Aktuelle Ausgabe als E-Paper


Aktuelle Ausgabe als E-Paper


E-Paper Archiv

die vorhergehende Ausgabe

E-Paper Archiv

Sehr geehrte Damen und Herren,


zur Zeit bereiten wir eine neue Anzeigenannahme vor.

Schicken Sie Ihre Anzeige bitte vorübergehend an folgende E-Mail-Adresse:
info@wochenspiegel-halle.de

Telefon: (0345) 130 10 0
Fax: (0345) 130 10 61
Wochenspiegel > Unser Land > Heimatliche Köstlichkeiten aus Wippra >
Xaver Lichtenberg Xaver Lichtenberg
aktualisiert am 24.10.2019 um 14:02:15

Heimatliche Köstlichkeiten aus Wippra

Zum Team des Wildfachgeschäftes von Helmut Reise gehören Christian Franke, 
Inhaber Helmut Reise und Marcus Reise (v.l.n.r.). Zum Team des Wildfachgeschäftes von Helmut Reise gehören Christian Franke, Inhaber Helmut Reise und Marcus Reise (v.l.n.r.).
Foto: Steffi Rohland
Wildfleisch schmeckt nicht nur sehr gut, es ist auch gesund und enthält viel Eiweiß, mehr als
Rind- oder Schweinefleisch. Dazu komm ein hoher Gehalt an für die menschliche Ernährung wichtigen 
Spurenelementen. Es ist leichtverdaulich, fettarm und garantiert frei von Medikamentenrückständen.

Es ist schon etwas nicht alltägliches, wenn ein Wildgericht auf dem häuslichen Speisezettel steht. Früher ein Privileg des Adels und der gehobenen Gesellschaft sind solche Köstlichkeiten heute für jedermann erreichbar. Damit es immer ein gutes Angebot gibt, betreibt Helmut Reise mit seiner Familie in Sangerhausen Ortsteil Wippra das Wildfachgeschäft „Wippraer Spezialitäten“. Sein Slogan ist: „Des Waidmanns edle Ernte“. 

Das fast reine Familienunternehmen wurde von ihm im Jahre 2004 gegründet. Die Firma hat ihren Sitz in der Poststraße 31, neben dem Betreuungsforstamt Harz. Hier betreibt Helmut Reise außer der Rohwildverarbeitung ein Wildfachgeschäft und einen kleinen Imbiss. Von der Abholung im Wald bis zur Zubereitung des fertigen Bratens liegt alles in einer Hand. 

„Alles Wild, was wir anbieten, stammt aus den Wäldern und Fluren der Region“, informiert der Firmeninhaber. „Wir werden von den Privatwaldbesitzern, dem Landesforstbetrieb und den Jagdpächtern beliefert.“ Verarbeitet wird ausschließlich jagdbares Wild, kein Gatterwild. Reise ist selbst ein langjähriger erfahrener Jäger. Da ist es für ihn eine Selbstverständlichkeit, dass viel Wert auf die waidgerechte Versorgung des erlegten Wildes gelegt wird. „Ich schaue mir dabei alles sehr genau an“ erklärt er. „Wir verarbeiten überwiegend Schalenwild, Rehwild, Mufflons, Rotwild und Schwarzwild. Das sind rund 50 bis 60 Tonnen Rohwild pro Jahr. Besonders im Herbst, wenn die Jagden stattfinden, haben wir sehr viel zu tun. Da müssen alle kräftig zupacken.“

Aus dem Rohwild wird nach erfolgter Annahme, Enthäutung und tierärztlicher Beschau Bratenfleisch oder Wurst zubereitet. Manche Stücke bleiben ganz, sie sind dann für den Drehspieß bestimmt. Je nach Bedarf kann man im Wildfachgeschäft in Wippra große oder kleine Portionen für den Eigenbedarf kaufen. Auch der Großhandel und die Gastronomie wird von Helmut Reise beliefert. Das Wildfleischsortiment umfasst kleine Portionen bis hin zum ganzen Tier. Außer Frischfleisch der einzelnen Wildarten werden Bratwürste, Buletten, Salami, Schinken und Wildbeißer sowie verschiedene Wurstsorten im Glas angeboten. Alles sind Spezialitäten nach Art des Hauses, die hervorragend schmecken. Auf Wunsch und Vorstellung wird der Braten sogar küchenfertig vorbereitet. Die Beratung beim Einkauf gehört selbstverständlich dazu. Und im Imbiss nebenan kann man die Wildköstlichkeiten schon mal vorab genießen. Dank großräumiger Kühlzellen überbrückt Reise auch, für den Verbraucher nahezu unbemerkt, die Schonzeiten der einzelnen Wildarten, wo nicht gejagt werden darf. „Die Jagd ist nicht zu berechnen“, spricht Reise aus Erfahrung. „Witterung und das Wetter spielen eine große Rolle dabei. Ein gewisser Vorrat ist immer vorhanden.“

Nach Vorabsprache übernimmt Helmut Reise auch die Versorgung auf Volksfesten, Betriebsfesten und privaten Feiern wie Hochzeiten o.ä. und fährt mit der Wildbraterei über Land. Das geschieht überregional, im ganzen mitteldeutschen Raum. Sehr beliebt sind Wild am Spieß oder gebacken. Auf Wunsch kann man dann auch die Wippraer Spezialitäten im Darm oder Glas erwerben. „Jede Feier und Veranstaltung wird vorher individuell abgesprochen und geplant“, versichert Reise. „Die Wildarten und Produkte sowie die Menge stehen dann fest.“ 


Info:

Wippraer Wildspezialitäten Helmut Reise
Poststraße 31
06526 Sangerhausen / OT Wippra


Rehkeule nach einem alten Rezept aus Schwenda

Von der Rehkeule die Haut über dem Fleisch entfernen, waschen und trocken tupfen. 100 g Speck in feine Streifen schneiden und das Fleisch damit von allen Seiten spicken. Etwas Margarine in einer großen Pfanne erhitzen und die Rehkeule darin auf allen Seiten gut anbraten. 1 gewürfelte Zwiebel und etwas zerkleinertes Bratgemüse dazugeben, das Fleisch mit Salz, Pfeffer und Paprika (edelsüß) würzen. 

150 ml Rotwein und so viel heißes Wasser zugießen, bis die Keule halb bedeckt ist. 1 Prise Zucker hineinstreuen. Die Keule etwa 1½ bis 2 Stunden schmoren lassen. Ist das Fleisch gar, herausnehmen und auskühle lassen. Dem Bratenfond 2 Esslöffel saure Sahne und nach Geschmack noch etwas Rotwein zufügen, passieren und mit Mehl andicken. Das Fleisch in Scheiben schneiden und in der Soße anrichten. Dazu Klöße und Rotkraut reichen.

Kommentar schreiben
Name:
Ort:
Kommentar:
  Ja, ich habe die Hinweise zu Kommentaren auf unserer Website gelesen und akzeptiert.
Eingabeverifizierung: Schreiben Sie die untenstehende Ziffern- / Buchstabenkombination in das folgende Feld. Dadurch wollen wir dazu beitragen, unerwünschten E-Mails und automatischen Versendern keine Verbreitungsmöglichkeit zu bieten.
 
 
Alte Heimatrezepte modern zubereitet Alte Heimatrezepte modern zubereitet Hier und da werden sie noch zubereitet, die überlieferten Heimatrezepte aus Anhalt. Angehende Köche, die im Berufsschulzentrum „Hugo...
Anzeige
Sag Ja!
Käse von glücklichen Kühen und Ziegen Käse von glücklichen Kühen und Ziegen Haben Sie schon einmal echten Harzer Käse probiert? Nein, nicht den handelsüblichen. Kaum einer vermutet es, doch in der kleinen Harzgemeinde...
Anzeige
Kräuter – grüne Medizin geht auch durch den Magen Kräuter – grüne  Medizin geht auch durch den Magen Nahezu ein Kilogramm Gewürze verzehrt ein Bundesbürger jährlich. Vor 20 Jahren war es erst ein Pfund. Wenn es draußen kalt und grau ist,...
Anzeige
Trauerportal