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Wochenspiegel > Unser Land > Kräuter – grüne Medizin geht auch durch den Magen >
Mario Wetzel Mario Wetzel
aktualisiert am 18.04.2019 um 11:21:13

Kräuter – grüne Medizin geht auch durch den Magen

Nahezu ein Kilogramm Gewürze verzehrt ein Bundesbürger jährlich. Vor 20 Jahren war es erst ein Pfund. Wenn es draußen kalt und grau ist, sind frische Kräuter auf der Fensterbank eine willkommene Alternative zu den Gartenkräutern.

„Am besten greift man hier auf Küchenkräuter zurück, welche die warme und trockene Zimmerluft im Winter gut vertragen. Viele denken, das funktioniert doch nicht! Frische Kräuter von der Fensterbank, das ist doch nur etwas für die warme Sommerzeit. Ganz und gar nicht! Es ist erstaunlich, wie viele Kräuter sich erfolgreich auf der Fensterbank anziehen und ernten lassen“, weiß Jörg Lippold, Inhaber der Gärtnerei Lippold in Merseburg, zu berichten.

Gewürze und Kräuter werden bereits seit Urzeiten genutzt, um in der Heilung, der Küche und der Kulthandlung Unterstützung zu bieten. Inzwischen hat sich auch die Schulmedizin und Wissenschaft mit  Kräutern und Gewürzen beschäftigt – mit positiven Ergebnissen. Somit gelten heute auch getrocknete Arzneipflanzen als Bestandteile der Phytotherapie. Und auch im heimischen Umfeld können viele Gewürze und Kräuter als Heilmittel genutzt werden, um unterschiedliche Beschwerden anzugehen oder aber der Gesundheit einfach nur unter die Arme zu greifen.


Welche Teile einer Pflanze finden Verwendung?

Generell können alle Teile der Pflanze verwendet werden. Hier sind beispielsweise die Blüten der Kamille nutzbar, die Blätter vom Salbei, das Kraut vom Thymian. Auch die Wurzeln sind nutzbar, wie beispielsweise bei der Enzianwurzel.

Leinsamen ist als gesundheitlich nützlicher Samen nutzbar, bei der Rinde ist die Eichenrinde als sehr hilfreich bekannt und bei den Früchten einzelner Pflanzen heben sich besonders der Kümmel, der Anis und der Wacholder mit seinen gesundheitlich nützlichen Früchten hervor.


Anis als Heilpflanze bei Bauchbeschwerden

Anis ist nicht nur lecker als Kuchengewürz, sondern eignet sich auch hervorragend zur Linderung von Bauchbeschwerden. Gerade Blähungen und Bauchkrämpfe bei Kindern und Säuglingen kann man mit Anis zu Leibe rücken.


Gewürznelken gegen Zahnschmerzen

Durch die keimabtötende Wirkung hat sich das Kauen von Gewürznelken gegen Zahnschmerzen bewährt. Der Ge­­schmack ist etwas unangenehm, die Wirkung aber umso besser.


Rosmarin bringt den Kreislauf in Schwung

Rosmarin wirkt entzündungshemmend und kann daher vielseitig als Heilmittel eingesetzt werden. Bei Kreislaufproblemen hilft ein Vollbad mit Rosmarinblättern und bei Muskelkater wirkt eine Einreibung wahre Wunder.


Brennnessel – ein Heilkraut mit großer Wirkung

Die Brennnessel ist wegen ihrer schmerzhaften Berührung bei Kontakt nicht besonders beliebt. Als Heilkraut allerdings bewährt sie sich bestens bei rheumatischen Beschwerden, bei Problemen mit der Prostata oder bei Blasenentzündungen.


Salbei als Heilmittel gegen Halsschmerzen

Halsschmerzen, Husten, Entzündungen im Rachenraum und Probleme mit dem Zahnfleisch lindern Sie spielend mit einer Gurgellösung aus Salbeiblättern. Wie Sie diese ganz leicht selbst herstellen können, lesen Sie hier.


Enzian bei Verdauungsbeschwerden

Ein Enzian-Schnaps nach einem besonders üppigen Essen soll den Magen aufräumen und tut dies auch. Denn im Enzian sind Bitterstoffe, die für eine bessere Verdauung sorgen und somit das Völlegefühl lindern.


Wacholder hat harntreibende Wirkung

Wacholder hat eine harntreibende Wirkung und fördert damit die Durchblutung der Niere. Als Würzmittel in fettigen Speisen bewirkt Wacholder eine bessere Verdauung. Vorsicht ist allerdings in der Schwangerschaft geboten.


Chili gegen Schmerzen

Chili ist uns als Würzmittel gut bekannt, hat aber durch den Stoff Capsaicin auch eine schmerzlindernde Wirkung. Außerdem kann man sich die durchblutungsfördernden Eigenschaften von Chili zu Nutze machen.


Knoblauch als Heilpflanze für den ganzen Körper

Knoblauch ist als Heilpflanze fast schon ein Allheilmittel, denn Knoblauch wirkt hervorragend zur Vorbeugung gegen Arterienverkalkung. Aber auch als Mittel gegen Haarausfall hat sich Knoblauch bewährt.


Thymian gegen Husten und Mundgeruch

Thymian hat viele positive Eigenschaften, die ihn als Heilmittel nutzen lassen. Durch die schleimlösende Wirkung bewährt sich Thymian gegen Husten und Bronchitis. Aber auch bei Kopfschmerzen ist dieses Kraut einsetzbar.

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