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Wochenspiegel > CORONA-KRISE > Coronavirus in Halle - die Woche im Rückblick >
Jana Keller Jana Keller
aktualisiert am 03.04.2020 um 11:59:20

Coronavirus in Halle - die Woche im Rückblick

Im „Johannes-Jänicke-Haus“ wurden 22 Bewohner und neun Mitarbeiter positiv getestet. Eine Bewohnerin ist inzwischen verstorben. Im „Johannes-Jänicke-Haus“ wurden 22 Bewohner und neun Mitarbeiter positiv getestet. Eine Bewohnerin ist inzwischen verstorben.
Foto: Kerstin Eschke Galerie (5 Bilder) Galerie (5 Bilder) Galerie (5 Bilder) Galerie (5 Bilder) Galerie (5 Bilder)
Die Kontaktbeschränkungen gelten nun  bis zum 19. April. In Halle versucht man, eine flachere Infektionskurve zu erreichen.

Halle (red). Am 1. April wurden die Kontaktbeschränkungen in Sachsen-Anhalt bis zum 19. April verlängert – ursprünglich sollte dies nur bis zum 5. des Monats gelten. Ministerpräsident Reiner Haseloff gab dies nach einer Telefonkonferenz der Ministerpräsidenten der Länder mit der Bundeskanzlerin bekannt. Der Regierungschef betonte: „Der Kampf gegen das Virus ist noch lange nicht gewonnen.“ Auch in Halle ist die Lage nach wie vor ernst. Eine baldige Entwarnung ist – laut Oberbürgermeister Bernd Wiegand – noch nicht in Sicht. Bei einer täglichen Pressekonferenz der Stadt um 13 Uhr informieren er, die Beigeordnete für Bildung und Soziales Katharina Brederlow und Amtsärztin Dr. Christine Gröger jeweils zum aktuellen Stand bezüglich Corona. 

Die Fälle nehmen zu

Die positiven Fälle nehmen dabei täglich zu. Am Donnerstag (13 Uhr) waren es 195. So wurden im Pflegeheim „Johannes-Jänicke-Haus“ 22 Bewohner und neun Mitarbeiter positiv getestet, eine 94-jährige Bewohnerin mit Patientenverfügung ist inzwischen verstorben. Somit gibt es nun drei Todesfälle in der Stadt, die auf das Virus zurückzuführen sind. Das gesamte Heim befindet sich unter Quarantäne. Das Gleiche gilt für das Seniorenpflegeheim „Haus am Theater“, da dort eine Mitarbeiterin positiv getestet wurde. Am Diakoniekrankenhaus wurde zudem ein Arzt der Geriatrie positiv getestet. Die Station ist unter Quarantäne. Um der Situation in Halles Pflegeheimen gerecht zu werden, werden von nun an immer alle Bewohner und Mitarbeiter getestet, sobald irgendwo erste Symp-tome vorliegen. Ebenso werden die Heime in diesem Fall stets vorsorglich unter Quarantäne gestellt. 

Patienten aus Italien

Einige der Menschen, die in Halle positiv getestet wurden, befinden sich derzeit in stationärer Behandlung. Vereinzelt müssen wenige unter ihnen auch beatmet werden. Das Bergmannstrost hat zudem in Zusammenarbeit mit dem Elisabeth-Krankenhaus vier positiv getestete Personen aus Norditalien aufgenommen. Diese wurden am 2. April ins Bergmannstrost transportiert. Der Katastrophenschutzstab der Stadt hat diesem Vorhaben zugestimmt. Es handelt sich um einen humanitären Akt, zu dem man sich verpflichtet sieht, so der Oberbürgermeister.

Die Ordnungskräfte führen nach wie vor täglich Kontrollen in der Stadt durch, wobei noch immer Verstöße festgestellt und Strafanzeigen gestellt werden. So betreten Menschen mitunter Spielplätze, missachten Quarantäne-anordnungen und finden sich unerlaubt in der Öffentlichkeit zusammen. Ebenso verstoßen Geschäfte gegen die Auflagen. In diesem Sinne rief der Oberbürgermeister die Hallenser am Donnerstag erneut dazu auf, die Kontaktbeschränkungen und das Versammlungsverbot in der Öffentlichkeit unbedingt einzuhalten – auch bei frühlingshaftem Wetter am Wochenende.

Jeder Schutz hilft

Die Stadt empfiehlt inzwischen das Tragen von Behelfs-Mund-und-Nasenmasken aus handelsüblichen Stoffen in der Öffentlichkeit – denn jeder Schutz ist besser als gar kein Schutz. Auch Brillen können helfen, da sie die Augenschleimhäute schützen. Beides ist jedoch nur eine Ergänzung zur Einhaltung der Abstandsbestimmungen. Zusammen kann alles helfen, das Ansteckungsrisiko zumindest zu senken. Die medizinischen Schutzmasken, die das betreffende Personal in den Krankenhäusern braucht, sind momentan schwer zu beschaffen. Man arbeitet daran, einen Prozess zur Sterilisation und Mehrfachverwendung zu gewährleisten. So will man sich auf eine Verschärfung der Lage einstellen. Der Mangel an Schutzausrüstung in der Stadt gilt allerdings nach wie vor – momentan reicht diese immer nur für wenige Tage und wird dank kleiner Nachlieferungen stets aufgestockt. 

Die Infektionskurve

Eine positive Entwicklung: Die Kurve der Infektionen ist bereits flacher geworden, so der Oberbürgermeister. Eine Entspannung der Lage ist seiner Meinung nach aber noch immer nicht in Sicht.

Stand: 2. April 2020, 14 Uhr. 

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