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Cord Gebert Cord Gebert
aktualisiert am 11.02.2020 um 08:35:36

Der Ort zum Sonntag: Folge 6 - Historische Schachtanlage Paul II in Theißen

Fast 100 Mitarbeiter waren damals in der Schachtanlage Paul II beschäftigt. In rund 60 Metern Tiefe baute man das „schwarze Gold“ ab. Vom Schacht wurde die Kohle per Seilbahn zur Brikettfabrik „Paul I“ bei Luckenau gebracht. Fast 100 Mitarbeiter waren damals in der Schachtanlage Paul II beschäftigt. In rund 60 Metern Tiefe baute man das „schwarze Gold“ ab. Vom Schacht wurde die Kohle per Seilbahn zur Brikettfabrik „Paul I“ bei Luckenau gebracht.
Foto: W.-E. Mardas Galerie (2 Bilder) Galerie (2 Bilder)
Verrottet der letzte Zeitzeuge der Kohle?

Erben: Historische Schachtanlage Paul II muss sichtbare Landmarke und nicht Schandfleck im Revier sein.

Theißen (red).
An der Bundesstraße B 91 zwischen Naundorf und Theißen, ist der letzte sichtbare Zeuge des Braunkohlentiefbaus im Zeitz-Weißenfelser Revier zu finden: die Schachtanlage Paul II. Sie wurde ab 1860 betrieben. Endgültig eingestellt wurden die Koh-leförderung und der Entwässerungsbetrieb – und damit auch die Tiefbauförderung im Zeitz-Weißenfelser Revier – in den Jahren 1959/1960.

Die Schachtanlage „Paul II“ wurde bereits 1962 in die Denkmalliste aufgenommen. Bis heute ist schon von weitem der historische Förderturm zu sehen. Doch Förderturm und Revierhaus sind nur noch Ruinen. Viele Menschen fragen, ob man wirklich nichts dagegen tun kann, dass der letzte Sachzeuge des Braunkohletiefbaus im Zeitz-Weißenfelser Revier weiter verrottet und irgendwann unwiederbringlich verloren sein wird.

Für den Weißenfelser SPD-Landtagsabgeordnete Rüdiger Erben war dies Anlass, zunächst die Verantwortlichkeit und die denkmalrechtliche Einordnung von der Landesregierung klären zu lassen. Die Antwort liegt nun vor. Danach sind die Verantwortlichkeiten eindeutig, der bundeseigene Bergbausanierer LMBV ist sowohl für die Gefahrenabwehr als auch für die Erhaltung des Denkmals zuständig. Erben fordert deshalb, dass sich das Staatsunternehmen endlich um das verfallende Denkmal kümmert:

„Stünde ein bundeseigenes Denkmal in Berlin oder Bonn, wohl kaum wäre es in einem solchen Zustand. Deshalb fordere ich von der Landesregierung mehr Druck in Richtung Bund, damit man sich von dort endlich um die historische Schachtanlage kümmert. Wenn man Geld für die Fassade des Naumburger Doms aus Strukturwandelmitteln hat, muss für die letzten Sachzeugen des Tiefbaus im Zeitz-Weißenfelser Revier auch etwas abfallen.“

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