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Xaver Lichtenberg Xaver Lichtenberg
aktualisiert am 18.11.2019 um 10:14:16

Rechts und links der Wipperliese


Foto: Wipperliese
Seit fast 100 Jahren durchquert die Wipperliese das romantische Wippertal. 2020 feiert die 
Kleinbahn ihr Jubiläum. Eine Fahrt lohnt sich auf jeden Fall schon jetzt, denn die Wipperliese ist 
zu Recht ein Touristenmagnet der Region.

Die Wipperliese ist fast allen Einwohnern in Mansfeld-Südharz gut bekannt. Sie befährt eine Strecke, die durch die Altkreise Mansfelder Land und Sangerhausen läuft. Die Kleinbahn sorgt bei vielen Anwohnern für ein schönes Nostalgiegefühl. Doch auch bei Touristen ist die Wipperliese für Fahrten sehr beliebt, denn sie ist nicht nur Zubringer zu Sehenswürdigkeiten, sie selbst ist ein Highlight, das man gesehen haben sollte. Die romantische Bahnstrecke durch das Wippertal lädt Fahrgäste durchaus zum Träumen ein.

Zum Saisonstart rollt auch die Wipperliese wieder auf der Strecke zwischen Kloster­mansfeld und Wippra. Das rund 20 Kilometer lange Normalspur-Gleis verbindet Klostermansfeld im östlichen Harzvorland mit dem Kurort Wippra. 

Die Wipperliese durchquert zwischen diesen Orten eine malerische und noch zum großen Teil unberührte Landschaft. Die zahlreichen Ortschaften entlang der Strecke bieten wunderschöne Sehenswürdigkeiten, wie das Schloss Mansfeld, den Vatteröder Teich und die Brauerei in Wippra, um nur ein paar der zahlreichen Ziele zu nennen, die mit der Wipperliese schnell und zuverlässig erreicht werden können. 

Ihren Weg beginnt die Wipperliese im Bahnhof Klostermansfeld. Auf ihrer Fahrt überquert die Bahn unter anderem auch ein rund 250 Meter langes Viadukt in Mansfeld, welches im letzten Jahr 100 Jahre alt geworden ist. Das auch heute unter dem Namen Hasselbach-Viadukt bekannte Bauwerk wurde 1918, also noch zwei Jahre vor Inbetriebnahme der Wipperliese und unter großen Kraftaufwendungen auch während des Ersten Weltkriegs, erbaut. Anlässlich dieses Jubiläums trug die Wipperliese 2018 auch das Motiv des Viadukts – ein schönes Zeichen der Verbundenheit der Kleinbahn zu den Orten, die sie durchquert.


100-jähriges Jubiläum

Auf ihrer Fahrt geht es für die Wipperliese von Mansfeld weiter durch einen 287 Meter langen und gekrümmten Tunnel unterhalb der Rammelburg sowie über zahlreiche kleine Brücken. Die Strecke wurde in den Jahren 1913 bis 1920 erbaut. Am 1. November 2020 feiert die Strecke ihr 100-jähriges Jubiläum. Befördert wurde vor allem Holz aus dem Unterharz. Viele damals im Bergbau tätigen Arbeiter gelangten mit der Wipperliese zur Arbeit. Im Jahr 2014 sollte aufgrund der sinkenden Fahrgastzahlen die Strecke eingestellt werden. Menschen der Region und viele Bahn-Fans kämpften für den Erhalt der Wipperliese, sodass die Strecke heute ausschließlich für den Touristenverkehr genutzt wird. 

Der Triebwagen, ein angetriebenes Schienenfahrzeug, dass sowohl Platz für Fahrgäste als auch Fahrräder und Kinderwagen bietet, ist ein Esslinger Verbrennungstriebwagen (VT), der zwischen 1958 und 1961 gebaut wurde, mit einer Länge über Puffer von 25,030 Metern und einer Leermasse von 37,5 Tonnen. Die Höchstgeschwindigkeit des Esslinger Triebwagens beträgt 85 km/h. Er wurde für Klein- und Privatbahnen entwickelt. Die Kreisbahn setzte zwei dieser Triebwagen seit 1997 im Regelverkehr und seit 2014 im Gelegenheitsverkehr ein. Gefahren wird in der Saison immer ab Ostern, dann jedes Wochenende und an allen gesetzlichen Feiertagen sowie dem ersten Mittwoch im Monat. Somit können Kinder und Sozialeinrichtungen dies für Ausflüge und Wandertage nutzen. 

Aber auch für Sonderfahrten steht die Kreisbahn, welche im Jahr 2017 für die nächsten fünf Jahre den Zuschlag für den Schienenpersonennahverkehr (SPNV) bekommen hat, gern zur Verfügung. Die Kreisbahn arbeitet seitdem enger mit den umliegenden Orten, mit der Mansfelder Bergwerksbahn und der Vatteröder Parkeisenbahn zusammen. So können schöne Events, wie Ostern, Halloween und Informationssonderfahrten, gemeinsam geplant werden. Weitere besondere Events in Verbindung mit Regelfahrtagen sind in Planung. Die Termine dazu werden rechtzeitig bekannt gegeben. 

Die Fahrpreise der Wipperliese passen in jede Urlaubskasse. Erwachsene zahlen 50 Cent pro Station. Kinder von sieben bis 14 Jahren zahlen einen Euro je Fahrt, egal wie viele Stationen, und Kinder bis sechs Jahre fahren sogar kostenlos. Zusteigen können Fahrgäste in Klostermansfeld, Klostermansfeld Randsiedlung, Mansfeld, Vatterode, am Vatteröder Teich, am Gräfenstuhl Klippmühle, in Biesenrode, in Friesdorf Ost, in Friesdorf und in Wippra. Natürlich fährt die Wipperliese Fahrgäste auch wieder zurück zum Ausgangsbahnhof. Für Schulen, Kindergärten, soziale Einrichtungen, Vereine usw. können Gruppenfahrten mit einem Rabatt vereinbart werden. Fahren mit der Wipperliese ist denkbar bequem und einfach, denn Fahrkarten für die Wipperliese gibt es direkt im Zug. Also, alle einsteigen.


Info:

www.wipperliese.de


Wippra

Zu den schönsten Tälern im Ostharz zählt das Wippertal. Nördlich der Wipper steigen die Berge auf über 350 bis 380 Meter über NN an, südlich sogar bis auf 500 Meter. Die größten Attraktionen in Wippra sind die Sommer- und Winterrodelbahn mit Kletterfelsen, die Museums- und Traditionsbrauerei, aber auch sonst gibt es jede Menge tolle Sehenswürdigkeiten und Freizeitangebote: die idyllisch gelegene Talsperre, Reitwanderungen, Kremserfahrten, für Kinder der Schiefergraben oder das Natur- und Erholungszentrum Wippra des UNS e.V.. Im renovierten Fachwerk-Bahnhofsgebäude hat sich ein Bahnhofsschnellrestaurant mit Sommerterrasse etabliert.


Klostermansfeld

Die Wipperliese kreuzt die Straße der Romanik in Klostermansfeld, wo die Kirche des 1040 gegründeten Benediktinerklosters heute wieder in alter Pracht zu besichtigen ist. Nicht weit davon lädt das Parkhotel zum längeren Aufenthalt ein. Von hier aus ist der gesamte Unterharz günstig zu erreichen. Der Bahnhof ist gleichzeitig Startbahnhof für die dampfbetriebene Schmalspurbahn mit 750 mm Spurweite nach Hettstedt/Eduardschacht. Betreiber ist der Mansfelder Bergwerksbahn e.V.. Er bildet zudem die Schnittstelle zwischen Regionalexpress der Museumsbahn der Wipperliese und den Verkehrsgesellschaft Südharzlinie mbH Buslinien. Per Sonderverkehr gelangt man mit der Wipperliese innerhalb von wenigen Minuten auch nach Helbra, wo zwei Naturbäder zum Schwimmen einladen.

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