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Cord Gebert Cord Gebert
aktualisiert am 23.07.2019 um 12:45:14

Rund um den Burgenlandkreis: Folge 22 - Heuckewalde

Heuckewalde wurde erstmals 1152 urkundlich erwähnt. Der Ortsteil der Gemeinde Gutenborn liegt im Südosten des Burgenlandkreises. Mit dem Geraer Ortsteil Hermsdorf bildet Heuckewalde ein zusammenhängendes Ortsgebiet. Am 1. Juli 1950 wurden die bis dahin eigenständigen Gemeinden Giebelroth und Loitzschütz eingegliedert. Am 1. Januar 2010 schlossen sich die bis dahin selbstständigen Gemeinden Heuckewalde, Bergisdorf, Droßdorf und Schellbach zur Gemeinde Gutenborn zusammen. Heuckewalde wurde erstmals 1152 urkundlich erwähnt. Der Ortsteil der Gemeinde Gutenborn liegt im Südosten des Burgenlandkreises. Mit dem Geraer Ortsteil Hermsdorf bildet Heuckewalde ein zusammenhängendes Ortsgebiet. Am 1. Juli 1950 wurden die bis dahin eigenständigen Gemeinden Giebelroth und Loitzschütz eingegliedert. Am 1. Januar 2010 schlossen sich die bis dahin selbstständigen Gemeinden Heuckewalde, Bergisdorf, Droßdorf und Schellbach zur Gemeinde Gutenborn zusammen.
Foto: M. Herrmann Galerie (4 Bilder) Galerie (4 Bilder) Galerie (4 Bilder) Galerie (4 Bilder)
Fällt das Märchenschloss wieder in tiefen Schlaf?

In unserer Serie rund um den Burgenlandkreis entdecken wir heute gemeinsam den Ort Heuckewalde.
Heuckewalde (mh). 
Früher war Heuckewalde von der Landwirtschaft geprägt.  Außerdem gab es eine bunte Mischung aus Handwerkern, wie zum Beispiel Korbmacher, Schuster, Schmied, Bläser und Böttcher. „Heute gibt es nicht mehr viel im Ort“, so Lothar Beer. „Der Konsum hat schon seit Jahren geschlossen. Die Schüler müssen nach Droßdorf, aber wir haben noch eine Kindertagesstätte.“ Diese bekam im vergangenen Jahr moderne Sanitäranlagen und soll noch in diesem Jahr mit neuer Brandschutztechnik ausgestattet werden. Lothar Beer wurde in Heuckewalde geboren, lebte von 1975 bis 1990 im benachbarten Giebelroth und zog dann wieder zurück an die Kreisstraße nach Heuckewalde: „Vor meiner Haustür befindet sich ein Flickenteppich“, beschreibt der Rentner das Aussehen der Straße. „Wenn LKW vorbeifahren, dann klirren die Fensterscheiben und die Gläser im Schrank wackeln.“

Stefan Leier, Bürgermeister der Gemeinde Gutenborn, kennt die Problematik nur zu gut: „Jahrelang wurde diskutiert, aber der Gemeinderat hält die Kosten für eine neue Straße, die auch auf die Bürger zukommen, unzumutbar.“ Dafür wurde aber das Grundstück gegenüber vom Sportplatz gekauft und das daraufstehende Gebäude ab-gerissen. „Nun tritt die alte Linde richtig in Erscheinung und für die Sportler sind mindestens zehn neue Parkplätze entstanden.“

Wer kein Auto hat, der muss mit dem Bus in die umliegenden Städte fahren. Meistens geht es in Richtung Gera. „Nach Thüringen ist die Busverbindung einfach besser“, erklärt Einwohner Lothar Beer.

Die Bewohner können ihre Freizeit auf dem Sportplatz oder im Tennisclub mit Trainingsplatz verbringen. Ein wöchentliches Bastelangebot lockt auch zu geselligen Stunden.

Der Ort ist geprägt durch das Schloss mit dem rechteckigem Turm, der Schlosskirche und dem Schlosspark. Die ur-sprüngliche Wasserburg wurde vermutlich um 1156 als eine kastellartige Burganlage erbaut.

Nachdem die Naumburger Bischöfe im 14. Jahrhundert das Schloss als Jagd- und Lustschloss genutzt hatten, wurde es verkauft, als Wohnanlage genutzt und Anfang des 18. Jahrhunderts durch die Besitzer Bernhard von Pflugk und dessen Sohn Georg zum bestehenden Wohnschloss umgebaut. Als Schloss wurde die Anlage hingegen bereits mindestens seit 1650 bezeichnet. 1945 wurde durch die Enteignung der letzten Eigentümer, der Familie von Herzenberg, die Gemeinde zum Rechtsträger und nutzte das Schloss als Schule, Kindergarten, Kinderkrippe, Schulküche, Gemeindeamt und als Wohnanlage. Nach der Wende und dem Auszug der vorangegangenen Nutzer stand das Schloss leer und begann zu verfallen. 2003 wurde der Förderverein „Schloss Heuckewalde“ e.V. zur Erhaltung und Nutzung des Schlosses gegründet. Seit Februar 2011 ist das Schloss in Privatbesitz des Südafrikaners Juan Swartz, der das Dach für rund zwei Millionen Euro sanierte.

Doch seit vielen Monaten tut sich nichts mehr. Das Unkraut wuchert am Eingang und auch im Schlosspark gibt es kaum ein Durchkommen. „Das ist wirklich schade“, so Stefan Leier. „Ein gepflegter Park würde den Ort sehr aufwerten.“ Den letzten telefonischen Kontakt hatte er Anfang 2018, im März 2019 schrieb er eine Mail, in der er auf die Situation aufmerksam machen wollte, erhielt aber keine Antwort. „Ich werde wieder anfragen“, so der Gemeindebürgermeister.

Direkt neben dem Schloss befindet sich die evangelische Schlosskirche. Im Jahre 1152 wurde sie erstmalig urkundlich erwähnt. Im Laufe der Jahr-hunderte haben viele Baustile ihre Spuren hinterlassen. Angefangen beim romanischen Gründerbau, über die Gotik, die Renaissance, bis hin zum Barock. Von 1995 bis 2001 wurde die verfallene Kirche mit einem Kostenaufwand von 1,2 Millionen D-Mark saniert.

 

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