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Wochenspiegel > Unser Land > Superwatte rettet bei Ölkatastrophen >
Mario Wetzel Mario Wetzel
aktualisiert am 03.09.2018 um 16:23:04

Superwatte rettet bei Ölkatastrophen


Im Süden Sachsen-Anhalts setzten im Frühjahr 2013 heftige Regenfälle Straßen und Keller unter Wasser. Es brachen mehrere Deiche und etliche Orte wurden überflutet. Was blieb, waren zerstörte Möbel, Schlamm und eine Verunreinigung mit Öl, das an vielen Orten aus beschädigten Heizöltanks ausgetreten war und sich mit dem Wasser vermischt hatte. An der Elbe kam es in diesen Tagen zum Einsatz von Deurex Pure, der „Zauberwatte“. Die zufällige Erfindung des Unternehmens Deurex im Chemie- und Industriepark Zeitz bietet neue Möglichkeiten zur Beseitigung von Öl und Chemikalien nach den Hochwasserschäden.


Durch Zufall entstanden

Im Unternehmen werden technische Wachse hergestellt, die in der Lackindustrie Verwendung finden. Bei dem Produktionsverfahren werden die Wachse geschmolzen und mit Druck durch Düsen gespritzt, so dass feinste Partikel entstehen. Bei einem Versuch im Jahr 2010 wurden falsche Werte an der Maschine eingestellt.

Am nächsten Morgen war sie mit feinen Wachs-Fasern überzogen. Aus diesen entwickelte Deurex-Chef Günter Hufschmid zusammen mit Mitarbeitern die Zauberwatte, die Öl und Wasser voneinander trennen kann. Ihre Abnehmer sind zum Beispiel die Industrie, die Feuerwehr, der Küstenschutz und die Schifffahrt. „Also überall dort, wo Öl verwendet wird und durch sein Auslaufen Schäden entstehen können“, zählt Deurex-Vertriebsleiter Steffen Remdt auf.

Für die Produktion der Zauberwatte wurde eine neue Produktionsanlage aufgebaut. Denn die Nachfrage steigt und steigt. Bereits in Mexiko und Asien findet Deurex Pure Anklang. In Afrika werden verpestete Seen und Flüsse gereinigt. Im Herbst 2015 startete das Unternehmen ein Pilotprojekt, das die Umweltverschmutzung durch Windräder verhindern soll. Ein Kragen aus Pure soll vor Ölunfällen schützen.


Beliebt durch ihren Minimalismus

Laut DEKRA-Prüfbericht nimmt die Watte das 6,5-fache seines Eigengewichts auf. Während von anderen Materialien 200 Kilogramm für 100 Liter Öl eingesetzt werden müssen, braucht Deurex Pure nur 15 Kilogramm.

Nicht nur Unternehmen profitieren von dieser guten „Zugkraft", auch Privatpersonen schätzen die Eigenschaften des Materials. „Wenn Wasser in die Keller läuft, ist auch oft Öl mit im Spiel“, beschreibt Produktmanagerin Doreen Schmidt das bekannte Szenarium in Hochwassergebieten. „Dann kann die Zauberwatte ihre Arbeit verrichten und vollgesaugt im Plastikeimer zur Entsorgung von ölhaltigen Betriebsmittel transportiert werden.“ Die Zauberwatte hat auch ökologische Vorteile. Sie ist recyclebar, umweltfreundlich, unlöslich in Wasser, witterungsbeständig und schwimmt immer oben.


Erfinderpreis
gewonnen


2017 gewannen die Entdecker der Zauberwatte den Europäischen Erfinderpreis in der Kategorie „Kleine und Mittelständische Unternehmen“. Das Unternehmen freut sich seit dem über viele Anfragen und die förderliche Aufmerksamkeit. Medienwirksam war vor allem die Vorstellung einer über und über „verschneiten“ Produktionshalle. Immer mehr Fernsehsender und Zeitungen berichteten über die Zauberwatte von Zeitz. Über 700 Tonnen werden jährlich hergestellt und weltweit verkauft.

Heute arbeiten 30 Mitarbeiter im Unternehmen. Auch in Zukunft soll die Deurex AG weiter wachsen. Genügend Platz im Chemie- und Industriepark Zeitz hat sie dafür. Zurzeit entwickeln die Mitarbeiter im Labor einen umweltbewussten Zuckerrohrwachs, der aus nachwachsendem Rohstoff entwickelt wird.


Info:
www.deurex.com

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