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Wochenspiegel > Unser Land > Fünf Dinge, die Sie unbedingt in Quedlinburg gesehen haben müssen >
Mario Wetzel Mario Wetzel
aktualisiert am 08.05.2019 um 08:55:22

Fünf Dinge, die Sie unbedingt in Quedlinburg gesehen haben müssen

Die Stadt im Harz ist in diesem Jahr Ausrichter des Sachsen-Anhalt-Tages und 
ist auch außerhalb dieses Festes bei Touristen ein beliebtes Ausflugsziel. Die Stadt im Harz ist in diesem Jahr Ausrichter des Sachsen-Anhalt-Tages und ist auch außerhalb dieses Festes bei Touristen ein beliebtes Ausflugsziel.
Foto: Michael Randhahn-Schülke Galerie (5 Bilder) Galerie (5 Bilder) Galerie (5 Bilder) Galerie (5 Bilder) Galerie (5 Bilder)
Die Weltkulturerbestadt Quedlinburg ist zu jeder Jahreszeit eine Reise wert. 922 urkundlich zum ersten Mal erwähnt und 994 mit dem Stadtrecht versehen, war die Stadt vom 10. bis zum 12. Jahrhundert Sitz der zu Ostern besuchten Königspfalz weltlicher Herrscher und fast 900 Jahre lang eines Damenstifts. Quedlinburgs architektonisches Erbe steht seit 1994 auf der UNESCO-Liste des Weltkulturerbes und macht die Stadt zu einem der größten Flächendenkmale in Deutschland.
Die größte Sehenswürdigkeit ist die Stadt selbst mit ihren Gassen, Fachwerkhäusern und historischen Bauten.

Und trotzdem: Wer Quedlinburg besucht, sollte diese fünf Dinge auf jeden Fall besucht und gesehen haben.


1. Ständerbau

Beim Ständerbau handelt es sich um ein denkmalgeschütztes Fachwerkhaus in der Wordgasse 3 – unweit des Quedlinburger Marktplatzes. Seine Erbauung geht auf die erste Hälfte des 14. Jahrhunderts zurück und zählt damit zu den ältesten Häusern der Stadt und auch im gesamten Land. Mit einer Grundfläche von gerade einmal 48 Quadratmetern besitzt das Haus sechs Meter hohe Ständer, die durch beide Geschosse führen. Diese bestehen aus Nadelholz und wurden damals mit einem Beil bearbeitet. Bis Mitte der 1960er Jahre war der Ständerbau bewohnt, stand dann allerdings bis 1976 leer. Dann aber erwachte er zu neuem Leben, umfangreiche Sanierungs- und Umbaumaßnahmen erfolgten. Seitdem befindet sich im Ständerbau das in seiner Art bisher einzige Fachwerkmuseum. Dies gibt einen Einblick in die damalige Bauweise. Modelle stellen die Stile des Quedlinburger Fachwerkbaus anschaulich dar.


2. Das Rathaus

Ein Muss für jeden Besucher ist das Quedlinburger Rathaus. Es gehört zu den ältesten Rathäusern in Mitteldeutschland. Gebaut Anfang des 14. Jahrhunderts, lag es einst am Knotenpunkt zweier Handelsstraßen. Bereits im Jahr 1310 ist urkundlich das erste Mal die Rede vom Rathaus. Zum Ende des 14. Jahrhunderts entstand der zweigeschossige Archivturm am Rathaus. Im Obergeschoss habe sich der geheime Schatzraum befunden. Seine ungewöhnlich gewölbte Decke bringt diesem Raum den Namen „Kesselbude“.

Auf dem Dachboden des Rathauses wohnte einst der Marktmeister. Und auch der Raubgrafenkasten hatte dort seinen Platz. Dies ist eine aus Holz gebaute Kammer, in der Gefangene vornehmer Herkunft festgehalten wurden. Die Quedlinburger Raubgrafenkammer ist heute im Schlossmuseum zu sehen. 1899 bis 1901 wurde das Rathaus direkt auf dem Quedlinburger Marktplatz an der Rückseite erweitert.

Etwas ganz Besonderes ist der Sitzungssaal mit hölzerner Tonnendecke. Wandbilder auf der Täfelung im Stil des Historismus widmen sich thematisch der Geschichte Quedlinburgs. So wird die 966 erfolgte Einführung der ersten Äbtissin Mathilde in ihr Amt, die Einbringung des gefangenen Raubgrafen Albrecht II. von Regenstein in die Stadt, die Heimkehr dreier Bürgermeister sowohl aus der Alt- als auch aus der Quedlinburger Neustadt von der Winterjagd, der Sturz des Rolands bei Unterwerfung der Stadt 1477, die Einführung der Reformation durch den blinden Prediger Kirchhoff 1534 und das Einrücken Brandenburger Truppen nach Quedlinburg 1698 dargestellt.

Und zum Rathaus gehört auch der Roland. Diese Statue ist der zweitkleinste Roland in ganz Deutschland.


3. Der Schlossberg

Aushängeschild der Stadt Quedlinburg ist zweifelsohne der Schlossberg. Er beherbergt die Stiftskirche mit dem sagenumwobenen Domschatz, dem Grab Heinrich des I. und das Schlossmuseum.

Die Stiftskirche St. Servatius wird oft auch als Quedlinburger Dom bezeichnet und gehört seit dem Jahr 1994 zum Weltkulturerbe. Bevor die Kirche in ihrer heutigen Form gebaut wurde, standen an gleicher Stelle drei Vorgängerbauten. Der erste Bau wurde 936 als Kapelle des Damenstifts errichtet, vor deren Altar König Heinrich I. beigesetzt wurde. Noch heute ist die Kirche Grabstelle des Königs, seiner Gemahlin Mathilde und der Quedlinburger Äbtissinnen.

Im Nordturm der Kirche ist das Geläut untergebracht, das aus fünf Glocken besteht. Die älteste Glocke stammt aus dem Jahr 1504. Doch das ist noch nicht alles. Die Stiftskirche St. Servatii beherbergt den Domschatz, der zu den bedeutendsten Schätzen Deutschlands zählt. Dabei handelt es sich um Reliquien, die die Ottonen einst dem Damenstift schenkten. Darunter auch der Heinrichskamm, ein Schmuckkamm aus Elfenbein oder auch das Servatiusreliquiar, vom dem ein Teil aus dem Jahr 870 stammt. Das mit Abstand älteste Stück des Domschatzes ist der Kana-Krug aus Alabaster aus dem 1. Jahrhundert. Otto I. brachte diesen nach Quedlinburg. Bis die Stücke in der Domschatzkammer der Öffentlichkeit gezeigt werden konnten, hatten sie „viel erlebt“.

Während der amerikanischen Besetzung Quedlinburgs 1945 gelang es einem US-Soldaten, zwölf Stücke des Domschatzes zu stehlen und diese per Feldpost nach Texas zu schicken. 1980 verstarb dieser Soldat und die Erben boten den Domschatz auf dem internationalen Kunstmarkt an. Nach langem Hin und Her konnten zehn Domschatz-Stücke wieder nach Deutschland geholt werden, seit 1993 sind sie wieder in Quedlinburg. Zwei Beutestücke gelten weiterhin als verschollen.


4. Die Altstadt

Die Altstadt Quedlinburgs selbst wird von der UNESCO als ein „außergewöhnliches Beispiel für eine europäische mittelalterliche Stadt“ erachtet. Quedlinburgs Stadtkern zählt mit seinen Fachwerkhäusern und Bauten verschiedener Stilepochen zu den größten Flächendenkmälern in Deutschland. Allein im Stadtkern sind an die 800 Häuser als Einzeldenkmal ausgewiesen.

Im Jahr 994 legte Otto I damals den Grundstein für die Entstehung der Altstadt. In diesem Jahr verlieh er das Markt-, Münz- und Zollrecht. Rund um die heutige Marktkirche entstand ein ottonischer Markt. Zur Altstadt gehören unter anderem die Marktkirche St. Benedikti, die katholische Pfarrkirche St. Mathildis, die Kirchen St. Aegidii und St. Blasii, das Rathaus oder auch die Ratswaage am Kornmarkt 7.


5. Der Münzenberg

Im Jahr 986 gründete die Äbtissin Mathilde, die Schwester Kaiser Ottos II., das Marienkloster auf dem Münzenberg. Mit der Gründung schuf das Kloster eine Heimat für einzelne Benediktinerinnen, denen es gewidmet war. Bis ins sechzehnte Jahrhundert konnte die Klosteranlage ihren Bestand sichern, bis sie sich aufgrund des Bauernkriegs und der Reformation auflöste. Danach nutzte die Bevölkerung das Kloster als Steinbruch, bevor 1580 kleine Wohnhäuser auf dem einstigen Klosterareal durch Künstler und mittellose Bürger entstanden.

Die damaligen Hausbewohner, bauten ihre Eigenheime allerdings nicht aus dem Baumaterial des Klosters, sondern über den noch bestehenden Klostermauern. Aus diesem Grund dienten die, unter den Häusern befindlichen, Klosterräume zunächst als Keller.

Die Entstehung der unweiten Klosterkirche geht mit der Gründung des Marienklosters einher. Sie lässt noch immer eine romanische Grundrissgestaltung mit einer Apsis, einem Querhaus, dem dreischiffigen Langhaus sowie einem Westbau vermuten. Bis 1536 bestand die Kirche, bevor sie anderen Zwecken diente. Demzufolge, erhielt die ehemalige Klosterkirche zahlreiche Überbauten und fungierte später als Bestandteil des Wohngebäude-Komplexes. Nicht zuletzt finden sich deshalb Großteile der Kirche unter den Häusern und somit unter der Erde wieder.

Dank des Engagements eines Ehepaars, war es möglich, einige Häuser, die wesentliche Bauteile der Kirche enthielten, aufzukaufen. Eine gegründete Stiftung erfasste die Hauskäufe und ermöglichte einen öffentlichen Zugang. Heute beherbergt die ehemalige Krypta der Klosterkirche ein Museum mit interessanten Ausstellungen zur Objektgeschichte.


INFO
www.quedlinburg.de

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