Aktuelle Ausgabe als E-Paper


Aktuelle Ausgabe als E-Paper


E-Paper Archiv

die vorhergehende Ausgabe

E-Paper Archiv

Sehr geehrte Damen und Herren,


zur Zeit bereiten wir eine neue Anzeigenannahme vor.

Schicken Sie Ihre Anzeige bitte vorübergehend an folgende E-Mail-Adresse:
info@wochenspiegel-halle.de

Telefon: (0345) 130 10 0
Fax: (0345) 130 10 61
Wochenspiegel > Sangerhäuser Rosariumstagebuch >
Steffi Rohland Steffi Rohland
aktualisiert am 18.04.2019 um 16:06:14

Sangerhäuser Rosariumstagebuch

Gärtnermeister Kevin Mölzner gibt diesmal Ratschläge zur Bodenbearbeitung. Gärtnermeister Kevin Mölzner gibt diesmal Ratschläge zur Bodenbearbeitung.
Foto: Steffi Rohland Galerie (6 Bilder) Galerie (6 Bilder) Galerie (6 Bilder) Galerie (6 Bilder) Galerie (6 Bilder) Galerie (6 Bilder)
von Steffi Rohland

Nach dem Rosenschnitt muss man sich um den Boden kümmern. Warum braucht man die Bodenlockerung? Die tiefe Lockerung des Bodens bringt Luft an die Pflanzenwurzeln. Das Regenwasser kann bis in die tieferen Schichten vordringen. Somit können das Wasser und die gelösten Nährstoffe von der Rose besser aufgenommen werden. Ein durch die Bearbeitung oder durch Baumaßnahmen im Garten verdichteter Boden lässt Trennschichten entstehen, die zu Staunässe führen. Das nehmen nicht nur die Rosen übel.

Hacke und Dreizack
Besonders beim langwierigen Schnitt der Kletterrosen ist der Boden rund um die Pflanze festgetreten. Solche Flächen müssen nach der Schnittarbeit wieder tiefgründig gelockert werden. Bei kleinen Beetflächen geht das mit einer schweren Hacke (Kartoffelhacke) oder mit der Grabegabel. Wobei man die dabei entstehenden größeren Erdklumpen zerkleinern muss. Anschließend wird die Fläche mit dem Dreizack begradigt.
Für die großen Kletterrosenflächen steht den Rosariumsgärtnern seit dem vergangenen Jahr eine Motorhacke zur Verfügung. Das Gerät wurde von den Mitgliedern des Fördervereins Freunde des Europa-Rosariums Sangerhausen angeschafft. Es erleichtert die Arbeit dahingehend, dass die Motorhacke den Boden in einem Arbeitsgang die Erde tief genug auflockert und kleine Erdklumpen hinterlässt, die mit dem Dreizack begradigt werden. Eine enorme Arbeitserleichterung. Da die Rosen Tiefwurzler sind kann man recht nah an die Pflanze heran und hacken.

Überhaupt ist der Dreizack der beste Begleiter des Rosariumsgärtners übers Jahr. Denn durch das regelmäßige durchbrechen der Kapillaren, das sind feine, langgestreckte Hohlräume, bleibt der Boden viel länger feucht. Wenn man sich an das niederschlagsarme Jahr 2018 erinnert, nimmt die Bodenbearbeitung eine besondere Rolle ein.

Niederschläge
Während in durchschnittlichen Jahren die Gesamtniederschläge im Bereich von etwa 530mm, sowie im Zeitraum von Januar bis August jeweils bei 340mm liegen (Durchschnittswerte 2007-2016), sind bis Anfang September 2018 lediglich etwa 125mm Niederschläge zu verzeichnen gewesen.
Diese konzentrierten sich auf den Jahresbeginn, ab April 2018 blieben größere Niederschläge im Europa-Rosarium aus.
Ältere Rosen können das Niederschlagsdefizit aufgrund ihrer tiefen Wurzeln überstehen.
Will oder muss man gießen sollte man ausreichend Wasser zuführen und später den Boden wieder auflockern.

Trittsteine und Stauden
Um die Bodenverdichtung auf den Beeten zu vermeiden, kann man Trittsteine in die Beete einbringen. Auch eine passende Begleitbepflanzung mit Stauden verhindert das Aufkommen von Wildkräutern auf den Beeten, so dass man den Boden weniger betreten und Hacken muss.

Unsichtbare Helfer
Wer in seinem Garten viele Regenwürmer hat, kann sich freuen: Der Regenwurm und andere Bodenbewohner sind die unsichtbaren Helfer des Gärtners, welche durch ihr Graben und das zersetzen von altem Laub für Belüftung und Kompost sorgen.

Düngung
Gerade nach dem Rosenschnitt im Frühjahr ist auch eine abwechslungsreiche Düngung empfehlenswert. „Grundsätzlich gilt, die Dosierung nach Herstellerangaben durchzuführen", sagt Kevin Mölzner. „Viel hilft nicht viel. Oft ist in gärtnerisch genutzten Böden eine reichliche Versorgung mit den Makronährstoffen Stickstoff und Phosphor gegeben. Rosen mögen, abhängig von der Bodenart, pH-Werte von etwa 5,5-6,5, also ein leicht saures Milieu. Im Zweifel hilft eine Bodenanalyse weiter. Bei der Pflanzenernährung sollte man nicht nur Kunstdünger verwenden, sondern auch auf abgelagerte Mistsorten oder gut verrotteten Kompost zurückgreifen. Somit wird auch die Struktur des Bodens verbessert und wertvolles Bodenleben gefördert"

Infos und Termine
Infos und aktuelle Termine rund um die Rose gibt es im Internet unter :
www.europa-rosarium.de
 

Kommentar schreiben
Name:
Ort:
Kommentar:
  Ja, ich habe die Hinweise zu Kommentaren auf unserer Website gelesen und akzeptiert.
Eingabeverifizierung: Schreiben Sie die untenstehende Ziffern- / Buchstabenkombination in das folgende Feld. Dadurch wollen wir dazu beitragen, unerwünschten E-Mails und automatischen Versendern keine Verbreitungsmöglichkeit zu bieten.
 
 
Anzeige
Unser Land
Anzeige
Anzeige
Trauerportal