt werden. Für die Friedfischfischerprüfung muss der Angler einen mündlichen Test bestehen. Er beinhaltet Fragen zu Fischkunde, Gewässerkunde, Gerätekunde und Rechtskunde. Die Prüfungskommission setzt sich aus Vertretern der Anglervereine, die im Landesanglerverband Sachsen-Anhalt Mitglied sind, zusammen. Ein Vorbereitungslehrgang ist nicht vorgeschrieben, aber zu empfehlen. Nach bestandener Prüfung ist der Angler berechtigt, eine Fischereierlaubnis für den Friedfischfang zu erwerben. Er darf beim Angeln keine Raubfischköder verwenden.


Raubfisch-Fischerprüfung

Mit bestandener Raubfisch-Fischerprüfung oder auch „großer Fischerprüfung“, dem daraus erworbenen Fischereischein und der Fischereierlaubnis kann der Angler Friedfisch-, Raubfisch- und Nachtangeln.Dazu darf er alle erlaubten Fischereigeräte und Fangmethoden nutzen. Voraussetzung für die Zulassung zur „großen Fischerprüfung“ ist, dass man mindestens 13 Jahre alt ist und einen Vorbereitungslehrgang von mindestens 30 Unterrichtsstunden absolviert hat. Die Prüfung wird von der zuständigen Fischereibehörde abgenommen. Sie setzt sich aus einem zweistündigen schriftlichen und einem mündlichen Teil zusammen. Während des Prüfungsgespräches, das auch praktische Bestandteile beinhaltet, beantworten fünf Prüflinge die Fragen der Prüfer. Noch am Prüfungstag erhält der angehende Angler bei Bestehen eine Fischerprüfungsurkunde.


Sonderfischereischein – ohne Prüfung

Den Sonderfischereischein können Bürgerinnen und Bürger erwerben, die aufgrund einer Behinderung oder eines Handicaps nicht in der Lage sind, eine Fischerprüfung zu bestehen. Sie dürfen Friedfische angeln, wenn ein volljähriger Angler mit gültigem Fischereischein dabei ist.


INFO

Fischereibehörde des Landkreises Saalekreis
Domplatz 2 | 06217 Merseburg
Telefon:     03461/40 12 15
E-Mail:     Detlef.Bublitz@saalekreis.de
Öffnungszeiten:
Dienstag 9.00–12.00 und 13.30–18.00 Uhr,
Donnerstag 9.00–12.00 und 13.30– 15.30 Uhr


Untere Jagd- und Fischereibehörde Stadt Halle (Saale)
Am Stadion 5 | 06122 Halle
Telefon:     0345/22 11 231
Öffnungszeiten:
Dienstag 9.00–12.00 und 13.00–18.00 Uhr,
Donnerstag 9.00–12.00 und 13.00–16.00 Uhr

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