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Cord Gebert Cord Gebert
aktualisiert am 23.07.2019 um 13:32:01

Rund um den Burgenlandkreis: Folge 23 - Schellbach

Das Kriegerdenkmal auf dem gepflegten Friedhof in Schellbach gedenkt an die vielen Verstorbenen aus dem 1. und 2. Weltkrieg. 
Das Kriegerdenkmal auf dem gepflegten Friedhof in Schellbach gedenkt an die vielen Verstorbenen aus dem 1. und 2. Weltkrieg.
Foto: M. Herrmann Galerie (6 Bilder) Galerie (6 Bilder) Galerie (6 Bilder) Galerie (6 Bilder) Galerie (6 Bilder) Galerie (6 Bilder)
Mensch und Tier fühlen sich hier wohl

In unserer Serie rund um den Burgenlandkreis entdecken wir heute gemeinsam den Ort Schellbach.
Schellbach (mh).
„Gack-gack gack“, ertönt es aufgeregt aus einem Garten in Schellbach. Michaela Gessner kommt mit dem Futter in das Hühnergehege, in dem sich die gefiederten Tiere frei bewegen und in der Erde nach Würmern scharren können - ein kleines Paradies auf Erden. „Bei uns gibt es immer viel zu tun“, sagt die Altenpflegerin während die Hennen die goldfarbenen Körner aufpicken. „Aber das ist mein Ausgleich zum stressigen Alttag.“ Noch am Nachmittag muss sie zu ihrem Schichtdienst nach Zeitz. Doch zuvor möchte sie noch etwas Unkraut auf den Beeten zupfen.

Getrocknetes Brot für die Kamerunschafe
Ihr Mann Bodo Pistor bringt getrocknetes Brot in den Garten. Das ist für die vier Kamerunschafe. Die kommen auch prompt angerannt und lassen sich die Leckerlis schmecken. „Am 1. Dezember werden sie geschlachtet“, sagt er. „Dann ist der Schinken bis Weihnachten fertig.“ Die Kamerunschafe sind im Dorf sehr beliebt, da sie nicht nach „Schaf“, sondern eher nach „Wild“ schmecken.

Kater Karl wird von der Unterhaltung angelockt und lässt sich über die Wiese rollen. Die Sibirische Waldkatze lebt noch nicht lange bei den beiden; ist aber nach kurzester Zeit zum absoluten Liebling geworden. Wenn er ausgewachsen ist, wird er einmal 11 Kilogramm auf die Waage bringen.

Das Leben in der alten Schmiede
Seit drei Jahren leben Michaela Gessner und Bodo Pistor in Schellbach in der alten Schmiede, die um 1900 erbaut wurde. Das Haus mit den vielen Nebengelassen steht unter Denkmalschutz. In den oberen Etagen beträgt die Deckenhöhe nur knapp zwei Meter. Das Tor, zu dem die Pferde einst in die Schmiede geführt wurden, existiert noch. Das Alte vermischt sich auf dem Grundstück spielerisch mit dem Neuen. Beide lieben das Leben auf dem Dorf und erfreuen sich an der guten Nachbarschaft. „Wir feiern viele Feste“, erzählt Bodo Pistor. „Dorffest, Maibaumsetzen, Skatabende und Weihnachtsfeier gehören zum geselligen Leben.“ Seine Frau nickt und fügt hinzu: „Wir wohnen direkt neben dem Dorfplatz. So sind wir mittendrin. Das Bierzelt steht quasi vor unserem Haus.“ Das es keinen Konsum und auch keine Kneipe  im Ort gibt, findet das Paar, das aus Gera kommt, normal. Einkäufe werden von Michaela Gessner auf dem Heimweg erledigt.

Von Thüringen nach Sachsen-Anhalt
Von Thüringen nach Sachsen-Anhalt hat es sie gezogen, da Bodo Pistor ein Objekt gesucht hat, indem er Geschäft und Wohnen vereinen kann. „Ich bin selbstständig“, erklärt der Modellbauer. „Weite Wege von zu Hause zur Arbeit kann ich mir nicht leisten, da mich die Kunden auch oft noch abends kontaktieren. So bin ich glücklicherweise nach Schellbach gekommen.“ Seit zehn Jahren hat er sein Hobby zum Beruf gemacht. Er baut Modelle von Ketten- und Radfahrzeugen bis hin zu jeglichen Baumaschinen im Detail mit allen Funktionen. Am Samstag, dem 20. Juli lädt der Schellbacher zur Modellbau-Party ein. Zu sehen sind Funktionsmodelle vom Panzer über Lkw, Landtechnik bis hin zu Baumaschinen in den Maßstäben 1:8 bis 1:4.
„Schellbach lebt!“

So wie das Paar ziehen regelmäßig „Neue“ nach Schellbach: „Auch Familien mit Kindern gefällt es hier. Leider müssen sie aber nach Droßdorf in die Schule gebracht werden.“ Bodo Pistor zeigt freudig auf das andere Ende seines Grundstücks: „Schellbach lebt. Dort drüben gibt es sogar zwei Neugeborene.“

Aus der Geschichte
Schellbach ist ein Ortsteil der Gemeinde Gutenborn und liegt im Südosten des Burgenlandkreis. Die ehemalige Gemeinde setzte sich aus den Ortsteilen Lonzig, Ossig (beide Orte wurden am 1. Juli 1950 eingemeindet) und Schellbach zusammen. Seit dem 1. Januar 2010 gehört Schellbach mit seinen Ortsteilen, wie auch Bergisdorf, Droßdorf und Heuckewalde mit den jeweiligen Ortsteilen zur Gemeinde Gutenborn. Diese gehört seit dem zur Verbandsgemeinde Droyßiger-Zeitzer Forst.



 

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