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Wochenspiegel > CORONA-KRISE > Corona - die Lage in Halle (28. April, 14 Uhr) >
Jana Keller Jana Keller
aktualisiert am 28.04.2020 um 14:08:18

Corona - die Lage in Halle (28. April, 14 Uhr)

Aktuelles zur Corona-Situation in Halle Aktuelles zur Corona-Situation in Halle
Foto: photoguns - stock.adobe.com
Aus der täglichen Pressekonferenz der Stadt Halle

Am 28. April um 13 Uhr informierten Oberbürgermeister Dr. Bernd Wiegand, die Beigeordnete für Bildung und Soziales Katharina Brederlow und Amtsärztin Dr. Christine Gröger in einer Video-Pressekonferenz über die aktuelle Coronavirus-Situation in der Stadt Halle.

Das Statement des Oberbürgermeisters

Anzahl der Infizierten: 314 (+1)
Anzahl der Geheilten: 237 (+16)
Anzahl der Erkrankten in Krankenhäusern in Halle: 28 (+3), davon Hallenser: 6 (-2)
Anzahl der notwendigen Intensivbehandlungen: 6 (+/-0)
Anzahl der Verstorbenen: 11

Die Lage in Kitas und Pflegeheimen

Die Testung der Kinder und Mitarbeiter der Kindertagesstätte „Pustelinchen“, welche gestern von der Stadt in Aussicht gestellt wurde, verlief für alle negativ. Die Notbetreuung in der Kita kann also weitergehen. Zu der Lage in den Pflegeheimen gab Oberbürgermeister Wiegand zu, dass das aktuell geltende Besuchsverbot doch immer mit einer psychischen Belastung für die Bewohner und ihre Angehörigen einhergehe. Die Heimleiter hätten jedoch ständig kreative Ideen, wie sie auch im Heim für einen abwechslungsreichen Alltag sorgen können. Der OB forderte sie auf, sich mit ihren Ideen an die Stadt zu wenden, das Gesundheitsamt wolle diese wohlwollend prüfen.

Kontrollen in der Stadt

Die städtischen Ordnungskräfte haben gestern 629 Kontrollen durchgeführt und 15 Verstöße festgestellt. Bei 9 davon handelte es sich um unerlaubte Personenansammlungen. Einen Verstoß fand man in einem Supermarkt vor, vier auf Bolzplätzen. Was die 800-Quadratmeter-Regelung bei der Öffnung von Geschäften angeht, habe man sich jetzt entschieden, auch größere Geschäfte öffnen zu lassen – bei einer klaren optischen Trennung der erlaubten Verkaufsfläche und Einhaltung aller Hygienevorschriften. Dies erfolge nach dem Prinzip der Verhältnismäßigkeit sowie der Gleichheit, so der OB. Es handele sich hierbei jedoch nur um eine Duldung, nicht um eine Genehmigung. Die Stadt erwartet diesbezüglich weitere Entscheidungen vom Land.

Stadtratssitzung

Auch die morgige Stadtratssitzung Halles könne nur mit strengen Hygienevorschriften stattfinden. Der Abstand von 1,5 Metern würde durch die Sitzordnung gewährt werden. Am Eingang stehen Desinfektionsmittel bereit, die Mikrofone werden mit Schutzhüllen umhüllt und bereits im Vorfeld ist von allen Teilnehmern ein Gesundheitsfragebogen auszufüllen, der am Eingang vorzulegen ist. Diesen erhalten die Mitglieder des Stadtrats per E-Mail. Besucher und Journalisten können ihn sich auf der Internetseite der Stadt herunterladen. Die Sitze für diese seien nach Regeln des Infektionsschutzes begrenzt. Alle Besucher und Teilnehmer an der Sitzung, die einen Zeitraum von drei Stunden nicht überschreiten soll, haben einen textilen Mundschutz zu tragen. Alternativ wird die Sitzung jedoch auch im Livestream übertragen. Den Zugang findet man zu gegebener Zeit ebenfalls auf der Internetseite der Stadt.

Die Reproduktionsrate

Die Anzahl der Infektionsfälle in Deutschland würde laut Robert Koch Institut wieder steigen, betonte Oberbürgermeister Wiegand weiter. So liegt die Reproduktionsrate inzwischen wieder bei 1,0. Das könne zum einen ein Ausschlag zwei Wochen nach Ostern sein oder aber ein alarmierendes Signal für eine zweite Infektionswelle. Momentan sei das alles Spekulation, weshalb man sich die Situation jeden Tag aufs Neue ansehen müsse. Die Pandemie müsse weiter ernst genommen werden – durch das Tragen von Masken und das Einhalten von Abständen könnten wir alle mithelfen, Rückschlage zu vermeiden, so der OB. Dr. Gröger fügte hinzu, dass die momentan gemachten positiven Diagnosen eher Zufallsdiagnosen seien, demnach haben die Betreffenden keine Krankheitssymptome.

Kitas und Grundschulen

Ab morgen gelte ein neuer Erlass des Sozialministeriums für die Kita-Notbetreuung, so Katharina Brederlow. Dieser enthalte „erfreulich konkrete Regelungen“. So dürfen sich nun maximal 12 Kinder im Kindergartenalter in einem Raum aufhalten. Ein Krippenkind zählt hier doppelt. Es gilt der Fachkräfteschlüssel des Kinderförderungsgesetzes. Die Kinder und Erzieher sollen in feste Gruppen eingeteilt werden, sogenannte Betreuungssettings. Diese haben immer die gleichen Räume zu nutzen und auch die Außenbereiche sind entsprechend abzugrenzen. Es werden nur Kinder ohne Erkältungssymptome betreut, es sei denn es liegen chronische Erkrankungen mit ärztlichen Bescheinigungen vor. Die Eltern werden gebeten, nur die wirklich notwendigen Zeiten für die Betreuung zu nutzen. Auch die Grundschulen werden nun nach und nach auf die Wiederinbetriebnahme durch die vierten Klassen vorbereitet. Bis Donnerstag will die Stadt die Schulen demnach mit dem nötigen Hygiene-Starterset ausrüsten. Dabei könne man pro Kind je eine Maske zur Verfügung stellen.  
 

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