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Cord Gebert Cord Gebert
aktualisiert am 07.08.2020 um 08:38:52

Der Ort zum Sonntag: Folge 32 - Ehemalige Nudelfabrik in Zeitz

In der „Alten Nudel“ in Zeitz findet nächstes Wochenende eine Ausstellung statt. In der „Alten Nudel“ in Zeitz findet nächstes Wochenende eine Ausstellung statt.
Foto: Margit Herrmann Galerie (4 Bilder) Galerie (4 Bilder) Galerie (4 Bilder) Galerie (4 Bilder)
Digitales in der Alten NudelDie Virtual-Reality-Kunst-Ausstellung in der „Alten Nudel“ Zeitz ist am 15. bis 16. August zu sehen.

Zeitz (red).
In dem alten Backstein-Gebäude in der Paul-Roland-Straße in Zeitz befand sich vor vielen Jahrzehnten eine Nudel-Fabrik. 1888 gründete der Zeitzer Max Emmerling ein Unternehmen zur Produktion von Teigwaren. Im Jahr 1909 ließ er in der heutigen Neuen Werkstraße 4 in Zeitz eine moderne Fabrik errichten. Die Erzeugnisse der Marke „Elite“ wiesen eine charakteristische Windmühle auf der Verpackung auf, die noch heute am ehemaligen Eingang des Betriebes zu sehen ist.

Im Jahr 1953 wurde die Teigwarenfabrik enteignet, verstaatlicht und an den VEB OGIS Zeitz (Volkseigener Betrieb für Obst, Gemüse und Industrielle Speisekartoffeln) angegliedert. Um die Wendezeit kam es zur Abwicklung des VEB durch die Treuhand. Die traditionellen Teigwaren in Zeitz waren damit Geschichte. Es folgte eine kurze Nutzung durch ein Möbelhaus. Danach stand das Gebäude leer und verfiel zusehends. „Die Nudel“  wurde Ende 2016 von dem gebürtigen Hamburger Unternehmensberater Mathias Mahnke gekauft.

In der „Alten Nudel“ in Zeitz bleibt es also spannend: Neben dem „VR Feuerwehr- und Rettungskräfte Fortbildungszentrum“ bietet das ehemalige Fabrikgebäude auch neuen Raum für Virtual Reality-Kunst (VR-Kunst). Die ersten sind die VR-Künstlergruppe THIS IST FAKE TEAM. Am Wochenende vom 15. bis 16. August präsentieren sie die VR-Ausstellung „Was siehst du, wenn du die Augen schließt?“.  

Die Ausstellung entstand im „THIS IS FAKE VR-Residency I Zeitz“. Via Ausschreibung nahmen die Künstlerinnen Farina Hamann aus Bremen und Julie Hart aus Berlin teil. Das Projekt wurde von Lenn Blaschke und Leon Galli vom Medienkünstlerkollektiv THIS IS FAKE aus Leipzig veranstaltet.

„Mit der Ausstellung möchten wir den Zeitzern Raum für ihre Erinnerungen geben“, sagt VR-Künstler Leon Galli, Student an der Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig, „und mithilfe von VR-Technik und einzelnen Biografien die vielen Lebensgeschichten stellvertretend würdigen, die nicht gehört werden.“

Oberbürgermeister Christian Thieme: „Die VR-Ausstellung ist sehr außergewöhnlich und definitiv einen Besuch wert - eine echte Chance für Zeitz, überregional noch bekannter zu werden bei Kunstschaffenden, Medien und Wirtschaftstreibenden.“ Der Besuch der Ausstellung ist kostenfrei. Die Ausstellung wird ehrenamtlich organisiert. Spenden sind willkommen.

Ausstellungszeiten
Samstag, 15. August
1). 10 bis 11 Uhr
2). 11.15 bis 12.15 Uhr  
3). 12.30 bis 14.30 Uhr
4). 15.15 bis 16.15 Uhr
5). 16.30 bis 17.30 Uhr
6). 17.45 bis 18.45 Uhr

Sonntag, 16. August
7). 10 bis 11 Uhr
8). 11.15 bis 12.15 Uhr
9). 12.30 bis 14.30 Uhr
10). 15.15 bis 16.15 Uhr
11). 16.30 bis 17.30 Uhr
12). 17.45 bis 18.45 Uhr

Aufgrund der Hygienevorschriften kann die Ausstellung nur mit Voranmeldung besucht werden. Pro Termin können zwei Haushalte (circa sechs Personen) die Ausstellung besuchen. Der Ausstellungsbesuch dauert etwa eine Stunde. Voranmeldung bis 13. August an ausstellung@thisisfake.team oder wochentags zwischen 16  und 18 Uhr unter 0157/ 50345665.

Um was geht es bei der Ausstellung?
Die im Rahmen der THIS IS FAKE - RESIDENCY I entwickelte Ausstellung „Was siehst du wenn du die Augen schließt?“ besteht aus vier inhaltlich zusammenhängenden Virtual-Reality-Arbeiten, räumlichen Installationen, Objekten und einem Archiv.

Die erste VR-Arbeit „MEMORY“ ermöglicht den Betrachtern Räume und Orte, die mithilfe von Photogrammetrie digital konserviert wurden und mit persönlichen Geschichten und Erfahrungen von Menschen aus der Stadt Zeitz in Verbindung gebracht worden.

In der VR-Arbeit „REFLECTION“ wird der Betrachter ganz wortwörtlich in eine außergewöhnliche Situation versetzt: während der eigene Körper scheinbar durch eine mithilfe von Motion Capture aufgezeichnete Animation ersetzt wird, werden die eigenen Bewegungen an die Person gegenüber übertragen. Dadurch entsteht eine Verschiebung von Selbst- und Fremdwahrnehmung und das Gefühl der doppelten Präsenz.

Die Welt verändert sich, und somit auch die Arbeitswelt, wie wir sie heute kennen. Die VR-Arbeit „MOTION“ verhandelt in einer an ein Theater anmutenden Kulisse das Verschwinden der Wertarbeit. Avatare verrichten schwere körperliche Arbeit,  jedoch ohne den Raum oder sichtbare Werkstoffe tatsächlich zu bearbeiten.

„The future is already here — it's just not very evenly distributed.“ William Gibson. Die vierte VR-Arbeit „FICTION“ fordert die Betrachter in einem Umkleidekabinen ähnlichen Raum auf, sich einen neuen Körper in Form eines Avatars auszusuchen. „Du kannst sein, was Du willst!“ ist das Postulat.

 

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