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Mario Wetzel Mario Wetzel
aktualisiert am 03.09.2018 um 15:07:01

Ein Arbeitsplatz, der hoch hinaus geht


Foto: Kerstin Eschke
Steffen Müllers wichtigstes Arbeitsgerät sind seine Augen. Auf die muss er sich verlassen können. Denn aus rund 150 Metern (300 ft) Höhe kontrolliert der Beobachter Gas-Pipelines auf Gefährdungen und eventuelle Lecks. Dabei sitzt er in einem knallig roten Hubschrauber vom Typ „Robinson“ R44. Per Bordfunk ist er mit dem Piloten Oliver Eisert verbunden. „Kommunikation ist wichtig. Denn sehe ich etwas Auffälliges, bitte ich den Piloten eine bestimmte Stelle noch einmal anzufliegen.“ Müller und Eisert arbeiten für die Firma „Air Lloyd“, die auf dem Boden, sprich dem Gelände des  Flughafens Oppin ihren Sitz hat.

„Wir gehören zu einem größeren Luftfahrtunternehmen aus den alten Bundesländern. Im Jahr 1991 siedelten sie sich hier in Oppin an. Mit einem Hubschrauber begann die Arbeit. Heute sind es drei. Seitdem unternehmen wir Kontrollflüge über Erdgas- und Hochspannungsleitungen“, erklärt Manuela König, die seit 1992 dabei ist und sich um die Organisation bei „Air Lloyd“ Oppin kümmert, „wir bieten auch Rundflüge und Fotoflüge an.

Und wenn das Standesamt einer Gemeinde einverstanden ist, dann dürfen sich zwei Liebende in der Luft trauen lassen. Ein ganz besonderer Moment für zwei sich Liebende.“

Michael Krüger ist Pilot, Fluglehrer und Außenstellenleiter  von „Air Lloyd“ Oppin in einem. Der erfahrene Flieger begleitet Flugschüler in der Flugschule des Unternehmens bis zum Flugschein. Doch bevor es in die Luft geht und der Traum vom Fliegen wahr wird, müssen jede Menge theoretisches Wissen, wie Hubschraubertechnik und Luftrecht, Wetterkunde und Aerodynamik, sitzen.

Die Kontrollflüge sind eine wichtige Sicherheitsmaßnahme aus der Luft. Sie sind für die Menschen am Boden nicht zu übersehen und nicht zu überhören. „Selbst unsere einmotorige Maschine macht viel Lärm“, gibt Pilot Oliver Eisert zu. Die zwei Piloten und zwei Beobachter von „Air Lloyd“ aus Oppin sind in ganz Deutschland im Einsatz. Immer dort, wo Energieunternehmen, oder Chemieunternehmen ihre Leitungen von erfahrenen Beobachtern kontrollieren lassen wollen. 

Während des Fluges legt Steffen Müller seinen Laptop auf den Schoß. Neben seinen Augen ist der Computer ein weiteres wichtiges Arbeitsgerät. Darauf sind die Trassenpläne in Vektoren dargestellt und andere wichtige Informationen gespeichert. Die große Plexi­glasscheibe des „Robinson“ bietet eine gute Rund-um-Sicht. Bei Unregelmäßigkeiten kann Müller sofort einem Verantwortlichen des Energieunternehmens Bescheid geben. „Manchmal kommt es vor, dass Tiefbauarbeiten in unmittelbarer Nähe einer Gas-Pipeline stattfinden, obwohl diese nicht angemeldet wurden. Das ist natürlich gefährlich, wenn die Baggerschaufel auf eine Gasleitung trifft.“

Fast täglich sind die Beiden in der Luft. „Unser Hubschrauber ist wendig. Er kann langsam fliegen und sich in den drei Dimensionen leicht bewegen. Ich kann ihn an einer bestimmten Stelle in der Luft halten. Ein klarer Vorteil gegenüber dem Flugzeug“, so Pilot Oliver Eisert, der schon 5.700 Flugstunden geleistet und sich mit der Fliegerei einen Kindheitstraum erfüllt hat. Wer dem Piloten zuhört, der spürt, dass die Fliegerei Leidenschaft ist. Von dieser Leidenschaft können sich auch flugbegeisterte Menschen anstecken lassen, wenn sie während eines Rundfluges hinter oder sogar neben dem Piloten sitzen, wenn es hoch hinaus geht und die Welt da unten immer kleiner wird.


INFO

AIR LLOYD
Flugplatz Halle-Oppin
06188 Landsberg/OT Oppin
Telefon:  034604/30 914
E-Mail:  halle-oppin@airlloyd.de
Internet: www.airlloyd.de

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