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Wochenspiegel > Unser Land > Das Forsthaus Friedrichshohenberg bei Ermsleben >
Mario Wetzel Mario Wetzel
aktualisiert am 11.04.2018 um 15:45:20

Das Forsthaus Friedrichshohenberg bei Ermsleben

Es ist eigentlich kaum zu glauben, aber trotzdem eine Tatsache, dass viele Leute aus der Region den Namen Forsthaus Friedrichshohenberg noch nie gehört haben. Dabei handelt es sich um eine Perle, die absolut idyllisch in die sanfte Landschaft eingebettet ist.

Forsthaus Friedrichshohenberg, das ist ein Name für alle, die auf der Suche nach einer ganz besonderen Herberge sind. Wer Abgeschiedenheit, Ruhe und Entspannung sucht, der ist hier genau richtig. In einem wunderschönen Ambiente, Schwärmer reden sogar von einer filmreifen Märchen-Kulisse, können gestresste Zeitgenossen einfach mal abschalten und die Seele baumeln lassen.


Wie kommt es aber nun, dass Friedrichshohenberg trotzdem nicht jeder kennt?

Vielleicht liegt es daran, dass das Areal etwas abseits der großen Verkehrsadern liegt und nur vergleichsweise wenige Schilder darauf hinweisen. Wer aber wirklich dorthin will, der findet Friedrichshohenberg – zu Fuß, mit dem Fahrrad und sogar mit dem Auto. Am besten zu erreichen ist das Forsthaus wohl von Ermsleben aus.

Ermsleben wiederum liegt direkt an der B185 und ist auch von der „Nordharz-Autobahn“, also der B6n, problemlos erreichbar. Wer in oder vor Ermsleben startet, orientiert sich am besten zunächst an den Hinweisen auf die Konradsburg, die sich in unmittelbarer Nähe befindet. So führt der Weg durch den Falkensteiner Ortsteil Ermsleben wieder hinaus in die freie Natur und schon bald gabelt sich der Weg: Links geht’s zur Konradsburg, rechts zum Forsthaus Friedrichshohenberg.

Wer nach rechts schwenkt, der „erklimmt“ einen kleinen Höhenzug. Auf dem Weg dort hoch bietet sich nach Westen ein fantastischer Blick in das nördliche Harzvorland. Oben auf dem kleinen Höhenzug angekommen, geht es in eine leichte Senke. Auf der gegenüberliegenden Seite liegt das Forsthaus Friedrichshohenberg – einfach idyllisch, einfach malerisch, einfach stressfrei mit dem Angebot, hier zu verweilen.

Aber beim ersten Hingucken sieht das Areal nicht unbedingt wie ein Forsthaus aus, sondern erinnert eher an ein bäuerliches Gehöft aus vergangenen Zeiten, das liebevoll und mit viel Aufwand wieder hergerichtet wurde.

An dieser Stelle lohnt sich wohl ein Blick in die Geschichte. So wurde das Areal um das Forsthaus bereits im späten Mittelalter benannt,  obwohl der Gebäudekomplex erst im Jahr 1655 erstmals urkundlich erwähnt wurde. Später ist es zur Ehrung des Landesherren in „Friedrichshohenberg“ umbenannt worden, dann auch zur Viehzucht genutzt. Nach dem Zweiten Weltkrieg bewirtschaftete ein Neubauer den Hof, dann wurde es ein volkseigenes Gut und nach der Wende drohte letztendlich der Zerfall.

Nachdem im Jahr 1996 der „Förderkreis Konradsburg“ e.V. das Gelände mit den inzwischen nur noch übriggebliebenen, bemitleidenswerten Ruinen kaufte, ging es zusehens wieder aufwärts. Die Akteure hatten sich damals auf die Fahnen geschrieben, die „Dreiflügelwirtschaftsanlage“, so nennt man das, mit Backhaus und Taubenturm wieder herzustellen. Das ist gelungen und vieles mehr noch. Davon können sich die Besucher selbst überzeugen und werden staunen, was es heute hier alles zu sehen und zu erleben gibt.

Es wird neben verschiedenen Kleintieren wie Kaninchen und Hühnern auch das bekannte Rote Harzer Höhenvieh, eine wichtige Rinderrasse, gehalten. Verschiedene Schaukästen auf dem Gelände erklären Fauna und Flora der unmittelbaren Umgebung.

Aber der Weg bis hierher war wohl alles andere als leicht. Für solch eine Mammut-Aufgabe brauchte und braucht es Enthusiasten, die vom Gelingen des Vorhabens nicht nur überzeugt sind, sondern auch voll mitziehen, selbst wenn die Lage zwischendurch mal aussichtslos erscheint. Und es braucht Geld, viel Geld. Deshalb ist der federführende „Förderkreis Konradsburg“e.V. dankbar, beim Land Sachsen-Anhalt für dieses ehrgeizige und gleichzeitig zukunftsorientierte Projekt „Forsthaus Friedrichshohenberg“ auf offene Ohren gestoßen zu sein und die erforderliche finanzielle Unterstützung gefunden zu haben.

All das hat gefruchtet und heute ist das Team in der Lage, neben den Übernachtungsmöglichkeiten einen prall gefüllten Veranstaltungskalender anbieten zu können, der sich natürlich am Charakter der Einrichtung orientiert, aber trotzdem äußerst abwechslungsreich ist. Unabhängig vom Veranstaltungskalender, aber dennoch sehr beliebt, ist der Hoftag. Immer freitags von 13 bis 17 Uhr gibt es im Hofladen frische regionale Produkte zu kaufen, verspricht Dana Papa vom Förderkreis Konradsburg.

Heute nutzen Einzelpersonen die Herberge ebenso wie Kinder- und Jugendgruppen beinahe aus der ganzen Welt. Somit wird die Einrichtung ihrem Anspruch gerecht, eine „Herberge für alle“ zu sein.

Vielleicht ist das Forsthaus Friedrichshohenberg jetzt an einem Scheideweg zwischen Geheimtipp und voll trendiger, weil völlig entspannter und entspannender Herberge in traumhafter Lage mit hautnahem Kontakt zur Natur angekommen. Nur wer selbst hier war, wird das beurteilen können.


Kontakt:

Förderkreis Konradsburg e.V.
E-Mail: kontakt@konradsburg.com
Web: www.konradsburg.com

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