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Wochenspiegel > CORONA-KRISE > Corona - Die Lage in Halle (15. April, 13.45 Uhr) >
Jana Keller Jana Keller
aktualisiert am 15.04.2020 um 14:50:03

Corona - Die Lage in Halle (15. April, 13.45 Uhr)

Aktuelles zur Corona-Situation in Halle Aktuelles zur Corona-Situation in Halle
Foto: photoguns - stock.adobe.com
Aus der täglichen Pressekonferenz der Stadt Halle

Am 15. April um 13 Uhr informierten Oberbürgermeister Dr. Bernd Wiegand, die Beigeordnete für Bildung und Soziales Katharina Brederlow und Amtsärztin Dr. Christine Gröger in einer Video-Pressekonferenz über die aktuelle Coronavirus-Situation in der Stadt Halle.

Das Statement des Oberbürgermeisters

Anzahl der Infizierten: 267 (+4)
Anzahl der Geheilten: 131 (+17)
Anzahl der Erkrankten in Krankenhäusern in Halle: 36 (-4), davon Hallenser: 11 (+1)
Anzahl der notwendigen Intensivbehandlungen: 17 (+3)
Anzahl der Verstorbenen: 9

Die Infektionszahlen entwickeln sich damit erfreulich in Halle, so der Oberbürgermeister. Die Lage in den Krankenhäusern entspannt sich, weshalb diese nun Schritt für Schritt in den Normalbetrieb zurückkehren könnten. Weiterhin soll auch intensiv in der Stadt getestet werden. Die umfangreichen Tests in Alten- und Pflegeheimen sind angelaufen – mit den ersten Ergebnissen ist morgen zu rechnen. Die Kinderärzte aus Halles Süden haben inzwischen eine Spezialsprechstunde für Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre eingerichtet. Diese ist montags bis freitags von 8 bis 10 Uhr im Gesundheitszentrum Silberhöhe aufzusuchen.

Die Regeln aus der Verordnung des Landes gelten weiterhin bis zum 19. April. Die Bundeskanzlerin und die Ministerpräsidenten debattieren heute über eventuelle Lockerungen der Maßnahmen. Die Stadt hat diesbezüglich Empfehlungen an den Ministerpräsidenten gesandt. Sie lauten wie folgt:

Verboten bleiben Veranstaltungen und Versammlungen jeder Art.
Alle anderen Beschränkungen werden aufgehoben. Einzuhalten sind jedoch zwingend:
  • der Mindestabstand von 1,5 Metern und die strengste Hygiene-Regeln.
  • das Tragen von mehrlagigem Mund-Nasen-Schutz verpflichtend in Bahnen und Bussen, Einkaufsstraßen und Märkten. Dringend empfohlen wird der Mund-Nasen-Schutz an Orten, wo die Gefahr besteht, dass der Sicherheitsabstand von mindestens 1,5 Metern nicht eingehalten werden kann.
  • das Ausfüllen eines Gesundheitsfragebogens für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Einrichtungen, Unternehmen und Gewerbebetrieben vor Aufnahme ihrer Tätigkeit. Falls erforderlich, ist ein Arzt aufzusuchen.
  • Rückkehrer aus dem Ausland haben sich unverzüglich beim Gesundheitsamt zu melden und gehen in eine 14-tägige Quarantäne.

Kontrollen in der Stadt

Die städtischen Ordnungskräfte haben gestern 677 Kontrollen durchgeführt und dabei insgesamt 13 Anzeigen gestellt. Das Verhalten der Bürger würde sich aber positiv entwickeln, so der OB. Auch die Mundschutzpflicht auf dem Wochenmarkt würde eingehalten werden.

Mund-Nasen-Bedeckungen in der Öffentlichkeit

Halles Apotheken seien entweder mit ausreichend Masken ausgestattet oder erwarten diesbezüglich Bestellungen. Die Stadt bittet darum, sich proaktiv um die eigene Ausstattung zu kümmern. Denn an allen Orten mit Publikumsverkehr wird das Tragen solcher Masken nach wie vor deutlich empfohlen. Auch die Quartierbüros haben diesbezüglich neue Masken erhalten, die wochentags von 16 bis 17 Uhr an die Bürger verteilt werden.

Die Lage

Bis zum 19. April bleiben die Ausgangsbeschränkungen aus der Eindämmungsverordnung des Landes weiterhin bestehen. Das gilt auch für die Verpflichtung, den nötigen Sicherheitsabstand von 1,5 Metern zu anderen Menschen zu halten. Es gilt weiter: Das Verlassen des Hauses ist nur aus triftigem Grund erlaubt, etwa zum Einkaufen oder für Arztbesuche. Für Menschen, die aus dem Ausland einreisen, gilt weiter automatisch eine 14-tägige häusliche Quarantäne. Um die Zeit zu Hause kulturreich zu gestalten, hat die Theater-, Oper- und Orchester GmbH der Stadt einen digitalen Spielplan erstellt. Dieser kann ab morgen über www.buehnen-halle.de eingesehen werden.

 

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