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Wochenspiegel > Unser Land > Der Pilzmann >
Xaver Lichtenberg Xaver Lichtenberg
aktualisiert am 18.11.2019 um 08:52:08

Der Pilzmann


Foto: Steffi Rohland
Heinz Plage frönt seinem Hobby, der Pilzzucht. Seit einem Jahr hilft er in seiner Pilzzuchtschule 
„Heureka“ Mitteldeutschland interessierten Pilzfreunden eigene Pilzzuchtanlagen aufzubauen. 
Damit will er Allstedt über die Region hinaus bekannt machen.

„Pilzzucht macht Freude, bringt Anerkennung, ist sinnvoll und ökologisch“, so fasst Heinz Plage seine Leidenschaft zur Pilzzucht zusammen. Die Liebe zu den Pilzen ist ihm in die Wiege gelegt worden. Schon sein Vater war nicht nur Jäger und Angler, sondern auch Pilzkenner, sogar Pilzsachverständiger. So wuchs der gebürtige Quedlinburger Heinz Plage sehr naturverbunden auf. Oft ging er mit seinem Vater in die Pilze. Die schmackhaften Waldfrüchte, die so manchem Wildgericht das i-Tüpfelchen aufsetzen, sollten ihn sein Leben lang nicht loslassen. 


Pilzzucht auf Holz

Seit über 40 Jahren sammelt er nicht nur im Wald Pilze, sondern züchtet sie auch. Seine Spezialität ist dabei die Pilzzucht auf Holz. Damit will er der Rohne-Stadt Allstedt, die er vor einigen Jahren zu seiner Wahlheimat auserkor, weit über die Grenzen bekannt machen. „Meine Philosophie ist die Renaissance der Pilzzucht auf Holz“, sagt er. Dabei ist er mit 72 Jahren kein Jung­spund mehr. Und so mancher hat ihn auch gefragt: „Warum tust du dir das in deinem Alter noch an?“ Aber er sprüht vor Elan, wenn er von seiner Arbeit spricht. „Ich will keiner von der grauen Masse, sein, sondern ein paar Fußstapfen hinterlassen“, sagt er. „Ich möchte als der Pilzmann in Erinnerung bleiben.“  


„Heureka  Pilzwelt“

Auf dem Gelände einer Gärtnerei in Allstedt legt er den Grundstein dazu: Das Pilzcenter, die Produktionsstätte.  Es ist eine der drei Säulen der „Heureka Pilzwelt“. Im Pilzcenter liegt das Holz bereit, das Pilzfreunden einmal reiche Ernten verschiedener Zuchtpilze, wie Shiitake und Austernseitlinge hervorbringen soll. Um sich die körperlich schwere Arbeit zu erleichtern, hat der gelernte Dreher eine Taktstraße erdacht und gebaut auf der das Holz nur wenig mit Muskelkraft transportiert werden muss. Auf der „Impfstraße“ fährt er die Holzstämme zur Säge, um den Keil herauszuschneiden, um dann eine Station weiter, die Pilzbrut einzubringen. Dann werden die geimpften Stämme gelagert. Auch dafür hat er unterschiedliche Methoden. Da gibt es die Pilzstammmiete, die Kreuzstapel, Stammreihen oder Pilzklötze.   

Daneben sind Holzklötze in der „Säulenklotztechnologie“ aufgebaut. Zwischen den rund dreißig Zentimeter langen Pappelstammstücken befindet sich jeweils eine Schicht Austernseitlingsbrut. Heinz Plage überprüft die Temperatur und Luftfeuchtigkeit. Alles muss stimmen, damit die Pilze überhaupt wachsen, bzw. sich nicht die falschen, nämlich Schimmelpilze, entwickeln.  Es wird noch einige Wochen dauern, bis sich an den geimpften Stämmen die Fruchtkörper zeigen. 


Aronia-Plantage

Die zweite Säule seines Unternehmens ist die Aroniaplantage. Zwischen den Aroniasträuchern werden Baumstämme mit Pilzbrut eingegraben. Die Sträucher dienen zum einen zur Beschattung, zum anderen können die Früchte zu  Saft verarbeitet werden.       
Seine gesammelten Erfahrungen hat der „Pilzmann“ in seinem Buch: „Pilzzucht auf Holz“  im Hobby und Nebenerwerb zusammengefasst. Es dient als Leitfaden zum Anbau von Kulturspeisepilzen auf Holz im Freiland. 
 

Seminare

In seiner Pilzschule „Heureka“ Mitteldeutschland, die im Mai 2018 eröffnet wurde,  bietet er Interessenten Seminare zur 
Pilzzucht auf Holz im Neben- und Haupterwerb. Gern betreut er die Eleven auch fachlich beim Aufbau, der Bewirtschaftung und Entwicklung eigener Pilzfarmen. Sein  Pilzwelt-Netz ähnelt schon einem Pilzmyzel, das Früchte trägt. 


Infos: 

Pilzschule „Heureka“ 
Mitteldeutschland     
Breite Straße 20
06542 Allstedt
Telefon: 0173/102 441 1
www.derpilzmann.de

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