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Wochenspiegel > Unser Land > Das Salzatal grüßt Schottland >
Mario Wetzel Mario Wetzel
aktualisiert am 03.09.2018 um 10:09:47

Das Salzatal grüßt Schottland

Eine milde Note von Honig, Vanille und Schokolade, dazu der leicht blumig fruchtige Charakter, der zarte aber einprägsame Geruch, all diese Eigenschaften machen den ersten Whisky aus dem Salzatal – den Salzatal Whisky Nr. 1 Single Malt – zu einem besonderen Genusserlebnis. Der Vater dieses edlen Getränkes ist Gerhard Büchner (Foto) und dieser brennt für seine Berufung. Und das im wortwörtlichen Sinne. Der 67-Jährige brachte vor acht Jahren die Brennkunst nach Sachsen-Anhalt.

Schon damals reiste Gerhard Büchner mit seiner Frau gerne: „Wir lieben Kulturlandschaften wo Wein gekeltert oder Whisky gebrannt wird. Es zieht uns in das schottische Hochland oder in den Piemont nach Italien.“ Als die Arbeit als Bauunternehmer immer unangenehmer wurde, fand Gerhard Büchner in den Reisen Entspannung und Ablenkung. Dadurch öffneten sich  neue Lebenswege. „Ich sah, dass wir im Salzatal alles besitzen, was die Urlaubsregionen auch haben: Obstanbau und Wein- anbau. Da reifte in mir der Entschluss selbst einmal Whisky herzustellen.“

Das nötige Rüstzeug legte sich Büchner in Schottland zu. Um die Erlaubnis zum Brennen von Alkohol zu erhalten, musste er sich zwei Jahre vorbereiten. Er büffelte technologische Verfahren, Kosten und Gesetze. Das Lernen wurde mit der Erteilung des Brennrechts gemäß dem Branntweinmonopolgesetz belohnt. 2010 startete Büchner mit der Obstbrennerei. Später bestellte die Landsberger Brauerei bei ihm Bierbrände. Da Malz auch die Grundlage für Whisky ist, experimentierte der Salzataler auch damit.

Ein guter Whisky braucht Zeit zum Reifen. In Eichenfässern reift das edle Getränk heran. „Die Fässer müssen immer aus Eichenholz sein“, weiß Gerhard Büchner, „es sind ehemalige Wein- oder Portweinfässer. Innen wurden sie getoastet oder angekohlt, um eine nötige Schutzschicht zu erhalten. Dreimal lässt der Winzer einen Wein im Fass reifen. Dabei bilden sich Tanine.  Diese machen den Wein und später meinen Whisky weicher.“

Den Whisky aus dem Salzatal baut Büchner in drei Stufen aus. Nach einer bestimmten Zeit wird der Whisky in ein neues Fass umgefüllt. Dabei werden die Schwebstoffe herausgefiltert. Der Whisky, welcher in allen drei Fässern gelagert wurde, der Salzatal Whisky Nr. 1, hat die höchste Qualität. Er schmeckt vollmundig und hat eine goldige Farbe.

Weil das Lager im ehemaligen Schwimmbad der Familie Büchner zu klein wurde, baut der ehemalige Bauunternehmer ein neues Lager. Dabei legt der ehemalige Bauunternehmer mit einigen Helfern selbst Hand an: „Es wird ein verglaster Fachwerkbau. Die Whiskyfässer kommen darin gut zur Geltung.“

Doch schaut man in die Geschichte, war die Destillerie am Süßen See nicht die erste im Salzatal, erzählt der Whiskybrenner: „Der sozial-fortschrittliche Agrarunternehmer Johann Gottfried Boltze nahm um 1850 eine Brennerei in Betrieb. Im Prinzip führe ich seine Brenntradition fort.“

Mittlerweile entwickelte sich der Whisky von Gerhard Büchner zur Marke. Der Weg dorthin war lang. Viel wurde investiert. Es gab Höhen und Tiefen. Doch die Familie stand immer hinter dem experimentierfreudigen Salzataler. Whisky bedeutet im Irischen „Wasser des Lebens“. Für Gerhard Büchner ist die Arbeit in seiner Destillerie zum Lebenselixier geworden.


INFO
Whisky, Brände, Sherry, Rum, Gin und Balsam-Essig aus der Destillerie am Süßen See finden Feinschmecker im regionalen Handel oder im Internet.

Feindestillerie Am Süßen See
Gerhard Büchner
www.gerhard-buechner.de

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